Friedrichshainer Osterwasser


Lang, lang ists her…

Früher, in unsam  Haus
jabs een Osterwasserbrauch,
der jing janz ohne nasse Füße.

Am Ostersamstag uffm Hof
trafen sich die Nachbarn
und machten ´nen Schwof,
da war sich keena für zu doof.
Da wurde  jeklönt, wat man Ostan so macht,
wo man früh uffm Hof wat vasteckt,
det wurde jemeinsam noch ausjeheckt;
det die Kinnas  finden, wat man man für `se jemacht hat
und nich dit, wat der „Hase“ den Nachbarn jebracht hat.
Denn ham wa jesungen, jetanzt und jelacht,
und über so manchet noch Scherze jemacht.

Ostawassa jabs och, dit war Eialikör.
Und zum Schluss aßen alle den Becha noch uff.
In unsam Haus, da war man Ostan so druff.

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Der Berliner Dialekt im Friedrichshain  hatte die Lautverschiebung von G → GH / J; von EI → EE; von AU → OO, von R → A; von PF → P / F; von I → Ü;  von E → Ö und AU → OO, in meiner Kindheit war er noch oft zu hören und ich selbst habe daran zu arbeiten, nicht von Ferden und Hümmel zu sprechen.

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