Friedhofskultur – Waldfriedhof


Friedhöfe sind ja seit jeher ein Thema für mich, ich mag sie einfach.  Doch zur Zeit beschäftige ich mich auch mit der Bestattungskultur, mir selbst war es ja immer eine gute Vorstellung, unter einem Baum beigesetzt zu sein. Doch wenn ich ehrlich bin, dieser Waldfriedhof in Templin bedient nicht das Gefühl, das der Gedanke in mir erzeugt, er ist mir viel zu sehr Wald.

Hier der Eingang:

Waldfriedhof1

 

Waldfriedhof2 Waldfriedhof3 Waldfriedhof4

 

Dieser Friedhof hat keine Kapelle, als Ort der Andacht gibt es ein paar  grob zusammengezimmerte Bänke ohne Rückenlehne und ein Stubben für die Urne

Andachtsraum                                                                                    dann, plötzlich, als wäre es den Errichtern des Friedhofs sonst doch zu lieblos gestaltet,  steht da ein unauffälliges Kunstwerk

Friedhofskunst

Die Beisetzungen erfolgen entweder unter Generationen- oder unter Gemeinschaftsbäumen,
in das angenagelte Aluminiumschild sind die Namen der beigesetzten Verstorbenen eingraviert,
Gemeinschaftsbaum1

Der Friedhof wird von einem Sumpf begrenzt

Nachbarsumpf

 

Dieser Friedhof kann zwar mit dem Auto oder Fahrrad erreicht werden, von der letzten Bushaltestelle ist es aber ein mehrere Kilometer langer  Weg, für wirklich alte Menschen kann die Beisetzung eines Angehörigen dort allein schon deshalb keine Alternative sein, abgesehen davon, dass der ganzen Anlage jegliche Gedenkkultur fehlt und so schnell das Missempfinden aufkommt, die Überreste seiner feuer-bestatteten  Angehörigen verscharrt  zu haben.
So schön das Buchenwaldstück als Wald auch ist, als Beerdigungsplatz gefällt es mir nicht, selbst im Sommer ist der Boden nie grün, immer vom welken Laub bedeckt und man hat nur die Möglichkeit, sich für eine Buche oder für eine Kiefer als Bestattungsbaum zu entscheiden, welchen man dann noch mit etlichen anderen teilen muss und an dem dieses billige Aluschild, von der Art an ein Haustürschild oder Schlüsselanhänger für Technikräume erinnernd, irgendwie lieblos auf das Grab hinweist.

Ich habe mich zwar noch immer nicht von dem Gedanken verabschiedet, unter einem Baum beigesetzt zu werden – mein Wunsch wäre eine Eberesche oder ein Lindenbaum, eine Birke könnte mir auch gefallen –  in einer parkähnlichen Anlage mit bequemen Bänken, die zum Verweilen einladen.

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Ebenfalls sehr empfehlenswert und eine etwas andere Kategorie, eine Mischung aus Märchen…

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