damit Deutschland nicht zur Bananenrepublik verkommt…


Es sind keine (sachlichen) Fehler in einer Doktorarbeit, wenn dort Passagen anderer grammatisch ganz leicht abgewandelt als eigener geistiger Erguss ausgegeben werden, es ist, wie man sich vielleicht noch an seine Schulzeit erinnert, als Betrug zu werten.

Wobei ich ja auch der These anhänge, er selbst hat die Arbeit nicht geschrieben, denn selbst  verfälscht doch niemand so lax die Texte anderer zum eigenen, oder?
Da hatte ihm eher jemand einen Bärendienst erwiesen, halbherzig oder bewusst.
Irgendwie alles sehr interessant, das Ganze ist aus dem Stoff, aus dem auch die griechischen Tragödien geschneidert sind und taugt für eine große Bearbeitung. Die Wunscherfüllung nach dem „bürgerlichem Adel“, dem Doktortitel,ohne die dafür nötige Leistung zu bringen bricht eine steile Karriere, die ohne diesen Titel wohl genauso gelaufen wäre.

Ist seine politische Karriere nun beendet, oder trägt ihn der Sympathiebonus seiner Anhänger über diese schroffen Klippen und macht Deutschland mehr und mehr zur Bananenrepublik?

Es heißt ja bei etlichen Leuten, er wäre ein „guter Minister“( gewesen). Ist das wirklich so? Wohl war er ein Lieferant ihnen gefälliger Bilder und hebt sich damit von den anderen Politikern ab, er wäre ein durchaus ansprechendes Model für Seidenbinder, Haarpomade und Herrenoberbekleidung, seine Leistungen als Minister sind im folgenden Video gut zusammengefasst.

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Post bekommen…


Meine Nachbarin hatte ein Päckchen für mich entgegengenommen.
Ich überlegte: Haste `ne Bestellung offen und bist schon so tüddlich, dass de dit nicht mehr weest? (ja, ich liebe es, im Selbstgespräch Heimatdialekt zu denken)
Doch dann waren es Grüße aus der Schweiz, von meiner Freundin Bernadette.
Als sie hier zu Besuch war, hatte ich mich in ihre handgestrickten Socken verguckt, die waren aus so auffallendem Material – Hundertwasser-Wolle, hat mir gefallen.
Sie sagte: Ich strick Dir welche aus Harry-Potter-Wolle, die gibts auch und die passt zu dir Märchentante.

Anscheinend war es ihr zu dumm, nur Socken zu schicken, deshalb füllte sie die Socken noch mit Schokozeugs auf und packte mir ein Buch dazu, eine Anthologie aus dem Henss-Verlag, die auch eine total schöne Geschichte von ihr enthält.

Das Buch heißt „antastbar“ Die Würde des Menschen. Liest sich gut , unterhält und lässt einen nachdenken, kann ich ehrlichen Herzens empfehlen.
Das Buch wurde von Barbara Naziri herausgegeben und hat ein Vorwort von Rüdiger Nehberg, das ist der Mann, der den supersoliden Beruf Konditor ausübte und sich trotzdem als Überlebenskünstler eine große Bekanntheit  erwarb, die er für menschenrechtliche Aktionen, besonders für den Einsatz gegen Genitalverstümmelung bei Mädchen nutzt.
Gibt auf you tube auch einen Trailer zum Buch:

Wilhelm Grimms Textarbeit an der Märchensammlung nachempfunden… Teil3


Ich werde mal den ersten Teil des Märchens einstellen, um online zu lesen, reicht das an Menge und mich animiert es, weiterzumachen:

Einst wuchsen in einem kleinen Dorf zwei Jungen in großer Freundschaft zu jungen Männern heran.
Sie machten alles gemeinsam und die Leute sagten, sie wären wahre Herzbrüder. Als es an der Zeit war, ein Handwerk zu lernen, beschlossen sie, nur zusammen bei einem Meister in die Lehre zu gehen, denn sie wollten sich nicht trennen. Doch so sehr sie auch suchten, sie fanden keinen Lehrmeister, der zwei Lehrlinge in die Ausbildung nehmen wollte. Eines Tages sagte ein Schreinermeister: „Du da, du kannst sieben Jahre bei mir bleiben und drei Jahre lang das Schreinerhandwerk und danach mehr erlernen – und dein Freund, der kann, wenn er will, bei meinem Bruder nebenan ein Drechsler werden. Ist eure Freundschaft echt, wird sie durch diesen kleinen Unterschied noch größer, wenn nicht, war sie nichts Wert und es ist gut, dass ihr getrennt werdet.“
Das wollten sich die Freunde nicht nachsagen lassen und sie nahmen das Angebot an. Sie lernten das Handwerk ihrer Lehrherren und trafen sich an den freien Tagen zu einem Schwatz im Wirtshaus. Beide arbeiteten mit Holz und ihre Tätigkeiten ähnelten sich, da wussten sie gleich, wovon der andere sprach und sie fühlten sich nah. So lernten sie ihre Handwerke und wurden nach drei Jahren zu Gesellen. Doch schon im vierten Jahr bemerkten sie, dass sie sich zu unterscheiden begannen und redeten nur noch wenig über die Arbeit miteinander. Gegen Ende des siebten Jahres, lobte einmal der Drechslergesell im Wirtshaus das Holz der Haselnuss, aus dem er wunderbare Stücke machen könnte. Doch seinem Herzbruder, dem Schreinergesell, war das kein gutes Holz. Er sagte: „Nur mit der Eberesche kann man wirkliche Wunderdinge vollbringen, alles andere Holz ist dagegen nur schlechtes Zeug.“
Das wollte der junge Schreiner nicht auf sich sitzen lassen und schon waren sie im besten Streit. Sie hätten sich wohl noch geprügelt, wären nicht der Wirt und ihre Lehrherren dazwischen gegangen. Da sich der Zorn der Herzbrüder aufeinander aber noch nicht gelegt hatte, schlug der Wirt vor, sie sollten die Meisterstücke aus ihren Lieblingshölzern machen und dann würde eine Jury entscheiden, welches das beste Stück wäre und der Verliere müsse die Wahl anerkennen.
Damit waren die Verstrittenen einverstanden, denn sie kannten die Eigenheiten ihrer Hölzer gut und jeder war sich deshalb sicher zu gewinnen.
Als der Tag der Meisterprüfung herangekommen war, zeigte der Schreiner einen Tisch aus Ebereschenholz, der konnte Speisen herbeizaubern und konnte im Wasser schwimmen.
Der Drechsler zeigte zwei Flügel vor, ganz aus Haselnussholz, mit denen konnte er fliegen. Da staunten die Leute und überlegten lange, wer den Wettkampf gewonnen hätte und sprachen Meister Eberesche, so wie sie den Schreiner nun nannten, den Sieg zu, weil sein Wunderding zweierlei konnte. Der Drechsler, obwohl er nun Meister Haselholz genannt wurde, war betrübt und streifte die Flügel über. Er sagte: „Mach es gut, Herzbruder Esche“ und sein Freund antwortete: „Was ist Hasel, mein Herzbruder, bleib doch noch, lass uns reden.“
Doch der Haselholzmeister flog davon, weit, weit in ein fernes Land.
Als er endlich landete, sah er den Königssohn des Landes am Ufer des Meeres stehen, der war ganz traurig und schaute übers Meer.
Da fragte ihn der Haselholzmeister: “Warum bist du so traurig ? Du bist doch ein Königsohn und alle Leute im Lande müssen sich Mühe geben, deine Wünsche zu erfüllen. Das ist doch ein lustiges Leben.“
„Ja, antwortete der Königssohn, „aber das hilft mir nichts. Mir war die allerschönste Prinzessin der Welt versprochen und ein mächtiger Zauberer hat sie gestohlen als wir uns verloben wollten. Nun hält er sie in einem Turm am anderen Ufer des Meeres gefangen.“
„Das ist ein Grund traurig zu sein, “ antwortete der Haselholzmeister. „Aber wenn du mir behilflich bist, werde ich dir auch behilflich sein.“
„Wobei soll ich dir denn helfen?“ fragte der Königsohn.
„Nun, als ich hierher kam, bin ich über den Schlosspark geflogen. Dort habe ich ein hübsches Mädchen gesehen, eine Rothaarige im grünen Kleid, die möchte ich gern kennen lernen.“
„Bist du denn ein Prinz, dass du es wagst, meine Schwester kennen lernen zu wollen?“ fragte der Königssohn und besah sich die Kleidung des Drechslers.
„Nein, doch ich bin der Meister Haselholz. Und ich bin derjenige, der dir helfen kann, das wird doch wohl reichen.“
„Mir schon.“ sprach der Prinz, „aber ich weiß nicht, ob das meinem Vater reichen wird. Doch ich verspreche dir, du wirst meine Schwester sehen , wenn du mir meine Braut bringst.“
„Gut, abgemacht, gib mir deinen Ring.“ sagte Meister Haselholz. Dann legte er seine Flügel an und flog übers Meer zu dem hohen Turm, in dem die wunderschöne Verlobte des Königssohnes gefangen gehalten wurde.
Gegen Abend kam er dort an und flog durch das offene Fenster zur Prinzessin hinein. Die erschrak erst sehr, aber Meister Haselholz zeigte ihr den Ring des Königssohnes und ihre Angst verging. Sie bewirtete ihren Gast und bereitete ihm ein weiches Lager und am nächsten Morgen, kaum dass die Sonne aufging, nahm der Drechsler die Prinzessin auf seinen Rücken, legte seine Flügel an und flog mit ihr über das Meer zurück.
Zuerst freut sich der Königssohn, seine Verlobte wieder in den Armen zu halten, aber als sie ihm erzählte, dass Meister Haselholz abends zum Fenster hinein und morgens mit ihr auf dem Rücken zum Fenster hinaus geflogen kam, begann die Eifersucht an seinem Herzen zu nagen. Die beiden hatten eine Nacht zusammen verbracht! Das soll der Haselholzmeister büßen, dachte er.
Da konnte die Prinzessin noch so beteuern, dass alles seine Ordnung hatte, der Königssohn ließ sich nicht von seinen schlechten Gedanken abbringen. Er bat den Haselholzmeister mit auf das Schloss zu kommen. Dort stellte er ihn dem König vor, der Meister Haselholz aus Freude über seine wiedergewonnene Schwiegertochter einlud, zum Essen zu bleiben. So hatte der Haselholzmeister die Gelegenheit, die Schwester des Königssohnes sehen. Die Königstochter konnte kein Auge von dem mutigen und tapferen Mann wenden, der die Verlobte ihres Bruders einem mächtigen Zauberer entrissen hatte. Der Haselholzmeister hatte ebenfalls nur Augen für die Schwester des Königssohnes und bekam gar nicht mit, wie der König und der Königssohn miteinander flüsterten und ihn mit bösen Blicken ansahen.
Heimlich ließ der König die Holzflügel fortbringen. Dann rief er seine Soldaten:
„Werft den Zaubermeister Haselholz in den Kerker. Ich will, dass er am Tage der Hochzeit meines Sohnes verbrannt wird.“
Da erschraken die Prinzessinnen und weinten, aber je mehr sie für den Haselholzmeister baten, desto mehr verhärtete sich die Herzen von Prinz und König gegen ihn.
Da saß der arme Drechsler im Kerker unter der Erde und nur ein kleines Fenster unter der Decke ließ etwas Licht zu ihm hinein.
Eines Tages hörte er die Königstochter am Fenster rufen: „Hasel, kann ich etwas für dich tun?“ Er antwortete: „Bring mir doch einen Ebereschenzweig und ein Messerchen, dass ich mir eine Flöte schnitzen kann. Aber Obacht, das Holz darf nur von einem kupfernem Messer geschnitten werden.“

Der junge Schreiner, Meister Eberesche, spürte den Verlust seines Herzbruders von Tag zu Tag mehr und Traurigkeit überfiel ihn. Dass wir uns über die Hölzer entzweit haben war nicht recht, dachte er. Er hatte Grund Stolz auf sein Holz zu sein, so ein schönes Fluggerät hat er gebaut.

wir sind ja so ein demokratisches Land…


…deshalb durften wir Bürger in Berlin auch heute in einem Volksentscheid abstimmen, ob die Verträge zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe offengelegt werden sollen oder nicht. Dafür haben rund 1170 Abstimmungslokale bis 18 Uhr geöffnet gehabt, mit dem Endergebnis ist gegen 23 Uhr zu rechnen.

Durch die Abstimmung soll eine komplette Offenlegung der Verträge erzwungen werden. Das landeseigene Unternehmen war 1999 von der damaligen CDU-SPD-Koalition teilweise verkauft worden. 49,9 Prozent der Anteile erwarben RWE und Veolia. Seitdem stieg der Berliner Wasserpreis drastisch an.

Wir sind ja so ein demokratisches Land, wir können abstimmen, ob Vertäge über die Nutzung unseres Trinkwassers offengelegt werden, ob unser Trinkwasser privatisiert werden darf, danach hat uns niemand gefragt. Soweit gehts mit der Demokratie dann doch nicht, aus Politikerverlautbarungen jeder Couleur ist ja oft genug herauszuhören: Wo kommen wir  hin, wenn der Plebs das zu entscheiden hätte, reicht, dass die uns wählen…
und wenn wir ehrlich sind, traf der Begriff Demokratie auch im alten Griechenland  nur auf 10% der Bevölkerung zu.

So dürfen wir wenigstens entscheiden, ob man über das lebenswichtige Trinkwasser Geheimverträge machen darf oder die Verträge veröffentlichen muss. Und ich frage mich, wie viele diese Entscheidungsmöglichkeit vom Sofa riss …

warum ich die Leipziger Buchmesse besuchen werde…


Meine Telefon-Freundin Antonia Stahn hat wieder ein Buch herausgebracht

den Märchenroman: ich bleib dann mal da….

und das wird dort vorgestellt. Für uns endlich mal eine Möglichkeit, die virtuelle Bekanntschaft, die zur Freundschaft wurde, mit „Fleisch und Blut“ aufzufüllen.
Auf das Buch freue ich mich auch schon, es kommt Dank anderer Protagonisten ohne Elfen, Trolle, Vampire, Wehrwölfe und Außerirdische aus – und ist doch Fantasie – dicht an der Realität, naja, wie es sich für Märchen gehört.
Ich mag es ( konnte am Telefon sein Wachstum verfolgen).

So wird übrigens der Buchdeckel aussehen…

und kaufen kann man hier

ähmmm, ich brauche einen neuen Job


weil mein jetziger gerade zu Ende geht – irgendwie Schade, oder vielleicht auch nicht – da ja das chinesische Zeichen für Krise identisch mit Chance ist …

Ich möchte ja gern was mit Kindern machen, habe mich eben um eine Teilzeitstelle in einem Schülerladen beworben – aber eigentlich sucht man eine/n Erzieher/in. Keine Ahnung, ob ich mit meinen Argumenten punkten kann, keine Ahnung, ob ich denen nicht zu alt bin,  zu dick, zu abgenutzt  … was auch immer man noch zu sein kann um eine Stelle nicht zu bekommen. Ich lasse es auf mich zukommen und übe mich in Zuversicht.