laut und leise literatur lesen

die Rezi-Tante zeigt Erlebtes und Erdichtetes, Geschichten und Geschichte


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Sonntags bei den Sauriern in Germendorf


Am Sonntag war ich in einem Gebiet mit der sperrigen Bezeichnung : Saurier-Tier-und Freizeitpark Germendorf

Schon auf dem Parkplatz wurde man von diesen Urviechern empfangen

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an der Kasse dann darauf hingewiesen, dass man sein Mobilar zu Hause lassen soll

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und dann begann nach dem Zahlen moderater Eintrittspreise eine ganz lebendige Urzeitreise

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Dichten, um die Zeitung zu verdauen


Bettina:

Claudia hat in ihrem Report aus Syrien in den Versen mit gut 130 Worten mehr gesagt, als so mancher Leitartikel unserer Zeitungen

Ursprünglich veröffentlicht auf Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin:

– und weil ich leider die Situation nicht ändern kann, aber nicht schweigen mag.

Report aus Syrien

Frau aus London, getauft, beschult und studiert,
Psychologie, Soziologie, von Haus aus
nicht reich, doch an den meisten Standards gemessen
nicht arm. Verhüllt von Hijab und Handschuhn,
Augen sieht man und hört die Stimme. Der Tonfall
immer noch London. In Syrien jetzt beim Gatten.
Vor Heirat haben sie sich nicht gekannt.
Hübsch ist er, jung, ein fröhliches offnes Gesicht,
blitzweiße Zähne beim Lächeln, und schöne Augen,
spricht in die Kamera ohne Scheu und vergnügt,
und man hört auch an seiner Sprache die Bildung.
Zärtlich hält er im Arm die kleine Tochter,
und die Frau wieder schwanger, vielleicht wirds ein Junge –
und vielleicht wirds der junge Vater erleben,
inshallah, doch er rechnet mit seinem Sterben.
Als Mujahedin geht er täglich zum Morden.

© Claudia Sperlich

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Schnauze voll von Freundlichkeit


Bettina:

Wieder einmal spricht mir Claudia mit diesem Beitrag aus Herz und Seele,

Ursprünglich veröffentlicht auf Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin:

Wenn ich sehe, wie deutsche Politikerinnen, die sich die Emanzipation auf die Fahnen geschrieben haben, hochgeschlossen und mit Kopftuch unter einem Bild des Ayatollah Khomeini sitzen und das ganz offensichtlich wunderbar finden; wenn ich mitbekomme, daß Staatsbesuche und Staatsgeschäfte stattfinden, wo die Christenverfolgung düstere Blüten treibt – dann wünsche ich mir, es gebe in Deutschland mehr Verstand, mehr Gerechtigkeit und mehr Zorn – und ich wünsche mir zugleich, das hohe Gut der Freundlichkeit werde sparsamer dosiert. Bei mir jedenfalls ist die Freundlichkeit knapp, und ich werde sie nur noch für Menschen verwenden, die sie verdienen.

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Steuerreformen 1875


Jemand, der die Familienforschung nicht wie ein Hobby sondern wie eine Berufung betreibt, erzählte mir kürzlich, dass es früher so viele Johannesse gab, liegt daran, dass – dem Täufer zu Ehren – für Jungen, die auf Johannes getauft wurden, nur die halbe Taufgebühr gezahlt werden musste. Auch dass es nur sehr selten die Namenskombination von Johannes und Martin gegeben hat und die Söhne von Schmieden oft auf den Name Martin getauft wurden.
Das fand ich interessant und gut um eine Geschichte darauf aufzubauen. Deshalb wollte ich mehr darüber wissen und googelte. Fand aber noch nichts , falsch, fand nichts, was die Taufgebühr für die Namen Martin und Johannes betraf.
ich fand aber mindestens genauso interessantes, nämlich den Wegfall der erhöhte Taufgebühren für uneheliche Kinder und der Bußgelder für die Geburt eines unehelichen Kindes in Mecklenburg.

Großherzoglich Mecklenb. Landvogtei des Fürstenthums Ratzeburg.
F. Graf Eyben.

Politische Rundschau.

Mecklenburg. Am 9. Dez. ist der auf Grund des § 202 des Erbvergleiches durch den Engeren Ausschuß berufene Konvent der Ritter= und Landschaft zusammengetreten. Nach den demselben zugegangenen schwerinischen Propositionen sollen vom 1. Jan. 1876 an die Gebühren für die kirchliche Proklamation und die Trauungen, sowie das Opfer bei Trauungen, der Haustaufthaler für die Kirche, der Bußthaler bei unehelichen Geburten und die höhere Taufgebühr für uneheliche Kinder, soweit sie über die Taufgebühr für eheliche Kinder hinausgeht, in Wegfall kommen; und die Bestimmungen über die in den einzelnen Städten und Flecken zu zahlenden Begräbnißgebühren sollen einer Revision unterzogen werden.

http://wafr.lbmv.de/show.php?action=1875-12-14


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Lesetip für immer


Bettina:

Claudias Empfehlung gebe ich gern weiter -denn besseres gibt es nicht weshalb ich  dieses nur unterstreichen kann, auch wenn dadurch dieser Blog bald zum Re-Blog wird…

Ursprünglich veröffentlicht auf Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin:

Es gibt ein Buch – eigentlich eine Anthologie, wobei viele Einzelbücher (vom Umfang her teils eher Kapitel, teils wirklich Buchlänge) auf andere bezogen sind; die literarischen Verflechtungen sind vielfältig -, das sollte jeder lesen, der irgendein Interesse an bildender Kunst, Literatur, Musik, Architektur, Sprache oder Philosophie hat. Man muß dabei nicht unbedingt in der Reihenfolge von vorn bis hinten lesen, es ist aber unumgänglich, es mit der Zeit wirklich ganz zu lesen – jedes einzelne Buch darin.

Wer dies Buch nicht liest, versteht von sämtlichen europäischen und vorderasiatischen Kulturen nicht einmal fünf Prozent.

Es ist die Bibel.

Ganz unabhängig davon, ob Sie irgendetwas von dem, was in der Bibel steht, glauben – machen Sie folgendes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, es gäbe die Bibel nicht. Streichen sie aus der Kulturgeschichte alles, was auch nur im Entferntesten mit der Bibel (und damit auch mit dem Judentum und dem Christentum) zu tun…

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