Märchen über Glasberge und Zauberspiegel


Habe meine Schneewittchenvarianten und Sammlung von Glasbergemärchen zusammengestellt und veröffentlicht:

Märchenzauber lila

Kurzbeschreibung

Die schönsten europäischen Märchen über Glasberge und Zauberspiegel sind in dieser Ausgabe vereint. Sie erzählen von ungeliebten Kindern, neidischen (Stief)Müttern, zurückgesetzten Geschwisterkindern, Grenzübertretungen oder zu hohen Ansprüchen in der Partnerschaft – und von der Überwindung daraus entstandener Verletzungen.

So vieles haben die Märchen gemeinsam und sind doch so unterschiedlich – viel Freude beim Lesen!

Preis: 3,50€
Inhalt:  Eine Sammlung von 20 Märchen und zwei Märchennovellen, die zwei russischen Märchen habe ich mir übersetzt – für irgendetwas müssen doch die 8 Jahre Russischunterricht gut gewesen sein

Ottfried Preußler ist gestorben


weil man es besser nicht sagen kann: Otfried Preußler zum Dank und Gedenken verlinke ich hier diesen Beitrag von Claudia Sperlich alias Kaliope

Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin

Vor wenigen Tagen starb Otfried Preußler, dessen sagenhafter Roman Krabat für mich bis heute ein wichtiges Buch ist und dessen Kleine Hexe mit ihren duftenden Papierblumen auch mein Kinderzimmer schmückte.

Denkmal für Otfried Preußler

Die Augen sind umkränzt von Lächelfalten,
Und auf den Schultern sitzen kluge Raben,
Die sich dem Bösen einst verschrieben haben,
Bis eine Frau sie löst aus Teufelswalten.

Ein Räuber bittet nicht um milde Gaben
Und raubt die Kaffeemühle einer Alten –
Doch unrecht Gut wird niemals lang behalten,
Am Ende siegt die Freundschaft zweier Knaben.

Da spielt ein Wassermann im Mühlenweiher,
Um mondbeglänzte Burg fliegt ein Gespenst,
Ein muntres Hexchen zähmt den wilden Besen.

Mir war in Jugendtagen Freiheitsfeier,
Was mir noch heut aus Deinen Büchern glänzt!
Ich hoffe, lang noch werden sie gelesen.

© Claudia Sperlich

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Blumenelfen und Zwerge


Ich sitze seit einiger Zeit über meiner Schneewittchenmärchensammlung und stelle die E-Buch-tauglich zusammen  – ja, ist die  Folge einer Schreibkrise – dabei fiel mir ein früheres Märchen von mir in die Hände, es spricht zur Altersgruppe Vorschule/Grundschule. Ich bin noch kurz mit dem Korrekturstift drübergewitscht – (man findet doch immer wieder mal  eine Formulierung, die nicht gefällt) und habe mit viel Freude, mit  Hilfe von Herrn Carl Spitzweg, der mir seinen Gnom lieh, und mit einer uralten Postkarte ein Titelbild gebastelt.
Et voilà:  für einen Euro gibt es nun auf amazon Blumenelfen und Zwerge, ein Märchen über Vorurteile, Liebe, Freundschaft und über Trauerarbeit

Hör mal wieder Radio


MDR FIGARO sendet live von 19:00 Uhr bis ca. 22.45 Uhr die Premiere der Oper „Die Feen“ von Richard Wagner.

Noch ein paar Daten dazu:

Gesprächspartner in den Pausen:
* Prof. Ulf Schirmer (Intendant und GMD der Oper Leipzig)
* Marita Müller (Dramaturgin der Oper Leipzig)
* Ursula Oehme (Autorin „Wagner in Leipzig“)

Moderation: Bettina Volksdorf und Dr. Stefan Lang

Besetzung:
Der Feenkönig, Groma – Igor Durlovski
Ada – Christiane Libor
Drolla – Jennifer Porto
Arindal – Arnold Bezuyen
Gernot – Milcho Borovinov
Farzana – Jean Broekhuizen
Zemina – Viktorija Kaminskaite
Morald – Detlef Roth
Lora – Eun Yee You
Gunther – Guy Mannheim
Harald – Roland Schubert
Bote – Tae Hee Kwon

Chor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: GMD Ulf Schirmer

Ich freue mich schon darauf.  Zu Weihnachten hatte ich dem Herrn Gatten, einem „geschworenen“ Richard-Wagner-Musik-Fan diese Oper auf CD geschenkt – (ist ja nicht so einfach, geschworenen Fans was zu schenken, die haben schon soviel).

Seitdem mag ich das Stück und kann nicht verstehen, warum man sich da mit dem Inszenieren immer so zurückgehalten hatte. Auch wenn es nicht der „typische“ Wagnersound ist, ist es doch eine schöne Oper, die dem Zuschauer/Zuhörer etwas bietet.  Für Märchenleute ist es ohnehin etwas – ist so richtig ein Werk der Romantik. Breit deutbar, Thema typisch Wagner – funktioniert bedingungslose Liebe? Dazu das  Von Wagner geschriebene Libretto, das mit diesem Schlusschor endet:

Chor Ein hohes Los hat er errungen,
dem Erdenstaub ist er entrückt!
Drum sei’s in Ewigkeit besungen,
wie hoch die Liebe ihn beglückt!

Worum geht es in der Oper? Schauen wir mal auf wikipedia:

Vorgeschichte

Arindal und sein Jäger Gernot sind auf der Jagd. Da sehen sie eine besonders schöne Hirschkuh. Bis zur Dämmerung können sie dieses Tier aber nicht erlegen, und gelangen auf unerklärliche Weise in das Reich der Feen. Als erstes erblicken sie dort anstatt eines Hirsches die Fee Ada. Arindal und Ada verlieben sich sofort unsterblich ineinander. Gegen den Willen des Feenkönigs will Ada ihren Geliebten heiraten. Der Feenkönig willigt unter der Bedingung ein, dass Arindal Ada während der ersten acht Jahre nicht fragen darf, wer sie sei. Arindal akzeptiert diese Bedingung. Die Jahre vergehen – beide haben zwei Kinder — als schließlich Arindal Ada kurz vor Ablauf der Frist fragt, wer sie sei. Daraufhin werden Arindal und Gernot aus dem Feenreich vertrieben und in eine wilde, öde Gegend verfrachtet. Ada, die nicht bereit ist, ihren Gemahl aufzugeben, will auf ihre Unsterblichkeit verzichten und begibt sich auf die Suche nach Arindal.

1. Akt

Erstes Bild: Feengarten

Zemina und Farzana sind auf der Suche nach Ada, um sie davon abzuhalten, ihre Unsterblichkeit aufzugeben. Sie fordern alle Feen und Geister dazu auf, ihnen bei der Suche nach Ada zu helfen (Reicht Hilfe uns zu unsrem Werk).

Zweites Bild: Wilde Einöde mit Felsen

König von Tramont Murold wird bedroht. Deshalb sind Morald und Gunther nach dem Tod von Arindals Vater aufgebrochen, um nach Arindal zu suchen. Sie treffen Gernot, der ihnen erzählt, was in den vergangenen acht Jahren geschehen ist. Mit Hilfe des Zauberers Groma wollen sie Arindal zur Rückkehr nach Tramond bewegen. Arindal ist immer noch auf der Suche nach Ada, (Wo find ich dich, wo wird mir Trost) und trifft in seiner Verzweiflung wieder auf Gernot. Dieser versucht ihn aus seiner Verzweiflung zu erlösen, indem er Ada schlecht macht und sie mit der Hexe Dilnovaz vergleicht, der en Schönheit nur auf Zauber beruhte. Da tritt der als heiliger Priester verkleidete Gunther zu ihnen (O König du bist übel dran, von einem bösen Weib umstrickt). Die Maskerade fliegt jedoch auf. Kurz darauf erscheint Morold in Gestalt von Arindals totem Vater. Er eröffnet ihm, dass dieser aus Kummer um seinen Sohn gestorben sei. Gleich darauf war König Murold im Lande eingefallen und habe alles verwüstet. Nur noch eine Stadt wird tapfer von der Schwester verteidigt. Als Arindal nach Hause eilen will, fliegt auch diese Maskerade auf. Aber Morald versichert ihm, dass all das Gesagte wahr sei und er schnell nach Hause kommen müsse. Arindal willigt ein und will wehmütig den Gefährten folgen (Oh Grausame leb ewig wohl, zum Kampfe zieh ich für mein Vaterland). Als ihn Müdigkeit überkommt lässt er sich auf einem Stein nieder.

Drittes Bild: Feengarten mit glänzendem Palast

Als Arindal erwacht, steht plötzlich Ada vor ihm. Groß ist seine Freude, aber sie eröffnet ihm, dass sie nur noch für kurze Zeit zusammen sein können. Als Gernot und die Gefährten zurückkehren, wissen diese zunächst nicht, wo sie sind. Dann sehen sie die bildhübsche Ada, und Gernot erzählt ihnen, dass sie Arindals Frau ist. Nun bekommen sie langsam Zweifel, ob Arindal sie doch noch nach Hause begleitet. Ada versichert Arindal, ihn am nächsten Tage wieder zu sehen, allerdings muss er ihr schwören, sie nicht zu verfluchen, egal was geschehe. Nach dem Schwur entlässt sie ihn und seine Gefährten aus dem Feenreich (So lass ich dich aus meinen Armen).

2. Akt

Bild: Vorhalle eines Palastes in der Hauptstadt Arindals

Ihrem Untergang geweiht versammeln sich Lora und die Bürger Tramonts mutlos vor dem Palast. Da erscheint ein Bote und verkündet die baldige Rückkehr Arindals und seiner Gefährten. Als diese heimkommen, sehen sie die verzweifelte Lage des Landes (Von Feinden alles voll, kaum noch ein Fußbreit gehöret uns). Trotzdem feiern Gernot und die Zofe Drolla nach acht Jahren ein freudiges Wiedersehen (Du bist’s! Oh welche Freude!). Als die Krieger zur Schlacht ziehen, bleibt Arindal zurück. Da erscheint Ada in der Halle. Auf ein Zeichen von ihr erscheinen ihre Kinder und fallen Arindal in die Arme. Ada entreißt sie dem Vater und wirft sie in den von ihr herbeigezauberten Feuerschlund, der gleich danach verschwindet. Zur selben Zeit kehren die Krieger, in die Flucht geschlagen, zurück, verkünden dass alles verloren, und Morald verschwunden sei. Als Harald auftaucht und erzählt, dass ein Mannsweib namens Ada sich mit seinem Feind verbündet und sein Heer in alle Himmelsrichtungen zerstreut habe, verflucht er Ada und bricht so seinen Eid. Daraufhin offenbart sich Ada. Alles war nur Schein. Harald den Verräter habe sie überführt und seine Gefährten vernichtet. Morald siegt in diesem Augenblick durch ihre Unterstützung, die Kinder erscheinen wieder und sinken dem Vater abermals in die Arme. Ada jedoch wird unter Blitz und Donner von Stein umschlossen, Aridal wird wahnsinnig.

3. Akt

Erstes Bild: Festliche Halle

Der rechtmäßige König Arindal ist dem Wahnsinn verfallen und kann sein Land nicht mehr führen. Morald und Lora — über Arindals Zustand sehr besorgt — übernehmen als König und Königin die Herrschaft. In seinem Wahnsinn sucht Arindal nach seiner Gattin Ada. Der Zauberer Groma, dessen Stimme er öfter hört, ermuntert ihn, seine Suche fortzusetzen (Auf Arindal, was zauderst du). Da begegnet er den Feen Zemina und Farzana. Sie zeigen Arindal einen Weg, wie er Ada wieder zum Leben erwecken kann, wollen aber insgeheim sein Verderben (Wir leiten gern ihn hin zu ihr, denn uns erfreut sein Untergang). Der Zauberer Groma rät Arindal den beiden Feen zu folgen, aber ja nicht Schild, Schwert und Leier zu vergessen.

Zweites Bild: Furchtbare Kluft des unterirdischen Reiches

Die Feen führen ihn in die Unterwelt, wo Arindal zwei Prüfungen gegen die Erdgeister bestehen muss. Mit Gromas Hilfe, Schild und Schwert gewinnt er den beinahe aussichtslosen Kampf und steht schließlich vor der versteinerten Ada. Schon verzweifelt will er sich mit dem Schicksal abfinden, dass er den Stein nicht entzaubern kann, als er erneut Gromas Stimme vernimmt: Ergreif die Leier. Arindal ergreift die Leier, bringt seiner angebeteten ein Ständchen (Oh ihr, des Busens Hochgefühle) und Ada erwacht wieder zum Leben (Jetzt kann mich keine Macht dir rauben). Farzana und Zemina, die Intrigantinnen, verschwinden entsetzt.

Drittes Bild: Herrlicher Feenpalast, von Wolken umgeben

Vom Feenkönig wird Arindal wegen seines Mutes und seiner Heldentaten die Unsterblichkeit verliehen. Er wird für immer mit Ada im Feenreich zusammen bleiben. Zum Fest werden Morald, Lora, Drolla, Gernot und Gunther als Sterbliche ins Feenreich gelassen und dürfen die Inthronisierung Arindals mitfeiern. Morald und Lora werden offiziell von Arindal zu den neuen Herrschern von Tramond erklärt (Euch beiden geb ich jetzt mein Erdenland). Arindal wird von Ada unter großer Anteilnahme der Feen zum Thron geleitet (Ein hohes Los hat er errungen).