schon gemerkt , heute ist Weltglückstag


Der Weltglückstag wird am 20. März jeden Jahres gefeiert. Er wurde von der UN-Hauptversammlung am 28. Juni 2012 beschlossen und wird seit 2013 begangen. Die Vereinten Nationen verbinden mit dem Weltglückstag weltweite Politikziele.

Synonyme für den Weltglückstag sind International Day of HappinessTag des Glücks und Internationaler Tag des Glücks.

Als Erfüllung menschlichen Wünschens und Strebens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff, der Empfindungen vom momentanen bis zu anhaltendem, vom friedvollen bis zu ekstatischem Glücksgefühl einschließt, der uns aber auch in Bezug auf ein äußeres Geschehen begegnen kann, zum Beispiel in der Bedeutung eines glücklichen Zufalls oder einer das Lebensglück begünstigenden Schicksals­wendung. In den erstgenannten Bedeutungen bezeichnet der Begriff Glück einen innerlich empfundenen Zustand, in den letzteren hingegen ein äußeres günstiges Ereignis. Glück darf nicht mit Glückseligkeit verwechselt werden, die meist in Zusammenhang mit einem Zustand der (religiösen) Erlösung erklärt und verstanden wird.

Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke/lucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke/lücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“.
Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses.
Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun.
Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens teilweise Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Demnach hängt die Fähigkeit, in einer gegebenen Situation glücklich zu sein, außer von äußeren Umständen auch von eigenen Einstellungen und Bemühungen ab.

was mich an Journalisten ärgert


… ist, dass Beiträge kaum mehr aus einer neutralen, alles hinterfragenden Sicht geschrieben werden, sondern auf Grund einer festen politischen Gesinnung, die im Beitrag dargestellt wird. Dadurch wird nichts mehr hinterfragt und Falsches unbewusst verbreitet, weil es „gefühlt“ richtig ist.

Heute ist der 08. März – Internationaler Frauentag, was der Tagesspiegel unter anderem mit  einen Artikel von Ronja Ringelstein Der Feminismus muss sich auf das Wesentliche konzentrieren berücksichtigt, in dem sie auch auf die lächerliche Aussage des polnischen EU-Abgeordnete Janusz Korwin-Mikke über die Rechtmäßigkeit ungleicher Entlohnung von Frauen einging, sowie auf die damals in den Medien anders dargestellte Grundlage der Anrede aller Profesurinhaber*innen der Leipziger Universität mit Professorin – welche, wenn sie so wie in ihrem Artikel erklärt wird, eigentlich folgerichtig war. Dass der Fakt der Anrede zu so einem negativen Echo führte, ist der falschen Darstellung in den Medien geschuldet – die von den Intentionen der genderbezweifelnden Journalisten und nicht von deren Recherche geleitet wurden.

Was mich nun an diesem Artikel von Ronja Ringelstein aber beißt – und zum Schreiben bringt – ist der folgende Passus:

Das Sternchen mitten in einem Wort, um die weibliche Endung *innen anzufügen, ist nicht schön. Doch es ärgert schon ein bisschen, über den Ursprung der Worte „herrlich“ und „dämlich“ nachzudenken. Gegen diese Ungerechtigkeit, die schwarz auf weiß im Duden geschrieben steht, gibt es einfach keine schlagfertige Antwort. Zu fordern, diese Worte nicht mehr zu benutzen, wäre dennoch albern.

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 Liebe Ronja Ringelstein, das lese ich also und erinnere mich an den Kindheitsspruch:

Denke nie, gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken                      
ist gedankenloses Denken

Hier wäre es besser gewesen, statt lange nachzudenken und sich heiß zu machen einen Blick ins DWDS (Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart) zu werfen, das ist sogar online zugänglich.
So hätten Sie bezüglich der Herkunft und Bedeutung des Wortes dämlich für sich Klarheit geschaffen und sich jeglichen bisschen Ärger vermieden.
War das nun Ihr Unwissen oder sitzt bei Ihnen der Wunsch, die Diffamierung des Weiblichen zu beweisen so tief, dass Tatsachen nicht reichen und Vermutungen gepflegt werden müssen?
Zur Info:

dämlich Adj. ‘dumm, beschränkt’. Die seit dem 18. Jh. belegte, vom Nd. ausgehende und erst nach 1900, vornehmlich als derbe Schelte, im größten Teil des dt. Sprachgebiets geläufige Bildung setzt wie das mit anderem Suffix abgeleitete, heute noch im Bair.-Öst. allein geltende gleichbed. obd. und md. Adjektiv damisch (ältere Nebenform dämisch, 15. Jh., bis ins 19. Jh. auch ‘benommen, schwindlig’) germ. *þēm- voraus, das sich mit aind. tā́myati ‘erstickt, wird betäubt’, lat. tēmētum ‘berauschendes Getränk’, tēmulentus ‘berauscht’, aslaw. tomiti, russ. tomít’ (томить) ‘quälen’ auf die Wurzel ie. *tem- ‘geistig benommen,

Kurzgefasst, es wäre dämlich, eine Ableitung von Dame zu herzuleiten.
Dame bedeutet übrigens laut DWDS

Dame f. ‘Frau von Bildung und gepflegtem Äußeren’, heute allgemein höfliche Bezeichnung für eine weibliche Person. Aus lat. domina (synkopiertdomna, 1. Jh.) ‘Herrin, Gebieterin, Hausfrau’ hervorgegangenes gleichbed. afrz. dame findet sich gelegentlich in mhd. Texten als Teil fremdsprachiger Floskeln; Ende des 16. Jhs. wird frz. dame ins Dt. entlehnt, ist in der Bedeutung ‘geliebte Frau, Herrin’ zunächst Modewort der höfisch-galanten Dichtung (wie ↗Kavalier und ↗Galan, s. d.) und seit Mitte des 17. Jhs. die übliche Benennung für Frauen des Adels; auf bürgerliche Frauen wird es erst gegen Ende des 18. Jhs. angewendet. Daneben tritt im 17. Jh. die (wohl durch Euphemismus entstandene) Bedeutung ‘Geliebte, Mätresse, Dirne’ auf (so auch das Deminutivum Dämchen), die in der 2. Hälfte des 19. Jhs. erneut gebräuchlich wird. Im 17./18. Jh. kommt häufig noch frz. Pluralbildung Dames vor. Bis Anfang des 18. Jhs. ist neben Dame auch die aus dem Ital. oder Span. entlehnte Form Dama bezeugt (ital. span. dama nach frz. dame, dagegen regelrecht aus lat. domina entwickelt ital. donna, span. dueña, doña). Übertragene Verwendungen von Dame sind ‘dritthöchste Spielkarte’ (Mitte 17. Jh.) und ‘zugstärkste Figur des Schachspiels’ (Mitte 18. Jh.), doch kann hier auch gesonderte Übernahme aus dem Frz. vorliegen, ebenso wie bei Dame ‘dem Schach ähnliches Brettspiel’ (17. Jh., auch als Mask. Dam), zuerst bekannt im Kompositum Damespiel (Anfang 17. Jh., ohne Zusammenhang mit mnd. dōmspil, das zu mnd. dōm m. ‘Urteil, Gesetz’ gehört) nach dem Vorbild von frz. jeu de dames, span. juego de damas; zur möglichen Umdeutung eines anders motivierten arab. Namens im Span. vgl.Lokotsch Wörter oriental. Ursprungs (1927) 149.

Auch das herrlich ist längst nicht so geschlechtsbezogen , wie es Ihnen vielleicht vorkommt.

herrlich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet’, ahd. hērlīh (um 1000), mhd. hērlich (daneben md. hirlich, herrelich), asächs. mnd. hērlīk, mnl. heerlijc, nl. heerlijk ist ursprünglich Ableitung von dem unter ↗hehr (s. d.) angeführten Adjektiv, wird jedoch schon im Ahd. vereinzelt mit hē̌r(r)o (s. ↗Herr) in Verbindung gebracht. Der Anschluß an Herr zeigt sich seit mhd. Zeit auch in der Form ( Kürzung des Stammvokals und Doppelkonsonanz), obwohl andererseits weiterhin Schreibungen wie hehrlich (16. Jh.) und herlich (19. Jh.) auf die lautliche und inhaltliche Nähe von hehr verweisen.herrlich bedeutet zunächst ähnlich wie hehr soviel wie ‘erhaben, hervorragend’, nimmt unter Einfluß von Herr im Mhd. und Frühnhd. auch den Sinn ‘herrenmäßig, herrisch’ an und ist in der Sprache der Gegenwart Ausdruck für ‘in hohem Maße als gut oder schön empfunden’. Herrlichkeit f. ‘Großartigkeit’, mhd. hērlīcheit, mnd. hērlichēt, herrlich(c)eit. Mnd. und mhd. seit dem 14. Jh. insbesondere rechtssprachlich im Sinne von ‘Gesamtheit der Herrschaftsrechte, Gerichtsbarkeit’, ferner ‘Herrschaftsgebiet’ und nhd. in respektvoller Anrede Eure Herrlichkeit (17. Jh., für lat.exellentia und dignitās).

weshalb es ja auch den Herren und die Herrin gibt, oder die Herr*in, falls man nicht beides schreiben will und sich vor dem Stern nicht graust.
Kurzum, die Worte unserer Sprache sind nicht die Ursache des Problems, sie sind gänzlich wertneutral. Erst  falsche Interpretationen machen sie zu einem Mittel der Unterdrückung und hier kann man immer mit Wissen gegensteuern.

 

Bis Donnerstag, 24. Mai ca. 9 Uhr gibt es das eBook kostenlos


lohnt aber auch für die „normalen“ 3,99€ Es handelt sich dabei um 7 Kurzgeschichten, die aus dem Buch „Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten“ herausgelöst wurden , mit einem Klick aufs Bild ist man bei amazon…

Kurzbeschreibung
Geschichten zur Erinnerung an die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze, die das Land von 1961 bis 1989 in zwei feindliche Lager teilten und bis heute tiefe Wunden hinterlassen haben. Autoren aus Ost und West erinnern an Vergangenes und wollen dazu beitragen, dass zusammenwächst, was zusammengehört.

aus der Brauchtumsmappe: Der Muttertag


Immer am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag. Dieses Jahr ist das der 8. Mai. An diesem   Feiertag  wird die Mutter und die Mutterschaft geehrt, kurzum, Mütter und Ehefrauen und andere Partnerinnen, die Kinder geboren haben, bekommen Blumen geschenkt, oder Pralinee oder Parfüm oder oder… Ein kleines Dankeschön für Liebe und Pflege.

In der DDR wurde dieser Tag offiziell nicht gefeiert, da hatte der Internationale Frauentag, welcher immer am 8. März ist, auch diese familiäre Komponente der Mutter zu danken. Der Muttertag im Mai war geradezu verpönt, weil dieser Festtag von den Nationalsozialisten für ihr germanisches Rassengedönz  missbraucht wurde und 1933 zum  offiziellen Feiertag  und 1934 als „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ mit fast  religiös anmutenden Feierlichkeiten begangen wurde. „Heilig soll uns sein jede Mutter deutschen Blutes“.

Die Krönung des Ganzen war dann Weihnachten 1938 die Einführung das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter , das dann am Muttertag  – 21. Mai 1939 – zum ersten Mal verliehen wurde als „sichtbares Zeichen des Dankes des Deutschen Volkes an kinderreiche Mütter“.

Gruslig, nicht wahr? 4,7 Millionen „Mutterkreuze“ sollen bis September 1941 verliehen worden sein, aber nur an reichsdeutsche Mütter, die einen „Ariernachweis“ vorlegen konnten und deren Kinder „erbgesund“ waren.

Lange Zeit glaubte ich, der Muttertag sei eine Erfindung der Nazis gewesen, aber durch die Beschäftigung mit der Bürgerlichen Frauenbewegung entdeckte ich, dass sein Ursprung   in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung liegt und dort bald zur Friedensbewegung wurde, 1870 gründete Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Leitmotiv peace and motherhood , mit dem Ziel, dass Söhne nicht mehr in Kriegen geopfert werden sollen.

Als Begründerin des heutigen Muttertags gilt  Anna Marie Jarvis, eine Methodistin,  welche zum Gedenken an ihre Mutter am 12. Mai 1907 ein Memorial Mothers Day Meeting durchführte und auch im folgenden Jahr, wiederum am zweiten Maisonntag, in ihrer Kirche allen Müttern eine Andacht widmete und dabei  500 weiße Nelken als Ausdruck ihrer Liebe zur verstorbenen Mutter vor der Kirche an andere Mütter austeilen ließ. Von nun an war ihr Ziel,  einen offiziellen Mutterehrentag zu schaffen. Sie schrieb deshalb Unmengen Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine. Diese Initiative entwickelte sich rasant und schon 1909 wurde der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. 1912 wurde eine Mother’s Day International Association gegründet mit dem Ziel, den Muttertag auch international zu verbreiten . Am 8. Mai 1914 erließ der US-Kongress die Joint Resolution Designating the Second Sunday in May as Mother’s Day.

Das Makabere an der Sache ist, dass Anna Marie Jarvis es später wegen der  Kommerzialisierung des Muttertags bereute, diesen ins Leben gerufen zu haben und  von da an  sich für die Abschaffung des Feiertages einsetzte.

Nachdem England den mothering day übernommen hatte, verbreitete sich der Feiertag 1917 in der Schweiz, 1918 in Finnland und Norwegen, 1919 in Schweden, ab 1923 in Deutschland und 1924 in Österreich.

Ausmalbild mit viel Herz

In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 durch den Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber mit Plakaten „Ehret die Mutter“ in den Schaufenstern etabliert und – betont unpolitisch – als Tag der Blumenwünsche gefeiert.

In der Bundesrepublik Deutschland wird der Muttertag seit 1949 am 2. Maisonntag begangen. Er ist nicht gesetzlich verankert, sein Datum wurde durch Übereinkünfte von Wirtschaftsverbänden festgelegt. Dieser 2. Maisonntag brachte manchmal Terminüberschneidung mit dem Pfingstsonntag und somit Probleme mit den gesetzlichen Öffnungs- bzw. Schließtagen. Aber ich glaube, das haben die jetzt im Griff durch ein gelockertes Gesetz für die Ladenöffnungszeiten (Ladenschlussgesetz???)

Da sich der Muttertag auch für mich entnazifiziert hat, finde ich, es ist ein schöner Feiertag und es geht für mich ganz  in Ordnung, den Internationalen Frauentag UND den Muttertag zu begehen – und Blumenhändlern und Gastronomen gönne ich gern ein mehr an Umsatz wegen dieser Tage.