Blumenelfen und Zwerge, ein neues Märchenbuch


BuchCover Blumenelfen und Zwerge

Dieses Märchen war bisher als E-Buch auf amazon erhältlich, nun gibt es auch eine Buchausgabe zum Preis von 4,27 €

Ist zwar schon ein Zeitchen her, dass ich es schrieb, aber ich liebte alle  darin Vorkommenden als ich sie erfand – und habe sie noch immer sehr sehr gern.

Worum geht es in dem Märchen?

Um Liebe, falsche Verdächtigungen, Freundschaften, auch der Tod ist ein Thema und die Trauer, alles märchenhaft verpackt zwischen Zwergen, Elfen, Bären, einem Fuchs, Bienen und Hummeln, Eidechsen und Salamandern. Unverständlich? Na gut, hier eine ganz kurz angerissene Beschreibung:

Bei der Elfen-Hochzeit auf der Blumenwiese im Zauberwald fallen große Steine auf die Wiese und zerstören die Blumen. Auch einige Elfen sind plötzlich verschwunden. Hat sich der Zwergenkönig an den Blumenelfen für die Ablehnung seiner Bewerbung gerächt? Der Blumenelfenprinz Tormentill soll die verschwundenen Elfen suchen und kehrt ebenfalls nicht zurück. Erst Prinz Potentill kann das Geschehen klären … Ein Märchen über Vorurteile, Liebe, Freundschaft und über Trauerarbeit, geschrieben für die Altersgruppe 5-11 Jahre

Nun schon der 23. Tag der deutschen Einheit


Der 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit und damit der für Deutschland politisch wichtigste Feiertag – die DDR hörte auf zu existieren.

Am 23. September 1990 beschloss die Volkskammer der DDR, dass das Grundgesetz der BRD nun auch für das Gebiet der DDR galt, dieser Beschluss trat am 29. September 1990 in Kraft und eine Woche später, am 03.10. 1990 erfolgte der offizielle Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland.

So in der Art werden heutige Schüler über diese Zeit berichten, aber was dazu führte, wie es sich in dieser Zeit und in der Zeit davor lebte – können sie das  nachvollziehen?

Das Buch Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten vom Dr. Roland Henss Verlag, das ich mit herausgeben durfte, erzählt davon, es erzählt nicht von mutigen Tunnelgräbern, die  als Fluchthelfer tätig waren, um Menschen zur Flucht zu verhelfen sondern von „ganz normalen Menschen“ in Ost und West  die durch Mauerbau und Mauerfall verloren und gewonnen hatten, die sich einrichteten und die Grenzen sprengten, die reale und geistige Mauern zum Fallen brachten und versuchten, sich kennen zu lernen – was nicht immer gelang.

Es gibt das Buch als E-Buch und als 2 Bände E-Buch  in deutsch-französisch, für die, die diese schöne Sprache lernen und für die, die sie  können ganz in französisch:

Übrigens hat mein Mann seine Stasi-Akte erhalten und mir erlaubt, in den nächsten Tagen Dokumente hier einzustellen. Als ich die las, dachte ich nur: Armes Deutschland!

Das kleine helle Leuchten


Einst lebte einmal eine Frau, die meinte, dass sie sowenig Glück in ihrem Leben hätte, dass es besser wäre nicht darin zu bleiben und sie ging in den Wald und pflückte sich einen Strauss giftiger Blumen. Die aß sie und legte sich, den Tod erwartend, auf ihr Bett.
Sie lag da so eine Zeit und wartete, da kam ein kleines helles Leuchten in ihre Stube.
„Bist du mein Tod?“ fragte die Frau.
„Nein“ antwortete das weiße Leuchten, „den schwarzen Kerl habe ich draußen getroffen und davon geschickt.“
„Was fällt dir ein, ich erwarte ihn“ rief  da die Frau ärgerlich aus.
Das weiße Leuchten verwandelte sich in eine weiß leuchtende Frau, die ein ihr ähnliches, aber freundlicheres Antlitz hatte.
„Wer bist du?“ fragte die Frau auf dem Bett ganz erstaunt.
“Oh, ich habe viele Namen“ erhielt sie zur Antwort. „du nennst mich, glaube ich, Glück. Und du beklagst dich, dass ich dir nichts schenke, dabei hast du fast jede meiner Gaben geschmäht.“
„Wann hast du mir, seit ich erwachsen bin, etwas geschenkt, Glück?“
„Ich habe dir musische Talente gegeben, aber ich höre dich nicht singen und sehe dich nicht zeichnen.
Ich half dir, einen freundlichen jungen Mann kennen zu lernen und ihn zu heiraten, aber du sahst dann nur, dass andere Männer mehr Geld hatten als deiner.
Ich habe dir eine gesunde, freundliche Tochter geschenkt, aber du hast nur ihre Schulnoten gesehen, die schlechter waren als bei ihrer Freundin.
Ich habe dir die Möglichkeit gegeben, ohne große Mühen deinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, aber du hast nur geklagt, dass du zur Arbeit musst.
Ich habe Dir jedes Jahr einen herrlichen Sommer für den Urlaub geschenkt, aber du hast nur gejammert, dass andere in fernen Ländern Urlaub machen können.
Ich habe dir ein einen Enkelsohn geschenkt, doch du riefst nur, es ist viel zu früh Oma zu werden, du willst ihn nicht.
Als ich gemerkt habe, dass dich meine kostbaren Gaben nicht glücklich machen, habe ich sie zurückgenommen und deiner Tochter, die dich nicht stolz macht und ihrem Sohn, den du nicht willst, in einer anderen Stadt ein Leben ermöglicht, habe dafür gesorgt, dass du nicht mehr morgens zur Arbeit musst, habe deinem Mann eine Arbeit verschafft, wo er weit fort in fernen Ländern ist und viel verdient und den du im Urlaub besuchen kannst und lasse die Sommer hier verregnen; aber das alles gefällt dir nun so wenig, dass du dich davonschleichen willst.
Den Tod fortzuschicken war das Letzte, was ich für dich getan habe, gestalte dein Leben nun selbst mit den Gaben die du von mir erhalten hattest oder tue dir weiter leid und lebe grau und fade.“
Da sagte die Frau: „Ich habe mich schon entschieden“ , stand auf, wusch sich, setzte sich an den Tisch und schrieb einen langen Brief an ihre Tochter und ihren kleinen Enkelsohn.

Als Nachbarn sie nach ein paar Monaten auf der Straße trafen rief sie ihnen im Vorübergehen zu: „Ach Hallo, geht’s gut? Ich habe keine Zeit, meine Tochter und mein Mann warten schon auf mich, mein kleiner Enkelsohn hat Geburtstag.“

Da nickten die Nachbarn und tuschelten miteinander darüber, wie sie sich verändert hätte, sie hätte plötzlich so ein feines helles Leuchten an sich.

©Bettina Buske

29.10.2012 – ich versuch mich wieder an Märchen


Die Glückssucher

Märchen von und mit Bettina Buske

Montag, den 29.10.2012 um 15.30 Uhr
in der Cafeteria
des Elisabeth-Seniorenzentrum Dr. Harnisch Haus.
Liebigstraße 39, 10247 Berlin