Frühlingsgedanken…


Hab gerlernt, im Febuar
erwacht der leuchtende Lenz
in Portugal bei Faro.
Eilig läuft er nordostwärts
Finnlands Küste entgegen.
Vögel künden sein Kommen.
Zügig schreitet er voran,
macht den lichten Tag länger
und erwärmt ganz Europa.

Hab gelesen, ganz früher,
als das Wachsein und Träumen
für die Menschen noch eins war,
folgten sie einem Wagen
mit goldnem Sonnenrad.
Ehrten die Frühlingsgöttin,
lachten, tanzten und sangen.
Mancher, von Lust noch berauscht,
wurde geopfert am See.

So Sterben wollte ich nicht,
den Frühling zu ehren!
Will leben, jeden Tag spürn.
Werd mich hell für ihn kleiden
will im Park dann flanieren
und mich am Blattgrün erfreun.
Werd dem Vogelsang lauschen
und die Sonne genießen,
das nenn ich den Frühling zu ehrn.

© Bettina Buske

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geboren 29.März 1735 – 4. märchenhafte Biografie


Johann Karl August Musäus

– finde ich so Klasse!
Er hat ja einen etwas anderen Ansatz beim Märchenerzählen, sein Bestreben ist es eher, mit Aberglaube aufzuräumen und das macht er mit so einer liebenswerten Ironie, dass ich mir die Mühe gemacht habe, durch eine Textbearbeitung die Sprache und Bilder des 18. Jhd. in unsere Zeit zu übertragen, um ihn zum Vortrag zu bringen.

* 29. März 1735 in Jena;
† 28. Oktober 1787 in Weimar

war ein deutscher Schriftsteller, Literaturkritiker, Schulmann, Philologe und Märchensammler und ein sowohl satirischer wie auch volkstümlicher Erzähler der Aufklärung.

Johann Karl August Musäus wurde am 29. März 1735 als einziger Sohn des Amtskommisarius und Landrichters Johann Christoph Musäus in Jena geboren. Als Neunjähriger kam er zu seinem Onkel in Allstedt, der ihn streng nach christlichen Werten erzog. Beide zogen nach einigen Jahren nach Eisenach, weil Musäus Vater dort eine Stelle als Justiz- und Oberamtmann bekam. An der Universität von Jena studierte er zunächst von 1754 bis 1758 Theologie, wendete sich jedoch danach der klassischen Philologie zu, da er aufgrund gewisser unkirchlicher Verfehlungen die ihm angebotene Pfarrstelle in Farnroda bei Eisenach nicht annehmen durfte.

1763 erhielt Musäus eine Stelle als Pagenhofmeister in Weimar und nahm drei Jahre später eine literaturkritische Tätigkeit als Mitarbeiter der von Friedrich Nicolai herausgegebenen „Allgemeinen deutschen Bibliothek“ auf. Dort rezensierte er etwa 350 zeitgenössische Romane nach den Maßstäben einer aufklärerischen, an der antiken Redekunst orientierten Kunsttheorie. 1769 wurde er von Anna Amalie, der Herzogin Sachsen-Weimar-Eisenachs, zum Professor der klassischen Sprache und Geschichte des dortigen Gymnasiums ernannt. An dieser Schule unterrichtete er auch seinen Neffen August von Kotzebue, der später ebenfalls als Schriftsteller Berühmtheit erlangte.

Im darauffolgenden Jahr heiratete er Juliane Krüger, die ihm später zwei Söhne, Karl und August, schenkte. Seinen Lebensunterhalt hatte er durch die Professorenstelle und Autorentätigkeit gesichert. Fortan führte Musäus ein behagliches Leben abseits des Hofes und des Zentrums der Weimarer Klassik mit ihren Hauptdarstellern. Er war ein Kritiker des Geniekults und der Empfindsamkeit. Seit 1776 war er Freimaurer als Mitglied der Loge ‚Amalia‘ in Weimar. Viel Zeit verbrachte er in seinem Sommerhäuschen mit Garten, über seine dortigen Aufenthalte führte er in den letzten Lebensjahren Buch. Dort empfing und pflegte er freundschaftliche Beziehungen mit den Geistesgrößen seiner Zeit, darunter Herzog Karl August, Bertuch, Bürger, Herder, Lavater, Nicolai, Schröter und nicht zuletzt Wieland, auf dessen Anregung seine berühmte Volksmärchensammlung entstand, die ein großer Erfolg wurde und viele Auflagen sowie Übersetzungen erlebte. 1783 wurde er in den Illuminatenorden als sogenannter ‚Presbyter‘ unter dem Namen ‚Dante Alighieri/Priscillan‘ aufgenommen.

Er starb am 28. Oktober 1787 in Weimar an einem Polypen am Herzen. Johann Gottfried Herder hielt eine Gedenkrede am 30. Oktober 1787. Seine letzte Ruhestätte fand Musäus auf dem Jacobsfriedhof in Weimar. Musäus Nachlass wurde 1791 von Kotzebue unter dem Titel „Nachgelassene Schriften“ herausgegeben.

Das Wohnhaus von Musäus am Kegelplatz in Weimar wird von der Albert Schweitzer-Stiftung genutzt, die dort ein Museum unterhält.

ich versuche mein englisch aufzufrischen


…  und dass, nachdem meine Abi-Prüfung 37 Jahre her ist und ich nur auf drei Jahre in dieser Sprache unterrichtet wurde.  Mein Schwager sandte mir  diese Lektionen zur Einstimmung, aber ob das ein Freundschftsdienst war?

Englischkurs für Anfänger

Drei Hexen schauen sich drei Swatch Uhren an.
Welche Hexe schaut welche Swatch Uhr an???

und nun das Ganze in englischer Sprache!!

Three witches watch three swatch watches.
Which witch watch which swatch watch??

Englisch für Fortgeschrittene:

Drei geschlechtsumgewandelte Hexen schauen sich drei Swatch
Uhrenknöpfe an. Welche geschlechtsumgewandelte Hexe schaut sich
welchen Swatch Uhrenkopf an?

das Ganze wieder in englischer Sprache!

Three switched witches watch three Swatch watch switches. Which
switched witch watch which Swatch watch switch?

Englisch für Profis:

Drei Schweizer Hexen-Schlampen, die sich wünschen
geschlechtsumgewandelt zu sein, schauen sich Schweizer Swatch Uhrenknöpfe an.
Welche Schweizer Hexen-Schlampe, die sich wünscht
geschlechtsumgewandet zu sein, schaut sich welche Swatch Uhrenknöpfe an?

das ganze in Englisch:

Three Swiss witch-bitches, which wished to be switched Swiss
witch-bitches, wish to watch Swiss Swatch watch switches. Which Swiss
witch-bitch which wishes to be a switched Swiss witch-bitch, wishes to
watch which Swiss Swatch watch switch?

Ähmm, vielleicht dass ich doch lieber mongolisch…

Gedicht der Woche 13/2010



Blauer Himmel.
Heiter blick‘ ich, ohne Reue
In des Himmels reine Bläue,
Zu der Sterne lichtem Gold.
Ist der Himmel, ist die Freundschaft,
Ist die Liebe mir doch hold.
Laure, mein Schicksal, laure!

Keine Stürme, keine Schmerzen,
Heit’re Ruh‘ im vollen Herzen,
Kann es aber anders sein?
Blauer Himmel, treue Freundschaft,
Reiche Liebe sind ja mein.
Laure, mein Schicksal, laure!

Hat das Schicksal arge Tücke,
Sieh‘, ich fürchte nichts vom Glücke,
Heiter bin ich, wie die Luft.
Mein der Himmel, mein die Freundschaft,
Mein die Liebe bis zur Gruft.
Laure, mein Schicksal, laure!

Adelbert von Chamisso