Hörbuch: „Treuepunkte“ von Susanne Fröhlich


treuepunkte

Ich behaupte, dem blonden Lockenkopf der Frau Susanne Fröhlich ist beim durchzappen der Fernsehprogramme schon jeder einmal begegnet.
Zu medienpräsent ist diese Autorin, zu markant ihre Stimme, zu ewig gutgelaut ihre Ausstrahlung, als dass man sie übersehen könnte.

Sie schreibt über den normalen Wahnsinn im Alltag von gut situierten Mittelstandsfrauen, über deren Kollegen und Kolleginnen, Freundinnen, Männer, Ehemänner, das Kinderkriegen und Kinderhaben, sowas halt.
Ihre Schreibe ist locker, flott , witzig und die Autorin hat das  Talent, geistreich zu lästern.  Eine intelligente Frau ohne zu großen Tiefgang.

Ich dachte mir,  von der ein Hörbuch ist für mich genau richtig bei der Erledigung des Frühjahresputzes und nutzte die Gelegenheit, sehr günstig eine gebrauchte CD zu erwerben .

Ich habe also gerade  „Treuepunkte“  gehört und… fand das witzig.
Ich weiß aber nicht, ob es mir auch so gefallen hätte, hätte ich nur im Sessel gesessen und zugehört, eher nicht. Dafür ist ihre Stimme dann doch zu markant, ihre Ausstrahlung doch zu gutgelaunt und die Unterhaltung selbst dann doch zu flach.
Aber nur mal  so nebenbei gehört, während man selbst furchtbar wichtige, aber den Geist gar nicht sehr fesselndeTätigkeiten macht, war es gut, wie ein Telefonat  mit einer Freundin über Gott und die Welt.

Susanne Fröhlich scheint ihre  Zuhörerschaft zu polarisieren. Wenn man sich die Bewertungen der „Treuepunkte“ auf amazon ansieht, da hat sie fast gleichermaßen  fünf, drei oder einen Stern erhalten.

Männer fühlten sich von der Stimme der Autorin genervt und von der vermeintlichen Eifersucht ihrer Protagonistin Andrea Schnidt;  Frauen hingegen verziehen ihr nicht, dass “ Treuepunkte “  längst nicht so witzig gewesen wär wie ihre zwei anderen Bücher über die Protagonistin Andrea Schnidt.
Nun, ich kannte die anderen Bücher nicht, kannte aber wohl die Stimme von Susanne Fröhlich.
Mich hat das schon im Fernsehen beeindruckt, wie sie mit ihrer  leicht angedreckten Stimme, die trotzdem eine weibliche Tonlage hat, die Worte pointiert sprudeln lässt und ich fand es auch auf der CD bemerkenswert.

Vermutlich werde ich irgendwann auch den anderen Freuden und Kümmernisse der Andrea Schnidt zwei Ohren leihen,   jedenfalls wenn sich eine günstige Erwerbsgelegenheit ergibt. Schließlich sollen sie ja , amazon-bestätigterweise,  mindestens so witzig sein wie die „Treuepunkte“.

frisch-gepresst

lieblingsstucke

Hörbuch: Die Argonauten


Die Argonautensage kennt wohl jeder, entweder hat man sie gelesen oder wenigstens eine der vielen Verfilmungen gesehen.
Ein Stück, das immer aktuell ist, weil es archetypische  Konflikte erzählt.  In jeder Epoche werden Menschen einen anderen Blickwinkel auf diese Geschichte werfen, werden die Themen ihrer Zeit darin erkennen wollen und sie nach dem ethischem Empfinden der Jetztzeit ausdeuten. Deshalb gibt es auch so viele Bearbeitungen des Stoffes.

Hier nun eine  neue Bearbeitung von Claudia Sperlich. Die Autorin berichtet auf ihrem Blog das Folgende darüber:

Die Verse des Apollonios Rhodios in der Verdeutschung durch Thassilo von Scheffer dienten mir als Vorlage zu meiner Neufassung der Sage, die ich aus dem Blickwinkel der Muse Kalliope erzähle, der Mutter des Sängers und Argonauten Orpheus.
Die Idee zu einer Neufassung der Argonautika hat mit meiner Teilnahme an der Gestaltung eines Internetspieles zu tun. Ich wurde damals beauftragt, für die Spieler die Argonautensage vorzutragen. Die Fassung blieb mir überlassen, und ich sah mich vor dem Problem, daß ich Gustav Schwabs Version – die jede Bücherei hat – nicht mag und das einzige in Berliner Büchereien existiert habende Exemplar einer Apollonios-Übertragung verschollen ist. (Nun habe ich es längst antiquarisch, die Langfassung war mit intensiver Apollonios-Lektüre verbunden – aber damals mußte es sehr schnell gehen, und ich war auf Sekundärliteratur angewiesen.) Dem Frevler, der wertvolle Büchereibestände verschlampt oder gar stiehlt, muß ich dankbar sein – denn ohne ihn hätte ich mich zu dieser Arbeit vermutlich nicht bequemt und eine Menge nutzlosen, aber genußbringenden Wissens nicht erworben.
Die Version, die ich damals – und dann noch öfter – vortrug, ist kürzer, das ausführlichere Hörbuch entstand auf Anregung mehrerer Hörer.

Es handelt sich um eine Tonaufnahme, die zwei CDs füllt. Claudia Sperlich, die sich rezitierend zur Kalliope wandelt, verfügt über die wohl temporierte Stimme und  saubere Sprechweise, die der Musenname erwarten lässt. Man kann sich beim Hören ganz der Geschichte hingeben und wird durch nichts in seiner Versunkenheit gestört. Ein angenehmes Hörerlebnis, das gleichzeitig Entspannung bietet. Sehr zu empfehlen! Beziehen kann man die Aufnahme bei der Künstlerin selbst für 14,90 €  zuzügl. Versandkosten hier .

Hörbuch: Die Nadel – Ken Follett


WARNUNG vor dieser Ausgabe!

Horst Frank liest, ist ja erstmal ein Versprechen auf Hörgenuss. Eigentlich war der  Schauspieler und Synchronsprecher mit seiner markanten  Stimme bestens geeignet für diese Lesung.
Aber leider, man wird enttäuscht, wenn auch amüsiert. So sehr sein großes Können  zu erkennen ist, die ganze Aufnahme durch hatte er „Wasser im Zahn“, vermutlich passte die  Protese nicht.
Nur, soetwas peinliches  bringt man  nicht in Umlauf.
Wer auch immer das getan hat, er hat dem Andenken dieses wunderbaren, geradezu einmaligen  Sprecher damit geschadet. Geben wir ihm die Ehre, die ihm gebührt, indem wir diese Aufnahme unbeachtet lassen.

Ken Follett wurde durch den Thriller „Die Nadel“ bekannt. Der Roman wurde in 30 Sprachen übersetzt, rund 12 Millionen Mal verkauft, mit dem Edgar Award ausgezeichnet und mit Donald Sutherland verfilmt.

Im Jahr 2006 wurde vom Lübbe-Verlag ein Hörbuch, gelesen von Ullrich Pleitgen aufgenommen. Ich habe da noch nicht reinhören können, bin mir aber bei diesem Verlag sicher, dass es ein Hörbuch von guter Qualität ist.

Hörbuch: John Sinclair – Edition 2000


Ja, diesmal wird es ganz trivial….
Romanheftchen des Basteiverlages -Geisterjäger John Sinclair-

sie wurden in verschiedenen Staffeln als Hörspiel aufgenommen und auf CDs gebrannt.

Leichtverdauliche Kost, handwerklich sehr gut gemacht, ein Heer guter, bester Sprecher garantiert Qualität,  erinnert mich an die Edgar- Wallace- Filme.
Spannung, gekrönt mit etwas Witz und die Handlung so unrealistisch, dass sie nicht wirklich unter die Haut geht.
Das kann man getrost 12 jährige hören lassen, damit sie ihren Hunger nach dem Grauen sättigen, ohne Sorge haben zu müssen, es würde ihnen irgendwie schaden.
Ich gebe zu, ich höre da zwischendurch auch gerne mal rein.