Mauerstücke- Erinnerungsgeschichten


Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten

Zwischen  Mauerfall und Wiedervereinigung lag ein Jahr,
aber was war das für ein Jahr!
Wir erlebten Weltgeschichte im Täglichen, und der Alltag
eines jeden änderte sich auffallend.

Irgendwann einmal werden nur noch Historiker und Geschichtslehrer davon sprechen, von den Politikern und Parteien dieser Zeit, von ihren Verhandlungen und Beschlüssen in dieser Zeit.

Davon, wie sich die Wendezeit lebte, was Hoffnung, Wunsch,Enttäuschung und Freude der Menschen war;  wie ihr Lebensgefühl, das werden sie nicht berichten können, weil so etwas  nicht wissenschaftlich überprüfbar ist.

Später , in anderen Zeiten, werden vielleicht die Autoren historischer Stoffe versuchen sich  vorzustellen, wie sich das alles “ Erlebte“  und darüber Romane schreiben, so wie sie  heute über Pharaonen, die Kreuzzüge, die Bartholomäusnacht  oder das Leben im dritten Reich schreiben.
Aber wird es ihnen auch gelingen die Zeit einzufangen ? Oder werden sie  geprägt durch einen rationalen Blick auf diese Epoche  schreiben, und somit ihren Protagonisten nur rationale Gefühle geben, dass das Papier nur so durch den Text raschelt?
Wird  das Lebensgefühl der Wendezeit, der Zeit davor und danach  für sie und somit für den Leser wirklich nachfühlbar sein?
Damit es so wird, hilft nur eines, selber schreiben, jetzt!
Aber die eigene Sicht ist subjektiv, es braucht viele Standpunkte, viele verschiedene Autoren, um die  Zeit  zu bewahren. Eine Anthologie, das ist es!

Das  war (in etwa) der Inhalt eines Gespräches zwischen Patricia Koelle, Autorin aus Westberlin und mir, Bettina Buske, Autorin aus Ostberlin- als wir uns vor Zeiten am Potsdamer Platz zu einem Kaffee trafen und uns wie Kinder darüber freuten, dass das möglich ist.
Aus diesem Treffen wurde Freundschaft und…
ein gemeinsames Projekt, das wir Dank der Unterstützung des  Dr. Ronald Henss Verlages in Angriff nehmen konnten.

Die Teilnahme an der Ausschreibung war rege, wir haben viele, sehr viele interessante Geschichten gelesen. Es war oft bedauerlich auswählen zu müssen, jede eingesendete Geschichte war des Erzählens Wert und ich möchte mich hiermit bei allen Einsendern für die Teilnahme bedanken.

Wir glauben, mit unserer Auswahl an Geschichten einen repräsentativen Querschnitt der Einsendungen getroffen zu haben.

Auf dieses Buch bin ich schon jetzt sehr stolz.

Die Füße der Sterne


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„Die Füße der Sterne“ ist ein Erzählband aus dem Dr. Ronald-Henss-Verlag, ein Buch voller Hoffnungs- und Trostgeschichten von Patricia Koelle. Ich muss da jetzt auch gar nicht viel zu schreiben, den die Autorin stellt ihre Geschichten selbst auf ihrem Blog vor hier.

Jedenfalls, ich bin gerade dabei, mich mit viel Freude daran in diese Geschichten einzulesen, um sie am 25. Januar auf einer Veranstaltung hier öffentlich vorzustellen, in der Hoffnung, dass somit viele, viele Menschen von meiner Lust an ihren Geschichten angesteckt werden und etwas von der Zuversicht, die in den Erzählungen steckt, geschenkt bekommen.

Nachtrag

So, nun ist die Veranstaltung vorbei und ich bin überzeugt, dass ich die Freude an den Geschichten weitergeben konnte.
Aber, das war auch nicht schwierig, mit der Autorin an der  Seite und so einem interessierten Publikum…

Einen Dank auch den Veranstaltern, die für die Pause eine Lach-Yoga-Einlage organisierten

Lesung in Friedenau


der Füllhalter des Grauens
der Füllhalter des Grauens

War am Samstag in Friedenau zu einer Bücherlesung, einer Autorenlesung, genau genommen. Gelesen wurden von Claudia Sperlich Geschichten aus dem „Füllfederhalter des Grauens“, eines der jüngeren Projekte vom Dr. Ronald Henss Verlag.
Dieses Buch ist im Rahmen einer online – Ausschreibung entstanden, alle Erzählungen vereint die Leidenschaft des Herausgebers Jörg Sprave für Füllfederhalter und für das gruselige Genre.
Er hatte einen wunderschönen Preis ausgesetzt für den „Publikumsliebling“, einen Original Montblanc Meisterstück Kolbenfüllhalter.
Wählen sollten den Publikumsliebling die an der Ausschreibung beteiligten Autoren. Dementsprechend war die Wahlbeteiligung relativ gering, denn, sein wir mal ehrlich, welcher geistig gesunde Autor stellt Arbeiten anderer über seine eigene? Und sich selber wählen ging ja nicht…
Nee, keine Angst, das war jetzt ironisch.
Aber nur so kann man das Theater, das nach der Wahl um die gewählte Geschichte veranstaltet wurde, verarbeiten. Für meinen Geschmack hätte das zu berichten ein tolles Vorwort abgegeben und dem Buch noch einen besonderen Pepp verpasst… ich liebe makabre Unterhaltung.

Jedenfalls, es ist eine schöne Anthologie um hinterhältige, verzauberte oder besessene Schreibgeräte entstanden und das ganz besondere ist, dass wer beim Verlag kauft, neben dem Buch auch eine CD bekommen kann, auf der die anderen Geschichten der Ausschreibung als PDF-Datei zu lesen sind. Und sie sind lesenswert!
Geschichten aus diesem Buch las Claudia Sperlich, die als Vortragende zu „Kalliope“ wird,( ihrer Neigung zur Literatur der Antike geschuldet) und in dem Buch mit ihrer Erzählung: Ein Erbstück vertreten ist.

Eigentlich hatte alles gestimmt, um ein schöner Abend zu werden, das Cafe bot ein gutes Ambiente, die Jahreszeit schreit förmlich nach Gruselgeschichten und die Vorleserin beherrscht ihr Hand- ähh Mundwerk. Schade, dass so wenige Leute gekommen sind, glaube nicht, dass das Fernsehen sie besser unterhalten hat.