am 13. August 1961 wurde ganz ohne Absicht eine Mauer errichtet


und die stand und wuchs über 28 Jahre bis sie fiel.

Das Buch  Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten vermittelt etwas vom Lebensgefühl während und nach der deutschen Teilung (gibt es übrigens auch als E-Buch)

Klappe zu, Affe tot

Mauerstücke- Erinnerungsgeschichten (9)


Zwei weitere 3-Satz-Leseproben aus dem Buch

Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten

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Die Geschichte der Berliner Mauer

Thierry Noir
Zu Beginn der 80er Jahre schrieben Menschen ihre Namen auf die Mauer, dann Wörter oder Sprüche, die meist politisch gefärbt waren, erst dann kamen Malereien hinzu.
Im April 1984 bemalten Thierry Noir und Christophe Bouchet ein Stück der drei Meter hohen Mauer so schnell wie möglich mit leuchtenden Farben.
Noir und Bouchet, beide aus Frankreich stammend, lebten zu dem Zeitpunkt schon seit zwei Jahren direkt an der Berliner Mauer

Berliner Mauerjungs

Thomas Gohlke
Denn, was ich noch nicht erwähnte, an das Feld grenzte ein riesiger Stacheldrahtzaun. Ich rannte in das Stacheldrahtgewirr und versuchte meinen Ball herauszupopeln. Ich sah voller Entsetzen, wie das bunte Rund immer kleiner wurde.

Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten (8)


mauerkunst

Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten

2 weitere Leseproben:

Zwei Steine

Tengis Khachapuridse

Das war ein Befehl für uns, zehn künftige Reiseleiter, nach der Abschlussprüfung des Dolmetscherkurses. Die bedrohlich leise Stimme eines untersetzten Mannes, der während der Prüfung nur geschwiegen und uns unentwegt angestarrt hatte, war trotz der Maihitze unangenehm kalt. Dieser Mann war das gefährlichste Mitglied des Prüfungsausschusses.


Grenzen

Inge Wrobel

Nun stand ich vor ihr. Sah sie aus der Nähe. Wie eine liebe Freundin, mit der man jahrelang Briefe tauscht, wohl auch ein Foto, aber von Angesicht zu Angesicht sah man sich bisher nie.

Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten (7)


wall Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten

2 Leseproben:

Wiedervereinigung

Uwe Hartig

„Ich finde, wir haben jetzt genug diskutiert, findest du nicht auch?“, sagte sie.
„Ja, ich finde auch, wir haben jetzt genug gequatscht, schlaf schön!“, sagte er, schaltete das Licht aus und drehte sich auf die andere Seite.
„Kannst du jetzt einfach so schlafen?“, fragte sie.

Zettelwirtschaft

Thomas Stefan

Er las: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.“ Er las es laut, mit heiserer Stimme. Es war der berühmte Ausspruch Ulbrichts.