Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten (2)


Zur Zeit werden die letzten Schönheitskorrekturen durchgeführt und das Buch geht in Druck.  Zeit also, darauf aufmerksam zu machen.

Ich bin gerade dabei, potentielle Leseorte zu erschließen. Leider ist nicht jeder Kunstverein, der einen stehen gelassenen Berliner Mauerturm zur Verfügung bekommen hat der Meinung, solche Lesungen würden in sein Haus passen. Schade, sie wissen nicht, was ihnen entgeht. Andere Anfragen haben einen vom Tenor her positven Bescheid ergeben, eine entgültige Antwort wird es nach Sichtung der Geschichten durch die Betreiber geben.

So suche ich weiter nach Möglichkeiten, der Welt das Thema Mauerbau, Mauerfall und Wiedervereinigung Nahe zu bringen.

Übrigens, man kann das Buch schon vorbestellen: hier

auge

das Bild wurde mit Hilfe der web-Seite photo-funia gestaltet

Mauerstücke- Erinnerungsgeschichten


Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten

Zwischen  Mauerfall und Wiedervereinigung lag ein Jahr,
aber was war das für ein Jahr!
Wir erlebten Weltgeschichte im Täglichen, und der Alltag
eines jeden änderte sich auffallend.

Irgendwann einmal werden nur noch Historiker und Geschichtslehrer davon sprechen, von den Politikern und Parteien dieser Zeit, von ihren Verhandlungen und Beschlüssen in dieser Zeit.

Davon, wie sich die Wendezeit lebte, was Hoffnung, Wunsch,Enttäuschung und Freude der Menschen war;  wie ihr Lebensgefühl, das werden sie nicht berichten können, weil so etwas  nicht wissenschaftlich überprüfbar ist.

Später , in anderen Zeiten, werden vielleicht die Autoren historischer Stoffe versuchen sich  vorzustellen, wie sich das alles “ Erlebte“  und darüber Romane schreiben, so wie sie  heute über Pharaonen, die Kreuzzüge, die Bartholomäusnacht  oder das Leben im dritten Reich schreiben.
Aber wird es ihnen auch gelingen die Zeit einzufangen ? Oder werden sie  geprägt durch einen rationalen Blick auf diese Epoche  schreiben, und somit ihren Protagonisten nur rationale Gefühle geben, dass das Papier nur so durch den Text raschelt?
Wird  das Lebensgefühl der Wendezeit, der Zeit davor und danach  für sie und somit für den Leser wirklich nachfühlbar sein?
Damit es so wird, hilft nur eines, selber schreiben, jetzt!
Aber die eigene Sicht ist subjektiv, es braucht viele Standpunkte, viele verschiedene Autoren, um die  Zeit  zu bewahren. Eine Anthologie, das ist es!

Das  war (in etwa) der Inhalt eines Gespräches zwischen Patricia Koelle, Autorin aus Westberlin und mir, Bettina Buske, Autorin aus Ostberlin- als wir uns vor Zeiten am Potsdamer Platz zu einem Kaffee trafen und uns wie Kinder darüber freuten, dass das möglich ist.
Aus diesem Treffen wurde Freundschaft und…
ein gemeinsames Projekt, das wir Dank der Unterstützung des  Dr. Ronald Henss Verlages in Angriff nehmen konnten.

Die Teilnahme an der Ausschreibung war rege, wir haben viele, sehr viele interessante Geschichten gelesen. Es war oft bedauerlich auswählen zu müssen, jede eingesendete Geschichte war des Erzählens Wert und ich möchte mich hiermit bei allen Einsendern für die Teilnahme bedanken.

Wir glauben, mit unserer Auswahl an Geschichten einen repräsentativen Querschnitt der Einsendungen getroffen zu haben.

Auf dieses Buch bin ich schon jetzt sehr stolz.

Meine liebsten Autorenlesungen


978-3-938882-66-5
Yeahsterday, Lerato-Verlag; ISBN: 978-3-938882-66-5

… sind die Lesungen zu diesem kleinen Buch. Fast hätte ich die Ausschreibung dazu verpasst, wenn mich nicht eine liebe Freundin darauf aufmerksam gemacht hätte. Hat sie aber – zum Glück.

Und so habe ich Erinnerungen an meine Jugend, an den 20. Jahrestag der DDR und die Rolling Stones in eine Datei gebracht und mit Beatlesmusik aufgehübscht. Hat Spass gemacht. Spass hat auch die Zusammenarbeit mit den Herausgebern gemacht – dem Dreamteam Elke Schleich und Holger Dittmann – denen hier noch einmal dafür herzlich gedankt sein soll.

Aber der größte Spass kam dann beim lesen. Anthologien sind ja immer so eine Sache.
Nie erreichen einen alle Autoren gleichermaßen, immer scheint einem ein oder gar mehrere Beiträge nicht ganz so gut, nicht ganz so passend.
Hier nicht, hier in diesem Buch wird zur besonderen Stärke, was in anderen Büchern eher störend wirkt, die Vielfalt der Autoren und ihrer Erzählweisen.

Erreicht haben das die Herausgeber durch die Themensetzung: Die Sechziger- ein Phänomen der Beatles? Die Beatles – ein Phänomen der Sechziger? Nie zuvor und nie danach wurde Musik derart zum Synonym, zur Fanfare für den Aufbruch in eine neue Ära. Was bedeutete dir die Musik der Beatles, wir wollen es lesen. Liebeserklärung oder Hasstirade ist uns gleich.
Ausgewählt wurden dann aus den Einsendungen 35 Beiträgen von 31 Autoren. Und ich versichere, sie haben nicht alle den gleichen Tenor, aber ein starkes Band – geknüpft aus den Beatles, ihrer Musik, dem literarischem Ich und seiner Zeit – hält sie in all ihrer Unterschiedlichkeit zusammen.

Und wie es sich zeigte, glauben auch andere Autoren an dieses Buch. Die Herausgeber haben einen virtuellen Treffpunkt geschaffen, wo wir Autorenlesungen organisieren und die Teilnahme abstimmen können. Durch diese tolle Organisation sind schon etliche schöne Lesungen zu Stande gekommen. Und ich kann nicht wirklich sagen, auf welcher Seite der Spass nun größer ist, beim Publikum oder bei den Lesenden.

Impressionen von Leseveranstaltungen, an denen ich teilnahm

Lesung im Beatlesmuseum (Halle an der Saale)


Dom zu Halle
Dom zu Halle
Cafeplausch und Signierstunde
Cafeplausch und Signierstunde

Lesung in Berlin-Friedrichshain Cafe Sibylle

Autoren lernen sich kennen
Autoren lernen sich kennen
Beginn der Lesung
Beginn der Lesung
Saalblick
Saalblick

Bühnenblick
Bühnenblick
Pause
Pause