01.03.1880


Manfred Kyber wurde (nach gregorianischem Kalender) am 01.März 1880 in Riga (damals noch damals Russisches Kaiserreich) geboren.
Das ist nun 137 Jahre her, aber seine Märchen und Grotesken haben noch immer Weisheit und Witz die den Leser/Zuhörer bereichern können.
Auf Grund seiner religiösen Einstellung scheute er sich nicht auch den Tod als Thema zu wählen und beschenkt uns so in aller Leichtigkeit  Antworten auf die Fragen nach einem gerechten Leben .

Danke – Manfred Kyber,  für die Freude an Deinen wohl hundertjährigen Märchen und Geschichten, die noch immer frisch sind und für die Tier- und Menschenliebe in ihnen, die damit weitergegeben wird.

Ich habe nun entdeckt, dass es auf amazon  Hörbücher mit Manfred-Kyber-Geschichten auf amazon von einem mir bisher unbekannten  Krawuzi Verlag gibt.

Man kann dort auch in die Geschichten hineinhören, sie sind gut gelesen, wenn auch für meinen Geschmack die Stimmen der Sprecher für die Geschichten fast zuviel Volumen haben bin ich mir sicher, dass es den Zuhörern gefallen wird.

Die einzelnen Geschichten/Märchen dauern ca. 10  bis 27min und kosten 0,88€ – ideal als Einschlafhilfe,  um den Alltag hinter sich zu lassen.

Da gibt es zum Beispiel
Der Drache mit dem Kaffeekrug;
Mittsommernacht,
Der Meisterkelch,
Porzellan,
Die Postkutsche ,
Der Generaloberhofzeremonienmeister
und weitere – alle zum Preis von 0,88€ herunterzuladen und immer mal wieder anzuhören.

Aber auch „richtige“ Märchensammlungen kann man erstehen, zum Beispiel 

„Die schönsten Tiermärchen“ mit einer Spieldauer knapp über zwei Stunden, welche man sich für den Preis von 4,95€ herunterladen kann oder als CD für 11,57 erstehen kann.

Alles in allem ein feines Hörvergnügen, dass man sich des öfteren gönnen wird, wenn man erst einmal damit angefangen hat und Märchen- LiebhaberIn ist.

 

 

 

Seefeld in Tirol und Im Vollbesitz des eigenen Wahns


Seit einigen Jahren habe ich Freude am Winterwandern, weshalb ich gern Winterurlaub mache.
Ich hatte auch ein Roman zum Rezensieren mit dabei, hatte anfangs aber Mühe, mich dort einzulesen, so dass ich zwischenzeitlich auch immer mal zu einem Gedichtebuch griff und unter anderem das folgende Gedicht gefunden hatte, welches für mein Empfinden  direkt und schlicht wiedergibt, was ich am Winterwandern so schätze.

Hermann Löns (1866-1914)
Bergwaldwildnis

Was frag ich nach den Menschen
Und nach der lauten Stadt,
Wenn mich die Bergwaldwildnis,
Die weiße Stille hat.

Die Buchenstämme stehen
So schwarz im weißen Schnee,
Seinen Schlafbaum sucht der Bussard,
Zu Felde zieht das Reh.

Der Fuchs bellt unten im Grunde,
Die Eule gibt keine Ruh,
Der Abendwind rührt an den Zweigen,
Der Schnee fällt immerzu.

Im Tale funkeln die Lichter,
Was kümmert mich ihr Schein,
Ich stehe oben am Hange
Und bleibe für mich allein.

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Aber, auch wenn ich anfangs schwer den Einstieg in diesen Rezensions- Roman gefunden hatte, er ließ mich nicht los und von Abend zu Abend griff ich lieber zu diesem Buch.

Ursprünglich fand den Titel humorvoll und hatte das Buch deshalb mit in den Urlaub genommen, aber was ich las, war dann doch  heftig .
Dazu nervte mich anfangs der Satzbau der Übersetzung , welcher dem Leser  schon auf Seite 24 den 10. eingeschobenen Nebensatz „dachte sie“ bescherte und kein Lesevergnügen versprach – zum Glück bin ich langmütig und halte durch, denn der Stil wurde dann viel besser und bereitete  Lesevergnügen; was ich auch von der Story sagen kann.
Hilary Mantel schaffte es, von Leuten zu erzählen, über die keiner berichten möchte und trostlose Lebensumstände zu beschreiben – und der Leser will am Ball bleiben und will miterleben und doch wird er nicht endgültig verstehen können, was mit der Hauptheldin Myriel nun eigentlich ist.

Wie ich erst nach dem Lesen erfahren habe, ist dieses Buch eine Weiterführung des Romans Jeder Tag ist Muttertag und vielleicht hilft es, erst diesen Roman zu lesen um mit der Geschichte klar zu kommen.
Zwar wird der Leser „Im Vollbesitz des eigenen Wahns“ im Verhältnis der der Personen zueinander geführt, aber das reichte nicht, so finde ich, Myriel wirklich verstehen zu können. Man ist hier wie in einem Horror-Film Zuschauer und muss mit wohligem Grusel konsumieren, was angeboten wird.
Spannend ist das allemal, es verschafft einen auch eine andere Sicht, aber ob man das Buch als endgültig befriedigend empfindet, hängt vom Anspruch ab.
Mir hat das Buch gefallen, weil ich gut mit Geschichten klar komme, die mir nicht alles erklären. An solchen Büchern habe ich auch nach dem Lesen noch zu „knappern“, das mag ich.

Rügen


Die panische Angst meiner kleinen alten Hündin vor lauten Geräuschen brachte uns dazu, eine Einladung freudig anzunehmen und den Jahreswechsel auf Binz zu begehen – und wenn man schon mal auf Rügen ist, auch gleich ein paar weitere Tage dort zu verbringen.

Ich liebe Rügen, die Insel ohne  „Inselfeeling“, die so voller Geschichte steckt und diese dazu noch mit Artefakten dokumentiert, die es mir besonders angetan haben,  weil in ihnen etliche Märchenwurzeln zu finden oder zumindest zu vermuten sind.
Eigentlich kann wohl jede Autorin oder jeder Autor dort seine Geschichte finden, entwickeln, niederschreiben, denn bei aller Betriebsamkeit herrscht auf Rügen weder Hektik noch Stress – sodass man zur Ruhe kommen kann und vor dem weiten Horizont seine Gedanken gezielt schweifen lassen, anderseits die Natur geradezu körperlich wahrnehmen kann.Erfahrungen, die fabuliert werden wollen.
Ich selbst kam leider nicht dazu, hoffe aber, doch etwas von dem Gefühl in mir mit nach Berlin genommen zu haben – und ein paar Fotos für vorbeischauende Leser habe ich auch noch.

 

 

Gedicht der Woche 25/2016


Lyrik unterm Regenschirm

Fred Endrikat *1890 †1942

 Ich saß am Hesselohersee,
es tröpfelt–e und tröpfelt–e.
Ich dachte mir: Wie wunderbar
gegen heut‘ der vorige Sonntag war,
als sanft die Sonne lagert–e
wohl auf dem blitzeblanken See.

Wie wäre es auf Erden fein,
könnt‘ es doch ewig voriger Sonntag sein.
Wie sang schon einst so wunderschön
der Trompetersmann von Säckin-gen:
Es ist gar häßlich eingericht‘,
drum gibt’s kein‘ ewig vorigen Sonntag nicht! –

Am Tische saß ein Mann gerad‘,
der Kreuzworträtsel lösen tat.
Im Rasen spielt ein blondes Kind,
ein Kranz in seinen Locken hing.
Sein Antlitz war so zart und fein,
so zart und fein wie Elfenbein.

Ein Schwan durchschwante kühn den See,
ein Vöglein mich bekleckert–e,
die Geige schluchzte in die Höh‘,
mein Herz ergriff ein leises Weh.
Ich saß am Hesselohersee,
es tröpfelt–e und tröpfelte–e – – –

 

Am 24. Januar 2016 soll ein Tag der Komplimente sein


Erschaffen wurde der Tag der Komplimente 1998 von Kathy Chamberlin und Debby Hoffman. Beide US-Amerikanerinnen stammen aus dem Staat New Hampshire und ihr Ziel war es, dass nahestehenden Personen an diesem Tag gezeigt wird, dass sie gemocht werden. Chamberlin und Hoffman betonen extra, dass nicht jedem Komplimente gemacht werden sollen. So bleibt genug Zeit, um sich für jede Person ein eigenständiges und liebevolles Kompliment zu überlegen.
Zitat: www.kleiner-kalender.de
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Herkunft des Wortes Kompliment

von gleichbedeutend französisch: compliment → fr im 17. Jahrhundert entlehnt; über italienisch von mittelspanisch: complimiento → es = „Fülle, Überfluss“, „Erfüllung des Gebots der Höflichkeit“; zu dem mittelspanischen Verb complir → es = „auffüllen“ gebildet; aus lateinisch: complere → la = „vollmachen, ausfüllen“; aus dem Präfix con-, com- = mit, zusammen und dem Adjektiv plenus → la = „voll[1][2][3]; vergleiche komplementär
Komplimente zu machen fällt vielen Leuten schwer, dabei ist es doch ganz unkompliziert. Heiratsschwindler und andere Betrüger beherrschen die Kunst des Komplimente machens dafür um so besser. Würden wir alle da großzügiger sein, hätten die wohl nicht so viel Erfolg.
Was ist eigentlich ein Kompliment?
Wikipedia sagt dazu:

Ein Kompliment ist eine wohlwollende, freundliche Äußerung: Eine Person hebt gegenüber einer anderen Person etwas hervor, was der ersteren an der anderen Person besonders gefällt bzw. positiv auffällt. Es können sowohl Eigenschaften oder Leistungen sein als auch äußere Merkmale wie eine geschmackvolle Kleidungsauswahl oder die körperliche Beschaffenheit.

Ein Kompliment kann aber auch die Form eines Einschmeichelns darstellen, um bei einem anderen aufgrund von positiven Bemerkungen ein Wohlwollen zu erwecken.

Wie reagieren die Leute auf Komplimente?

Die Reaktion auf Komplimente kann je nach Kulturkreis sehr unterschiedlich festgelegt sein. Während man in China dazu verpflichtet ist, ein Kompliment mehrmals zurückzuweisen, etwa mit Phrasen wie: „Ach nein!“, „Sie übertreiben!“ oder „Zu viel des Lobes!“, ist es in Europa eher Sitte, ein Kompliment dankend anzunehmen, um den anderen nicht zu zwingen, sein Kompliment zu wiederholen. Antworten dafür können sein: „Oh vielen Dank, das ist aber nett!, oder „Wirklich? Sehr schmeichelhaft!“. Es ist auf jeden Fall immer richtig, sich über ein ernst gemeintes Kompliment aufrichtig zu freuen und diese Freude auch zu zeigen. Komplimente sollen eine gute Gesprächsatmosphäre schaffen. Am besten gibt man das Kompliment gleich zurück, etwa: „Sie sind aber auch nicht von schlechten Eltern!“ oder „Darin sind doch gerade Sie der größte Profi!“ u.ä.. Oder man bemüht sich, dem Gesprächspartner bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit ebenfalls ein Kompliment zu machen.

Empfänger und Absender eines Kompliments erleben kurzfristig die gleiche positive Empfindung. Durch diese „emotionale Resonanz“ entsteht nicht bewusst eine starke Sympathie. Menschen machen bevorzugt Komplimente zu solchen Eigenschaften die ihnen auch selbst zugeschrieben werden.

Komplimente werden oft als oberflächlich und sogar unehrlich verschrien. Man sollte sich also bemühen, nur ernst gemeinte Komplimente zu machen. Gerade durch den Vorsatz aber, häufige und ehrliche Komplimente machen zu wollen, eröffnet sich die Gelegenheit, in anderen Menschen bewusst die guten Seiten zu entdecken.

Umgangssprachlich gibt es die Ausdrucksform „Komplimente angeln“, womit gemeint ist, dass jemand versucht, aufgrund seines Verhaltens von anderen Komplimente zu erhalten. Dieses muss aber nicht unbedingt als negativ angesehen werden.

Eine Variante hiervon ist, seine Schwächen oder schwachen Seiten hervorzuheben, um daraufhin von anderen für die Stärken gelobt zu werden.

Laut einer Umfrage des Männermagazins Men’s Health aus dem Jahr 2008 hören Frauen von Männern am liebsten die Komplimente „Mhh, du riechst so unglaublich gut“ (58%), „Ich liebe dein tolles Lächeln“ (56%) und „Du bist das beste, was mir in meinem Leben bisher passiert ist“ (55%).

Aber dieser Tag ist nicht der einzigste Tag, der das Komplimentemachen ehrt. Der kleine Kalender berichtet auch, dass der 01. März ist zum Welttag der Komplimente erklärt worden ist, wer auch immer diesen ausgerufen haben soll.
Wer und warum auch immer, ein nettes Kompliment zu hören bringt eine kleine Freude in den Tag des Empfängers, und das ist  ein guter Grund, jeden  einzelnenTag zum Tag des – ehrlichen – Kompliments zu machen. Aber Vorsicht, mit Überlegung, was man eigentlich sagen möchte, denn mache Komplimente können auch wie eine Beleidigung treffen.

Ostsee auf Bildern und zum lesen


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Möwe

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Ich hatte gerade meine Urlaubsbilder gesichtet und einige davon bei Pixabay eingestellt, um sie auch anderen Bloggern zur Verfügung stellen zu können.
Nicht alle meine Fotos entsprechen den Qualitätsanforderungen der Seite, so auch diese drei Fotos hier nicht, aber ich mag sie trotzdem und es entstehen wieder Urlaubsgefühle,  wenn ich sie ansehe, denn genau SO war es auf Rügen und Hiddensee in diesem Oktober.

Diese Urlaubsempfindungen hatte ich  aber auch beim Lesen des ersten Bandes der  Ostsee-Triologie „Das Meer in deinem Namen“ geschrieben von Patricia Koelle, die  das Meer liebt und so sinnlich beschreiben kann.
Ihre Bücher bezeichnet sie selbst sehr treffend als Wellness-Literatur. Und ihre Art zu erzählen ist auch eine besondere, denn sie kann den Dystopien, Krimis, Thriller und Horrorgeschichten nichts abgewinnen und setzt mit ihrer Art zu Schreiben  diesen Gattungen etwas entgegen, in dem das Böse keinen Raum bekommt und dafür die kleinen hübschen Momente des Alltags desto mehr – das zu lesen kann wirklich Wellness für die Seele sein und ist wunderbar dafür geeignet, den Tag ausklingen zu lassen.
Ich will aber nicht verschweigen, dass es neben den vielen lobenden auch ein paar  Rezensionen  von Lesern gibt, die mit ihrer besonderen Wahrnehmung nicht klarkommen und es als Kitsch und Langeweile abtun.
Ich hatte – wie die meisten Leser – Freude am Text und habe mich jeden Abend auf die Erlebnisse und Eindrücke der Heldin Charly gefreut, auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass die Stärken von Patricia Koelles Erzählweise besonders im Genre Kurzgeschichten zum Ausdruck kommen kann.
Doch da die Kurzgeschichten  beim Lese – Publikum gerade nicht gefragt sind wäre es schade gewesen, wenn sie für den Grabbeltisch oder gar nicht mehr schreiben würde. So ist  hat sie das Romangenre um eine geradezu lyrische Variante bereichert, den man nicht im Stück verschlingt, sondern täglich in kleiner Dosis genießt.

Wirklich Dativ oder Genitiv oder wie du willst ?


Ich schreibe ganz gerne Rezensionen zu Produkten, die ich online gekauft habe und richte mich bei der Kaufentscheidung auch an Rezensionen, die andere Käufer geschrieben haben.
Letztens schrieb ich eine Rezension für eine Kette, bei der mich nur der Anhänger interessierte. Ich schrieb also flott los… wegen dem Anhänger gekauft und hatte gleich ein Fragezeichen im Hirn. Wegen dem Anhänger, ist das richtig? Falsch ist es ja eigentlich nicht wirklich. Wegen des Anhängers gekauft habe klingt furchtbar und ist auch nicht falsch – des Anhängers wegen – die Wendung hat mich dann zufrieden gestellt.

Aber das Thema blieb im Hirn und begann zu googeln, und fand dieses grammatische Informationssystem des Instituts für Deutsche Sprache, wo sich auch mit der Frage wegen dem – wegen des beschäftigt wurde.

http://hypermedia.ids-mannheim.de/call/public/fragen.ansicht?v_id=67

Als Quint möchte ich daraus zitieren:

  • Die vielleicht wichtigste Feststellung gilt der Bedeutung der verschiedenen Formen: Anders als etwa bei auf den Baum und auf dem Baum wirkt sich die Wahl des auf wegen folgenden Kasus (Wes- oder Wemfall) in keiner Weise auf die Bedeutung des Gesagten aus oder auch nur dessen Verständlichkeit. Wenn es manchem dennoch der Rede wert scheint, nicht einfach beides nebeneinander bestehen zu lassen, dann hat dies wohl in erster Linie damit zu tun, dass die Wahl des Kasus zum Kriterium für Gruppenzugehörigkeit erhoben wird, ganz so, wie dies mit der Wahl einer bestimmten Weise, sich zu kleiden, erreicht werden kann.
  • Soweit sich für das heutige Deutsch überhaupt so etwas wie die Bedeutung eines Kasus ausmachen lässt, liegen Genitiv und Dativ in vielen Verwendungen nah beieinander und besagen, dass da etwas ist, was anderem zukommt, widerfährt, gehört oder einfach zuzuordnen ist. Wie nah beides zusammen liegt, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass die Sprecher des von Adelung kritisierten „Oberdeutschen“ problemlos ganz ohne Genitiv auskommen – nicht anders übrigens als Sprecher und Schreiber des Italienischen und Französischen, in deren Sprachen im nominalen Bereich längst eine Präposition (di bzw. de) die Funktion der Genitivendung übernommen hat.