Die Krosann-Saga


Noch vor einem Jahr habe ich  gesagt: Fantasy ist nicht so meins…., seit ich eine audible-Mitgliedschaft habe, hat sich das aber gewaltig geändert. Ich weiß jetzt gar nicht, wie ich mich an dieses Genre angeschlichen habe, ob es die Gier war, für meine 9,95 € möglichst viel Text erzählt zu bekommen oder ob es ein preisgesenktes Angebot war – jedenfalls war die Krosann-Saga von Sam Feuerbach mein erstes Fantasy-Hörbuch.
Es gibt diese Saga als Buchserie, als E-Book-Serie und  eben als Hörbuch-Serie, eingelesen vom Sprecher Robert Frank.
Robert Frank liest perfekt, er trifft in jedem Satz den richtigen Erzählton, das allein macht das Zuhören schon zur Freude.
Aber auch am Buch- naja ich am ehesten am E-Buch – hätte ich an der Geschichte viel Freude gehabt, denn Sam Feuerbach kann seine Figuren so gestalten, dass man sie hasst oder liebt und unbedingt wissen muss, wie es mit ihnen weitergeht.

Da ist Prinz Karek, wirklich dick und ziemlich verfressen, dabei aber einsam, herzensgut und intelligent, da ist eine Auftragsmörderin ohne Namen, ohne Herkunft aber mit Erinnerungsfetzen und ganz großer Entschlossenheit,welche den Prinzen töten soll, da ist der Vater des Prinzen, der seinen Antrieb etwas verloren hat- kurzum, es ist spannend und niemals nur eindimensional.
Eigentlich ist diese Saga ein wunderbarer Entwicklungsroman, spannend wie ein Thriller – ein kleines bisschen Magie kommt auch noch vor – und so fantastisch die Länder um Toladar auch sind, die Figuren und ihre Handlungen sind verständlich, man kann die Beweggründe ihres Handelns nachvollziehen und ist dadurch immer dicht dabei. Das war richtig gute Unterhaltung.

Der Autor hat eine Eigene Homepage, auf der er seine Werke – und somit auch die Krosann-Saga – vorstellt : Sam Feuerbach

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was mich an Journalisten ärgert


… ist, dass Beiträge kaum mehr aus einer neutralen, alles hinterfragenden Sicht geschrieben werden, sondern auf Grund einer festen politischen Gesinnung, die im Beitrag dargestellt wird. Dadurch wird nichts mehr hinterfragt und Falsches unbewusst verbreitet, weil es „gefühlt“ richtig ist.

Heute ist der 08. März – Internationaler Frauentag, was der Tagesspiegel unter anderem mit  einen Artikel von Ronja Ringelstein Der Feminismus muss sich auf das Wesentliche konzentrieren berücksichtigt, in dem sie auch auf die lächerliche Aussage des polnischen EU-Abgeordnete Janusz Korwin-Mikke über die Rechtmäßigkeit ungleicher Entlohnung von Frauen einging, sowie auf die damals in den Medien anders dargestellte Grundlage der Anrede aller Profesurinhaber*innen der Leipziger Universität mit Professorin – welche, wenn sie so wie in ihrem Artikel erklärt wird, eigentlich folgerichtig war. Dass der Fakt der Anrede zu so einem negativen Echo führte, ist der falschen Darstellung in den Medien geschuldet – die von den Intentionen der genderbezweifelnden Journalisten und nicht von deren Recherche geleitet wurden.

Was mich nun an diesem Artikel von Ronja Ringelstein aber beißt – und zum Schreiben bringt – ist der folgende Passus:

Das Sternchen mitten in einem Wort, um die weibliche Endung *innen anzufügen, ist nicht schön. Doch es ärgert schon ein bisschen, über den Ursprung der Worte „herrlich“ und „dämlich“ nachzudenken. Gegen diese Ungerechtigkeit, die schwarz auf weiß im Duden geschrieben steht, gibt es einfach keine schlagfertige Antwort. Zu fordern, diese Worte nicht mehr zu benutzen, wäre dennoch albern.

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 Liebe Ronja Ringelstein, das lese ich also und erinnere mich an den Kindheitsspruch:

Denke nie, gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken                      
ist gedankenloses Denken

Hier wäre es besser gewesen, statt lange nachzudenken und sich heiß zu machen einen Blick ins DWDS (Das Wortauskunftssystem zur deutschen Sprache in Geschichte und Gegenwart) zu werfen, das ist sogar online zugänglich.
So hätten Sie bezüglich der Herkunft und Bedeutung des Wortes dämlich für sich Klarheit geschaffen und sich jeglichen bisschen Ärger vermieden.
War das nun Ihr Unwissen oder sitzt bei Ihnen der Wunsch, die Diffamierung des Weiblichen zu beweisen so tief, dass Tatsachen nicht reichen und Vermutungen gepflegt werden müssen?
Zur Info:

dämlich Adj. ‘dumm, beschränkt’. Die seit dem 18. Jh. belegte, vom Nd. ausgehende und erst nach 1900, vornehmlich als derbe Schelte, im größten Teil des dt. Sprachgebiets geläufige Bildung setzt wie das mit anderem Suffix abgeleitete, heute noch im Bair.-Öst. allein geltende gleichbed. obd. und md. Adjektiv damisch (ältere Nebenform dämisch, 15. Jh., bis ins 19. Jh. auch ‘benommen, schwindlig’) germ. *þēm- voraus, das sich mit aind. tā́myati ‘erstickt, wird betäubt’, lat. tēmētum ‘berauschendes Getränk’, tēmulentus ‘berauscht’, aslaw. tomiti, russ. tomít’ (томить) ‘quälen’ auf die Wurzel ie. *tem- ‘geistig benommen,

Kurzgefasst, es wäre dämlich, eine Ableitung von Dame zu herzuleiten.
Dame bedeutet übrigens laut DWDS

Dame f. ‘Frau von Bildung und gepflegtem Äußeren’, heute allgemein höfliche Bezeichnung für eine weibliche Person. Aus lat. domina (synkopiertdomna, 1. Jh.) ‘Herrin, Gebieterin, Hausfrau’ hervorgegangenes gleichbed. afrz. dame findet sich gelegentlich in mhd. Texten als Teil fremdsprachiger Floskeln; Ende des 16. Jhs. wird frz. dame ins Dt. entlehnt, ist in der Bedeutung ‘geliebte Frau, Herrin’ zunächst Modewort der höfisch-galanten Dichtung (wie ↗Kavalier und ↗Galan, s. d.) und seit Mitte des 17. Jhs. die übliche Benennung für Frauen des Adels; auf bürgerliche Frauen wird es erst gegen Ende des 18. Jhs. angewendet. Daneben tritt im 17. Jh. die (wohl durch Euphemismus entstandene) Bedeutung ‘Geliebte, Mätresse, Dirne’ auf (so auch das Deminutivum Dämchen), die in der 2. Hälfte des 19. Jhs. erneut gebräuchlich wird. Im 17./18. Jh. kommt häufig noch frz. Pluralbildung Dames vor. Bis Anfang des 18. Jhs. ist neben Dame auch die aus dem Ital. oder Span. entlehnte Form Dama bezeugt (ital. span. dama nach frz. dame, dagegen regelrecht aus lat. domina entwickelt ital. donna, span. dueña, doña). Übertragene Verwendungen von Dame sind ‘dritthöchste Spielkarte’ (Mitte 17. Jh.) und ‘zugstärkste Figur des Schachspiels’ (Mitte 18. Jh.), doch kann hier auch gesonderte Übernahme aus dem Frz. vorliegen, ebenso wie bei Dame ‘dem Schach ähnliches Brettspiel’ (17. Jh., auch als Mask. Dam), zuerst bekannt im Kompositum Damespiel (Anfang 17. Jh., ohne Zusammenhang mit mnd. dōmspil, das zu mnd. dōm m. ‘Urteil, Gesetz’ gehört) nach dem Vorbild von frz. jeu de dames, span. juego de damas; zur möglichen Umdeutung eines anders motivierten arab. Namens im Span. vgl.Lokotsch Wörter oriental. Ursprungs (1927) 149.

Auch das herrlich ist längst nicht so geschlechtsbezogen , wie es Ihnen vielleicht vorkommt.

herrlich Adj. ‘hervorragend, ausgezeichnet’, ahd. hērlīh (um 1000), mhd. hērlich (daneben md. hirlich, herrelich), asächs. mnd. hērlīk, mnl. heerlijc, nl. heerlijk ist ursprünglich Ableitung von dem unter ↗hehr (s. d.) angeführten Adjektiv, wird jedoch schon im Ahd. vereinzelt mit hē̌r(r)o (s. ↗Herr) in Verbindung gebracht. Der Anschluß an Herr zeigt sich seit mhd. Zeit auch in der Form ( Kürzung des Stammvokals und Doppelkonsonanz), obwohl andererseits weiterhin Schreibungen wie hehrlich (16. Jh.) und herlich (19. Jh.) auf die lautliche und inhaltliche Nähe von hehr verweisen.herrlich bedeutet zunächst ähnlich wie hehr soviel wie ‘erhaben, hervorragend’, nimmt unter Einfluß von Herr im Mhd. und Frühnhd. auch den Sinn ‘herrenmäßig, herrisch’ an und ist in der Sprache der Gegenwart Ausdruck für ‘in hohem Maße als gut oder schön empfunden’. Herrlichkeit f. ‘Großartigkeit’, mhd. hērlīcheit, mnd. hērlichēt, herrlich(c)eit. Mnd. und mhd. seit dem 14. Jh. insbesondere rechtssprachlich im Sinne von ‘Gesamtheit der Herrschaftsrechte, Gerichtsbarkeit’, ferner ‘Herrschaftsgebiet’ und nhd. in respektvoller Anrede Eure Herrlichkeit (17. Jh., für lat.exellentia und dignitās).

weshalb es ja auch den Herren und die Herrin gibt, oder die Herr*in, falls man nicht beides schreiben will und sich vor dem Stern nicht graust.
Kurzum, die Worte unserer Sprache sind nicht die Ursache des Problems, sie sind gänzlich wertneutral. Erst  falsche Interpretationen machen sie zu einem Mittel der Unterdrückung und hier kann man immer mit Wissen gegensteuern.

 

01.03.1880


Manfred Kyber wurde (nach gregorianischem Kalender) am 01.März 1880 in Riga (damals noch damals Russisches Kaiserreich) geboren.
Das ist nun 137 Jahre her, aber seine Märchen und Grotesken haben noch immer Weisheit und Witz die den Leser/Zuhörer bereichern können.
Auf Grund seiner religiösen Einstellung scheute er sich nicht auch den Tod als Thema zu wählen und beschenkt uns so in aller Leichtigkeit  Antworten auf die Fragen nach einem gerechten Leben .

Danke – Manfred Kyber,  für die Freude an Deinen wohl hundertjährigen Märchen und Geschichten, die noch immer frisch sind und für die Tier- und Menschenliebe in ihnen, die damit weitergegeben wird.

Ich habe nun entdeckt, dass es auf amazon  Hörbücher mit Manfred-Kyber-Geschichten auf amazon von einem mir bisher unbekannten  Krawuzi Verlag gibt.

Man kann dort auch in die Geschichten hineinhören, sie sind gut gelesen, wenn auch für meinen Geschmack die Stimmen der Sprecher für die Geschichten fast zuviel Volumen haben bin ich mir sicher, dass es den Zuhörern gefallen wird.

Die einzelnen Geschichten/Märchen dauern ca. 10  bis 27min und kosten 0,88€ – ideal als Einschlafhilfe,  um den Alltag hinter sich zu lassen.

Da gibt es zum Beispiel
Der Drache mit dem Kaffeekrug;
Mittsommernacht,
Der Meisterkelch,
Porzellan,
Die Postkutsche ,
Der Generaloberhofzeremonienmeister
und weitere – alle zum Preis von 0,88€ herunterzuladen und immer mal wieder anzuhören.

Aber auch „richtige“ Märchensammlungen kann man erstehen, zum Beispiel 

„Die schönsten Tiermärchen“ mit einer Spieldauer knapp über zwei Stunden, welche man sich für den Preis von 4,95€ herunterladen kann oder als CD für 11,57 erstehen kann.

Alles in allem ein feines Hörvergnügen, dass man sich des öfteren gönnen wird, wenn man erst einmal damit angefangen hat und Märchen- LiebhaberIn ist.

 

 

 

Seefeld in Tirol und Im Vollbesitz des eigenen Wahns


Seit einigen Jahren habe ich Freude am Winterwandern, weshalb ich gern Winterurlaub mache.
Ich hatte auch ein Roman zum Rezensieren mit dabei, hatte anfangs aber Mühe, mich dort einzulesen, so dass ich zwischenzeitlich auch immer mal zu einem Gedichtebuch griff und unter anderem das folgende Gedicht gefunden hatte, welches für mein Empfinden  direkt und schlicht wiedergibt, was ich am Winterwandern so schätze.

Hermann Löns (1866-1914)
Bergwaldwildnis

Was frag ich nach den Menschen
Und nach der lauten Stadt,
Wenn mich die Bergwaldwildnis,
Die weiße Stille hat.

Die Buchenstämme stehen
So schwarz im weißen Schnee,
Seinen Schlafbaum sucht der Bussard,
Zu Felde zieht das Reh.

Der Fuchs bellt unten im Grunde,
Die Eule gibt keine Ruh,
Der Abendwind rührt an den Zweigen,
Der Schnee fällt immerzu.

Im Tale funkeln die Lichter,
Was kümmert mich ihr Schein,
Ich stehe oben am Hange
Und bleibe für mich allein.

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Aber, auch wenn ich anfangs schwer den Einstieg in diesen Rezensions- Roman gefunden hatte, er ließ mich nicht los und von Abend zu Abend griff ich lieber zu diesem Buch.

Ursprünglich fand den Titel humorvoll und hatte das Buch deshalb mit in den Urlaub genommen, aber was ich las, war dann doch  heftig .
Dazu nervte mich anfangs der Satzbau der Übersetzung , welcher dem Leser  schon auf Seite 24 den 10. eingeschobenen Nebensatz „dachte sie“ bescherte und kein Lesevergnügen versprach – zum Glück bin ich langmütig und halte durch, denn der Stil wurde dann viel besser und bereitete  Lesevergnügen; was ich auch von der Story sagen kann.
Hilary Mantel schaffte es, von Leuten zu erzählen, über die keiner berichten möchte und trostlose Lebensumstände zu beschreiben – und der Leser will am Ball bleiben und will miterleben und doch wird er nicht endgültig verstehen können, was mit der Hauptheldin Myriel nun eigentlich ist.

Wie ich erst nach dem Lesen erfahren habe, ist dieses Buch eine Weiterführung des Romans Jeder Tag ist Muttertag und vielleicht hilft es, erst diesen Roman zu lesen um mit der Geschichte klar zu kommen.
Zwar wird der Leser „Im Vollbesitz des eigenen Wahns“ im Verhältnis der der Personen zueinander geführt, aber das reichte nicht, so finde ich, Myriel wirklich verstehen zu können. Man ist hier wie in einem Horror-Film Zuschauer und muss mit wohligem Grusel konsumieren, was angeboten wird.
Spannend ist das allemal, es verschafft einen auch eine andere Sicht, aber ob man das Buch als endgültig befriedigend empfindet, hängt vom Anspruch ab.
Mir hat das Buch gefallen, weil ich gut mit Geschichten klar komme, die mir nicht alles erklären. An solchen Büchern habe ich auch nach dem Lesen noch zu „knappern“, das mag ich.

Rügen


Die panische Angst meiner kleinen alten Hündin vor lauten Geräuschen brachte uns dazu, eine Einladung freudig anzunehmen und den Jahreswechsel auf Binz zu begehen – und wenn man schon mal auf Rügen ist, auch gleich ein paar weitere Tage dort zu verbringen.

Ich liebe Rügen, die Insel ohne  „Inselfeeling“, die so voller Geschichte steckt und diese dazu noch mit Artefakten dokumentiert, die es mir besonders angetan haben,  weil in ihnen etliche Märchenwurzeln zu finden oder zumindest zu vermuten sind.
Eigentlich kann wohl jede Autorin oder jeder Autor dort seine Geschichte finden, entwickeln, niederschreiben, denn bei aller Betriebsamkeit herrscht auf Rügen weder Hektik noch Stress – sodass man zur Ruhe kommen kann und vor dem weiten Horizont seine Gedanken gezielt schweifen lassen, anderseits die Natur geradezu körperlich wahrnehmen kann.Erfahrungen, die fabuliert werden wollen.
Ich selbst kam leider nicht dazu, hoffe aber, doch etwas von dem Gefühl in mir mit nach Berlin genommen zu haben – und ein paar Fotos für vorbeischauende Leser habe ich auch noch.

 

 

Gedicht der Woche 25/2016


Lyrik unterm Regenschirm

Fred Endrikat *1890 †1942

 Ich saß am Hesselohersee,
es tröpfelt–e und tröpfelt–e.
Ich dachte mir: Wie wunderbar
gegen heut‘ der vorige Sonntag war,
als sanft die Sonne lagert–e
wohl auf dem blitzeblanken See.

Wie wäre es auf Erden fein,
könnt‘ es doch ewig voriger Sonntag sein.
Wie sang schon einst so wunderschön
der Trompetersmann von Säckin-gen:
Es ist gar häßlich eingericht‘,
drum gibt’s kein‘ ewig vorigen Sonntag nicht! –

Am Tische saß ein Mann gerad‘,
der Kreuzworträtsel lösen tat.
Im Rasen spielt ein blondes Kind,
ein Kranz in seinen Locken hing.
Sein Antlitz war so zart und fein,
so zart und fein wie Elfenbein.

Ein Schwan durchschwante kühn den See,
ein Vöglein mich bekleckert–e,
die Geige schluchzte in die Höh‘,
mein Herz ergriff ein leises Weh.
Ich saß am Hesselohersee,
es tröpfelt–e und tröpfelte–e – – –

 

Am 24. Januar 2016 soll ein Tag der Komplimente sein


Erschaffen wurde der Tag der Komplimente 1998 von Kathy Chamberlin und Debby Hoffman. Beide US-Amerikanerinnen stammen aus dem Staat New Hampshire und ihr Ziel war es, dass nahestehenden Personen an diesem Tag gezeigt wird, dass sie gemocht werden. Chamberlin und Hoffman betonen extra, dass nicht jedem Komplimente gemacht werden sollen. So bleibt genug Zeit, um sich für jede Person ein eigenständiges und liebevolles Kompliment zu überlegen.
Zitat: www.kleiner-kalender.de
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Herkunft des Wortes Kompliment

von gleichbedeutend französisch: compliment → fr im 17. Jahrhundert entlehnt; über italienisch von mittelspanisch: complimiento → es = „Fülle, Überfluss“, „Erfüllung des Gebots der Höflichkeit“; zu dem mittelspanischen Verb complir → es = „auffüllen“ gebildet; aus lateinisch: complere → la = „vollmachen, ausfüllen“; aus dem Präfix con-, com- = mit, zusammen und dem Adjektiv plenus → la = „voll[1][2][3]; vergleiche komplementär
Komplimente zu machen fällt vielen Leuten schwer, dabei ist es doch ganz unkompliziert. Heiratsschwindler und andere Betrüger beherrschen die Kunst des Komplimente machens dafür um so besser. Würden wir alle da großzügiger sein, hätten die wohl nicht so viel Erfolg.
Was ist eigentlich ein Kompliment?
Wikipedia sagt dazu:

Ein Kompliment ist eine wohlwollende, freundliche Äußerung: Eine Person hebt gegenüber einer anderen Person etwas hervor, was der ersteren an der anderen Person besonders gefällt bzw. positiv auffällt. Es können sowohl Eigenschaften oder Leistungen sein als auch äußere Merkmale wie eine geschmackvolle Kleidungsauswahl oder die körperliche Beschaffenheit.

Ein Kompliment kann aber auch die Form eines Einschmeichelns darstellen, um bei einem anderen aufgrund von positiven Bemerkungen ein Wohlwollen zu erwecken.

Wie reagieren die Leute auf Komplimente?

Die Reaktion auf Komplimente kann je nach Kulturkreis sehr unterschiedlich festgelegt sein. Während man in China dazu verpflichtet ist, ein Kompliment mehrmals zurückzuweisen, etwa mit Phrasen wie: „Ach nein!“, „Sie übertreiben!“ oder „Zu viel des Lobes!“, ist es in Europa eher Sitte, ein Kompliment dankend anzunehmen, um den anderen nicht zu zwingen, sein Kompliment zu wiederholen. Antworten dafür können sein: „Oh vielen Dank, das ist aber nett!, oder „Wirklich? Sehr schmeichelhaft!“. Es ist auf jeden Fall immer richtig, sich über ein ernst gemeintes Kompliment aufrichtig zu freuen und diese Freude auch zu zeigen. Komplimente sollen eine gute Gesprächsatmosphäre schaffen. Am besten gibt man das Kompliment gleich zurück, etwa: „Sie sind aber auch nicht von schlechten Eltern!“ oder „Darin sind doch gerade Sie der größte Profi!“ u.ä.. Oder man bemüht sich, dem Gesprächspartner bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit ebenfalls ein Kompliment zu machen.

Empfänger und Absender eines Kompliments erleben kurzfristig die gleiche positive Empfindung. Durch diese „emotionale Resonanz“ entsteht nicht bewusst eine starke Sympathie. Menschen machen bevorzugt Komplimente zu solchen Eigenschaften die ihnen auch selbst zugeschrieben werden.

Komplimente werden oft als oberflächlich und sogar unehrlich verschrien. Man sollte sich also bemühen, nur ernst gemeinte Komplimente zu machen. Gerade durch den Vorsatz aber, häufige und ehrliche Komplimente machen zu wollen, eröffnet sich die Gelegenheit, in anderen Menschen bewusst die guten Seiten zu entdecken.

Umgangssprachlich gibt es die Ausdrucksform „Komplimente angeln“, womit gemeint ist, dass jemand versucht, aufgrund seines Verhaltens von anderen Komplimente zu erhalten. Dieses muss aber nicht unbedingt als negativ angesehen werden.

Eine Variante hiervon ist, seine Schwächen oder schwachen Seiten hervorzuheben, um daraufhin von anderen für die Stärken gelobt zu werden.

Laut einer Umfrage des Männermagazins Men’s Health aus dem Jahr 2008 hören Frauen von Männern am liebsten die Komplimente „Mhh, du riechst so unglaublich gut“ (58%), „Ich liebe dein tolles Lächeln“ (56%) und „Du bist das beste, was mir in meinem Leben bisher passiert ist“ (55%).

Aber dieser Tag ist nicht der einzigste Tag, der das Komplimentemachen ehrt. Der kleine Kalender berichtet auch, dass der 01. März ist zum Welttag der Komplimente erklärt worden ist, wer auch immer diesen ausgerufen haben soll.
Wer und warum auch immer, ein nettes Kompliment zu hören bringt eine kleine Freude in den Tag des Empfängers, und das ist  ein guter Grund, jeden  einzelnenTag zum Tag des – ehrlichen – Kompliments zu machen. Aber Vorsicht, mit Überlegung, was man eigentlich sagen möchte, denn mache Komplimente können auch wie eine Beleidigung treffen.