Nachlese „Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten“ am 01. und 02.November 2014


leer.

Die Aufregung vor einer Lesung kennt wohl jeder Autor, kommt überhaupt jemand, der das hören möchte, oder läuft irgendwo vermeintlich interessanteres?

Doch  die Skepsis  war unnötig und die gute Vorbereitung der Veranstaltung durch Silvia Friedrich konnte Früchte tragen: volles Haus, oder besser gesagt,  ein Grenzwachturm voll mit interessierten Publikum, sogar der Bürgermeister von Kleinmachnow war darunter, welcher die Veranstaltung eröffnete. Es wurde nicht nur aus den „Mauerstücken – Erinnerungsgeschichten“ gelesen , sondern auch Gedichte gelesen von Rainer Hans Drodz, der in ihnen seine Erlebnisse nach dem Ausreiseantrag verarbeitete.

Buergermeister

??????????????????????????????????????????????????????????????

Dass die Veranstaltung gut gelungen war, zeigt, glaube ich, das Gruppenfoto der daran beteiligten Autoren:

???????????????????????????????

                                                                                 von li nach re:
Silvia Friedrich; Ingeborg Wrobel; Rainer H. Drozd, Regina Sander, Christiane Schlenzig,  Bettina Buske und Thomas Stefan

          Auch am nächten Abend in der Villa Schöningen in Potsdam standen wir vor der Frage:  Ob wohl jemand kommen wird?

???????????????????????????????

???????????????????????????????

Auch wenn es nicht so viele waren wie am Abend zuvor, so  konnten wir uns doch über Publikum freuen.
Dieses mal lasen wir nicht nur unsere Beiträge aus  „Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten“ sondern auch andere unserer Arbeiten, welche diese Zeit betrafen.
So wurde der Abend  für die  Autoren  sehr interessant durch bisher unbekannte Texte. Schade, dass wir soweit auseinander wohnen, solche Veranstaltungen könnte man gut öfter machen.

Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten heute


VERANSTALTUNGEN IM NOVEMBER IN DER VILLA SCHÖNINGEN

Sonntag, 2. November 2014, 19 Uhr

Veranstaltungsreihe 25 Jahre Mauerfall

„Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten“ von Bettina Buske, Christiane Schlenzig, Inge Wrobel, Silvia Friedrich, Thomas Stefan u.a.

Autorenlesung

Eintritt 6 €

Im Buch „Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten“ sind Geschichten zur Erinnerung an die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze, die das Land von 1961 bis 1989 in zwei feindliche Lager teilten und bis heute tiefe Wunden hinterlassen haben zusammengetragen. Mehr als zwei Dutzend Autoren aus Ost und West haben ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen in Geschichten geformt. Die Autoren: Bettina Buske, Christiane Schlenzig, Inge Wrobel, Silvia Friedrich, Thomas Stefan und andere lesen aus dem Buch „Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten“

http://www.villa-schoeningen.org/

Die Blumenhüter in Winterthur – da muss ich hin


Diese eigenartige Überschrift ist gleich eine Abmeldung für die nächsten Tage, denn ich fahre morgen in die Schweiz. Grund meiner Fahrt ist eine Lesung von Bernadette Reichmuth, sie stellt ihren zweiteiligen Fantasy-Roman  „Die Blumenhüter“ dem Publikum vor.

Ich mag die Schweiz, ich mag die Geschichten von Bernadette Reichmuth, aber eigentlich mag ich Fantasy nicht so wirklich. Ist wohl das Problem vieler, die der guten, alten Märchenkultur verschrieben sind, man mag keine Umdeutungen von für richtig erkannte Funktionen der mythischen Gestalten und neue, so meint man, braucht die Welt nicht.

Anders sah das Bernadette Reichmuth, die auch schon schöne „konservative Märchen“ schrieb und mit den Blumenhütern zwar eine eigene Welt schuf, in der es aber gesellschaftliche, menschliche  und zwischenmenschliche Probleme gibt, die wir alle kennen und vor deren Lösung wir alle stehen. So gesehen hat dieser Roman auch eine psychologisch-philosophische Kategorie.

Es gibt ihn als zweiteiliges E-Buch und als zweiteiliges Taschenbuch zu kaufen.

Die Kurzbeschreibung auf amazon lautet:

Sie lebten zu einer anderen Zeit in einer anderen Welt. Ihr Leben widmeten sie dem Dienst für Mathari, der Mutter und Hüterin allen Lebens. Seit Anbeginn der Zeit war ihnen die Erhaltung der Fruchtbarkeit der Erde anvertraut – ein Geheimnis, das nur sie kannten. Geborgen in der Gemeinschaft und deren Regeln lebten sie, ohne Fragen zu stellen, ohne Zweifel. In Peona herrschte Frieden und Wohlstand. Hier konnten die Blumenhüter ihre Aufgabe ohne Furcht und in Sicherheit ausüben.Bis eine Katstrophe alles, was bis anhin so sicher schien, erschütterte.Nun mussten sie neue Wege suchen. Ihre einzige Hoffnung waren drei Männer, von denen der eine erst auf der Schwelle zwischen Kindheit und Erwachsensein stand. Im Nachbarland Lopunien, das von der Katastrophe verschont geblieben war, hofften sie Rettung zu finden für die Erde ihrer zerstörten Heimat.Doch hier herrschten Gewalt und Unterdrückung. Vor allem die Blumenhüter litten unter der Schreckensherrschaft.Nach Monaten bangen Hoffens kehrte schliesslich einer der drei Abgesandten zurück: Torian, der jüngste von ihnen.Und mit ihm Janis, die Liebe seines Lebens. Doch sie ist keine Blumenhüterin

so war die Atmosphäre bei der Lesung in Dresden


der Saal war gut belegt

und stimmungsvoll

Gelesen hatte

Andrea Noack : Beatlemania in Dresden
Ich kann noch immer, sooft ich die Geschichte auch gehört habe, über ihren Grund, Beatlesfan zu werden feixen, ist so ein schönes Zeitdokument

Bettina Buske : was bleibt
kann man jetzt auch hier lesen

Wolfgang Kirschner : Martha My Dear –
Beatles und erstes Verliebtsein mal anders – ist eine der Lieblingsgeschichten meiner Schwägerin in diesem Buch – wobei, sie nennt sie zuerst und zählt dann auf oder, oder ….

Die armen Friseure von Liverpool – so heißt die Geschichte von Silvia Friedrich, ein amüsanter aber auch anrührender Rückblick,wie Leben eben ist.

Olaf Trint – Ich bin die Beatles – das ist die Reminizenz der Suche nach sich selbst – ich mag diese Geschichte sehr, sie ist so tiefsinnig gaga…
dann las er auch noch : Maxwell and Joan – die ist was für Beatleskenner und total gaga – auf solche Einfälle muss man erstmal kommen, Klasse!

Sehr schön fand ich auch, dass das Gedicht von Peter Ettl: Norwegian Wood durch den Sänger der Band, Rainer Herzog, vorgetragen wurde – es ist ein so schönes Gedicht.

Elke Schleich las ihre Erzählung: Komm gib mir deine Hand.Ich weiß gar nicht, ob diese oder ihre andere Kurzgeschichte in dem Buch meine allerliebste Geschichte ist, jedenfalls schafft sie es, mich als Leser ganz gefangen zu nehmen und emotional einzubinden.

Zwischen den Beiträgen gab es jeweils einen Beatlestitel von der Band october afternoon , dazu die Beatlesbilder an der Wand – alles sehr stimmungsvoll,  richtig schön und anschließend wurde zum Tanz aufgespielt…

Aber all das ist nur ein Auszug, das Buch bietet noch viele andere schöne, interessante Geschichten … Klick aufs Bild, für 10€ zu haben…