ausgehört: Mann of La Mancha


Hach, war das schön!  Ich bekam  es gebraucht für 0,01€  zu kaufen, dazu 3€ Versand – mehr als ein Schnäppchen.

Vor Jahrzehnten hatte ich das Musical im Berliner Metropol – Theater gesehen und liebe es seit dem wegen der eingängigen Musik und den auch in deutscher Übersetzung guten Texten. Gern hätte ich wieder einmal eine Aufführung erlebt aber leider scheint das Stück aus dem Bewusstsein von Berliner Intendanten verschwunden zu sein. Blieb mir nur, nach einer Musikaufnahme zu suchen um es zu hören.Doch gibt es nur eine nicht weiter erklärte deutschsprachige Variante zu 85,70 Euro (was ich nicht bezahlen möchte)Mann Von la Mancha und die nach Aufzählung in der Rezension nicht mal alle Musikstücke beinhaltet und von unbestimmter Qualität ist.
Die hochkarätige Besetzung der Rollen auf dieser CD tröstet mich darüber hinweg, dass es keine vernünftige deutschsprachige Aufnahme gibt und sie garantiert musikalischen Genuss – halt mit englischem Text.

Trotzdem möchte ich so  gern mal wieder eine Aufführung SEHEN, nun noch mehr.

leider  machen so einen  Flashmob nur die Schauspieler und Sänger, die das Stück schon einstudiert haben und zur Aufführung bringen wollen, Publikum, das sich ein Stück zu sehen wünscht ist dazu nicht befähigt – sonst würde ich das glatt machen

Ehrung der Instrumente – Instrument des Jahres


Beim Durchzappen im Autoradio bekam ich mit, dass nicht nur Blumen und Vögel  einen eignen Ehrentag haben, sondern auch Instrumente. Das Instrument des Jahres 2012 war das Fagott,  festgelegt haben das die Landesmusikräte Schleswig-Holstein und Berlin, das Instrument des Jahres 2013 wird die Gitarre sein. Sie ist ein Instrument mit langer Tradition,  schon in den alten Hochkulturen  Mesopotamien und Ägypten kannten der Gitarre ähnliche Instrumente. Seit dem 19. Jahrhundert wurde in Spanien die Klassische Gitarre und die noch heute üblichen Spieltechniken entwickelt. Und seit es im 20. Jhd. die Big Bands gibt, musste man sich was einfallen lassen, damit Gitarren noch zu hören sind zwischen all den Bläsern, man verstärkte sie elektrisch – all das habe ich aus dem Beitrag erfahren und geb es beeindruckt weiter – spielt mein Enkel Eric doch dieses Instrument.

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Mein „King of Rock und Soul“ ist tot…


Einer der eindrucksvollsten Soul-Interpreten ist tot , verstarb heute im Alter von 70 Jahren kurz nach der Landung noch im Flugzeug auf dem Airport von Amsterdam. Wie viele schwarze Stars begann er seine Musikerkarriere in der Kirche.  Als 14-Jähriger erreichte er den Durchbruch mit dem Gospelsong „Christmas Presents from Heaven“.
Er war katholisch und  ein leidenschaftlicher Prediger und – ziemlich fortpflanzungsfreudig. Er hinterlässt 21 Kinder und 90 Enkel.
Sein Name: SOLOMON BURKE

Solomon Burke trat immer mit rotem Samtumhang, Zepter , Krone und Thron auf, seitdem er 1960 wegen einer dreijährigen Spitzenposition in den Charts zum „King of Soul“ gewählt wurde.

Mitte der 60er Jahre wurde dann James Brown gewählter „King of Soul“ .
Er engagierte Solomon Burke für ein Konzert und wollte dort von ihm die Krone überreicht bekommen. Burke staunte über das Ansinnen und weigerte sich „abzudanken“.
Doch war es so, ab Mitte der 60er Jahre galt James Brown als der Soul-König. Im Song „Sweet Soul Music“ von Arthur Conley,in dem er die großen Soul-Sänger der damaligen Zeit huldigt, wird Brown als „king of them all“ bezeichnet; und Burke findet ungerechterweise  in dem – trotzdem guten- Song überhaupt keine Erwähnung.

Und doch, Solomon Buke hatte weiterhin eine feste Fangemeinde, mich eingeschlossen –  und wie es scheint, auch die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI., den der Sänger, der wegen seiner spirituellen Texte auch gern „Bischof of Soul“ genannt wurde, war zu Weihnachtsfeiern in den Vatikan eingeladen.

In den Sechzigern ließ sich Solomon Burke in Amerika als „King of Rock & Soul“ feiern. Zwar stand er in der Popularität hinter Sam Cooke und Otis Redding, doch wäre die Welt von Gospel, Soul und Rhythm and Blues nicht so reich ohne den gewichtigen Solomon Burke. Er hat etliche Hits geschrieben, der bekannteste, der bis heute immer wieder neu gecovert wird, ist wohl :
„Everybody Needs Somebody to Love“.

Kaum dass Solomon Burke ihn 1964 veröffentlichte, machten die Rolling Stones eine Bluesrock-Variante davon.
Wilson Picket, die Blues Brothers und viele andere versuchten sich noch an diesem Titel.
Mit einem anderen Song landete Burke sogar zweimal einen Superhit:
„Cry to Me“ eroberte in den Sechzigern die Charts und wurde nach 20 Jahren noch einmal ein Welthit durch den Film „Dirty Dancing“.

2003 leitete Solomon Burke sein Comeback mit dem Album „Don’t Give Up on Me“ ein.
Mit dieser LP gewann er 2003 den Grammy für das beste zeitgenössische Blues-Album. Er , der von so vielen  Stars interpretiert wurde,hatte hier nur  Songs, die andere Musikstars ihm zu Ehren geschrieben hatten, wie Bob Dylan, Van Morrison, Elvis Costello und Brian Wilson. Solomon Burke bewies beeindruckend, dass er viele  verschiedene Musikstile und sogar die Countrymusik bestens beherrschte.


2006 nahmen Country- Größen wie Dolly Parton, Patty Loveless und Emmylou Harris mit ihm das Erfolgsalbum „Nashville“auf.