Grimms Wörter – Eine Liebeserklärung von Günter Grass


Roman kann man es nicht nennen, was hier vor mir liegt, eher eine Sammlung bestehend aus Essays und Erzählungen (auch mit Gedichten) vielleicht, ich kanns noch nicht endgültig sagen, ich habe erst angefangen zu lesen. Im Kladdentext heißt es:

Günter Grass erzählt das Leben der Brüder Grimm auf einzigartige Weise: Auf den Spuren ihrer Arbeit und auf den Spuren der Sprache durchstreift er deutsche Geschichte – bis hinein in die Gegenwart.

Sigrid Löffler soll sich im Kulturradio darüber so geäußert haben: „Für Grass-Verehrer ist dieses Buch ein Muss, für das übrige Publikum einfach eine lohnende Lektüre.“

Nun, ich bin Brüder-Grimm-Verehrerin, geschichtsinteressiert und Wortschmeckerin, ich hoffe, dass es auch für mich eine lohnende Lektüre wird. Der runde silberne Aufkleber mit dem Wort: Bestseller überzeugt mich allein noch nicht, doch hat Grass  für die Themenwahl bei mir schon gepunktet. Ob ich seine Ansichten teilen werde oder ganz anders denke, mal sehen…

08.08. – Internationaler Katzentag


Der internationale Katzentag, auch Weltkatzentag genannt, ist ein Aktionstag, der seit dem Jahr 2002 durch die International Fund for Animal Welfare (IFAW) gemeinsam mit anderen Tierschützern ausgerufen wird.

Wie sich wohl jeder denkende Mensch bei dieser Tatsache vorstellt, geht es bei so einem Gedenktag darum, die  Situation der Katzen zu bedenken und nach Lösungen von Missständen zu suchen. Der 8.8. soll also ein Tag sein, an dem das Leid von Straßenkatzen ect. propagiert wird und Aufklärungsaktionen gestartet werden, ein Tag, an dem sich auch die Medien  und Politiker  mit diesem Thema Tierschutz auseinandersetzen sollen.

Schauen wir uns mal an, was die Presselandschaft da zu bieten hat.

Der Tagesspiegel muss wohl eine wilde Firmenfeier zuvor gehabt haben, denn verständlich ist der Beitrag von  Florenz Gilly nicht.
Unter der schönen Überschrift: Hoch die Tatzen  möchte er  Katzen auf den Mars schicken, dann lässt er ein paar Worte über die Göttlichkeit und „katzenimmanenten Niedlichkeit“ fallen, um zu you-tube-Beiträgen von Katzenbesitzern zu schwenken und einen unangebrachten Schlenker zum Flughafen Berlin-Schönefeld und dem Titel eines Theaterstücks von Tennessee Williams zu machen. Ohh man, ist das doof.

Des weiteren wird erwähnt, dass der deutsche Steuerzahler (hä?) und Katzenhalter Jahr für Jahr für sein geliebtes Haustier Unsummen ausgibt, der hat sich dafür bei der Bild-Zeitung informiert: 2009 waren es 1,4 Milliarden Euro für Futter und 220 Millionen Euro für Streu – haben die geschrieben.
Und wieder macht er einen Schlenker zum Flughafenprojekt und auch zum Europroblem und schreibt: Und da beklagen wir uns über die Mehrkosten für BER und ESM?!
Was hat der Mensch nur immer mit dem Flughafenprojekt, ist das eine Manie von ihm? Oder möchte er nur gern das Ressort wechseln und übt schon fleißig, so nach dem Motto: Hej, Chef guck mal, ich kann nichts anderes als Flughafen?!
Kürzlich habe ich gelesen, wie schlecht bezahlt  Journalisten werden. Ist der Artikel jetzt eine Retourkutsche dafür oder bekommt man für das Geld nur noch sowas? Dann lieber gar nichts, als das.

Besser war da schon die Welt mit ihrem Beitrag hier und der war ja auch nicht so dolle.

Eigentlich wäre es angebracht gewesen, über den jahrelangen Kampf  der Tierschutzorganisationen für die Einführung einer Katzenschutzverordnung zu berichten. Zwar gibt es inzwischen mehrere Millionen Mitglieder der bundesweiten Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung, die   eine gesetzliche Regelung fordern, aber es passiert nichts. Doch nur Vorsorge kann das Elend von Streunerkatzen irgendwann einmal in Deutschland  wie  bei den Hunden beseitigen . Der Weg dahin:  Katzenhalter sollen verpflichtet werden ihre freilaufenden und geschlechtsreifen Tiere kastrieren und kennzeichnen zu lassen. Eine solche Verordnung würde immenses Tierleid verhindern, die überfüllten Tierheime entlasten und  Steuergelder sparen.

Ich empfehle zum Weltkatzentag  den Blog von Sabine hier auf wordpress.com : http://katzenheimat.wordpress.com/ Die kümmert sich um Streunerkatzen macht das für nichts und bloggt darüber sehr informativ.

Und die Seite vom Tierheim Kronach hier, da bekommt man auch mit, dass es kein lächerlicher Termin ist, der Weltkatzentag, sondern pure Notwendigkeit. Bilder von dort habe ich nicht übernommen, die sind erschütternd . Sorgen wir dafür, dass niemals ein  Schreiberknecht vom  „katzenimmanenten Leid“ schreiben wird – engagieren wir uns!

Der Eseltausch


Märchen und Sagen haben mehr Substanz,als man auf dem ersten Blick meint.Im Jahr 2009 war das Motto der Berliner Märchentage „Sagen und Märchen aus der Schweiz“.
Wir, Claudia Sperlich und Bettina Buske, haben recherchiert und die Chronik „Die Juden auf der Baarburg“ aus „Die Zuger Sagen und Legenden“, herausgegeben 1955 von Hans Koch, mit historischen Ereignissen korrigiert und mit verschiedenen Schweizer Märchen aufgefüllt.
Die eigentliche Chronik , in der die Gründe der Auswanderung der Schweizer Juden schon schamhaft mit: Später aber seien die Erdmännchen ins Land gekommen und die sich stets vermehrende Bevölkerung hätte seine Ahnen aus den Behausungen getrieben beschönigt wurden, findet man hier
Ich fand es zu schade für nur eine Veranstaltung, nein zwei, hatte das in der Schweiz ja auch gelesen, habe jetzt ein E-Buch daraus gemacht, heute gibt es das kostenlos und dann in 14 Tagen wieder

ausgeguckt: Baraka


Baraka
Baraka (Photo credit: canelita0306)

lange keinen Film mehr vorgestellt, diesen  hier liebe ich und seh ihn alle paar Jahre mal wieder an.
Baraka – das ist ein experimenteller Dokumentarfilm aus dem Jahr 1992 von Ron Fricke.

Klick auf den link, einfügen funktioniert nicht: aGXcnWUqV-Y

Das Wort „Baraka“ bedeutet soviel wie Segenskraft .

Ron Fricke hatte zuvor schon als Kameramann bei dem Film Koyaanisqatsi, mitgewirkt und dieser Film erinnert sofort an Koyaanisqatsi, beeindruckt mich aber noch mehr. Landschaften, religiösen Stätten und Zeremonien und im Zeitraffer aufgenommene pulsierende Städte, Kamerafahrten durch ehemalige Konzentrationslager,dem Ganzen dann Filmmusik von Michael Stearns und der Band Dead Can Dance unterlegt – das geht wortlos unter die Haut und ins Hirn.