Ein dichtender Kunsthistoriker


Herrlich, diese Rebloggen-Funktion, so kann man auf Beiträge anderer, die einem sehr liegen, auf dem eigenen Blog zeigen, wie diesen hier:

Mein Leben als Rezitatorin und Dichterin

Karl_Woermann[1]

Vor 81 Jahren starb der vielgereiste Kunsthistoriker Karl Woermann. Nach väterlichem Willen hatte er Reeder werden sollen, studierte stattdessen Jura, gab aber später die Anwaltspraxis auf, um Kunstgeschichte zu studieren – und war 27jährig promovierter Kunsthistoriker mit Berufserfahrung als promovierter Jurist.
Als Direktor der Dresdener Gemäldegalerie sorgte er für zahlreiche Neuerwerbungen. Er schrieb übrigens nicht nur Bücher über Kunstgeschichte und nahm als erster auch Werke von Naturvölkern als kunstgeschichtlich relevant wahr. Er schrieb auch Gedichte, ein besonders schönes davon über Jacob Isaackszoon von Ruisdael, vielleicht angesichts dieses Bildes.

Ruisdael
I.
1682.

Von Dünen, Wäldern, Wasserfällen kann
Auch solch ein Priester der Natur nicht leben.
Den Todesengel sieht der sieche Mann
Mit düstrem Fittich schon ums Haupt sich schweben.

Die Amsterdamer haben längst ihn satt,
Sein Malen und sein Hungern und sein Borgen;
Sie schicken ihn nach seiner Vaterstadt,
Nach Haarlem, heim; dort mag man für ihn sorgen.

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2 Kommentare zu „Ein dichtender Kunsthistoriker

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