einen interessanten Literaturblog hier auf WordPress gefunden


Dieser Blog heißt : Die besten Bücher der Welt und seine Linkadresse geht: http://www.100-beste-bestseller-buecher.de/

Mir gefällt daran sehr, dass er sich nicht nur mit der gegenwärtigsten Gegenwartsliteratur im deutschen Buchhandel beschäftigt und auch über Tellerränder schaut, wie der Beitrag über Weltliteratur und die Beiträge

demonstrieren. Schöner Anfang, kann ich da nur feststellen und den „Machern“ ganz eigennützig weiterhin so gutes Gelingen wünschen.

Lässt sich Kindsmord denn wirklich nicht verhindern (2)


Auch das Landgericht Rottlingen hatte im April 2013 über eine Kindsmörderin zu richten.

Eine 25- jährige Frau aus dem kleinen, beschaulichen Örtchen Aldingen, Kreis Tuittlingen, Mutter dreier Kinder, wurde angeklagt, weil nach wochenlanger Vernachlässigung ihre einjährige Tochter starb. Die Staatsanwaltschaft beantragte sechs Jahre Haft für die Mutter.

Die Frau soll  ihrer Tochter und ihren beiden anderen Kindern wochenlang nicht genug zu Essen gegeben und sich kaum um sie gekümmert haben, so die Aussage des Staatsanwalts in seinem Plädoyer vor dem Landgericht Rottweil. Pfingsten 2012 ist die Einjährige völlig entkräftet gestorben. Das sei Totschlag durch Unterlassen. Es müssen schlimme Zustände gewesen sein, in denen die drei Geschwister lebten. „Die Wohnung war vollkommen vermüllt und verwahrlost“, berichtete der Staatsanwalt.
Die Mutter habe die Nächte oft bei ihrem Freund verbracht. Ihren achtjährigen Sohn habe sie unter Androhung von Strafe gezwungen, seine beiden ein- und zweijährigen Geschwister zu versorgen. Windeln wechseln, Essen machen, den Haushalt führen – der Junge sei völlig überlastet gewesen. Zumal es außer trockenem Toastbrot wochenlang nichts zu Essen gegeben habe. Der Kühlschrank sei zwar voll – die meisten Lebensmittel darin aber längst verdorben gewesen, so der Staatsanwalt. Laut Obduktion habe das Kind drei bis vier Wochen lang viel zu wenig zu essen gehabt. Am Ende habe sie kaum noch Muskeln gehabt, ihre Rippen seien sichtbar hervorgetreten, die Augen waren eingefallen. Als der achtjährige Sohn die Mutter auf den Zustand des Mädchens aufmerksam machte, habe sie ihm verboten, über all das zu reden. „Ihr war bewusst, dass sie ihre Kinder vernachlässigt“, sagte der Staatsanwalt. In der Nacht, als die Kleine starb, war die Mutter bis in den frühen Morgen hinein tanzen. Er forderte sechs Jahre Haft für die Frau, die während des ganzen Plädoyers weinte. Bei dem Urteil wird es nicht nur um den Tod des Mädchens gehen. Der Achtjährige, der seine kleinen Geschwister versorgen sollte und den Tod seiner Schwester hautnah miterlebte, musste anschließend acht Monate lang in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden. Auch das wird in das Urteil eingehen.
So zum Fall selbst, schlimm. Aber, wo waren hier die Nachbarn, Bekannten, Lehrer des Achtjährigen? Soll so etwas in einem kleinen Ort ganz unbemerkt geschehen, kann ein achtjähriges Kind so eine Belastung unbemerkt tragen? Fällt niemanden die Verwahrlosung auf, der die Kinder ausgesetzt waren? 

Expedition Grimm


Im Online-Magazin für Geschichte, betrieben von Wolfgang Schwerdt und Manfred Gindle fand ich folgenden Artikel:

Expedition Grimm.

Für Grimm-Freunde interessant – diese Ausstellung möchte ich gern besuchen – und natürlich auch das Begleitbuch erwerben

 

Lässt sich Kindsmord denn wirklich nicht verhindern?


In Köln gibt es gerade einen Gerichtsprozess, ein Kleinkind wurde im Dezember totgeschlagen – und die Staatsanwältin fordert eine lebenslange Haftstrafe für den Täter.
Das Besondere an diesem Fall ist auch nicht mehr so ungewöhnlich, das Kleinkind rang noch drei Tage lang mit um sein Leben ohne ärztliche Betreuung. Die Mutter, die ihrem Kind den schönen Namen Lea Sophie gegeben hatte, half ihm nicht – nun steht sie ebenfalls vor Gericht und könnte zu einer Haftstrafe verurteilt werden.
Mich kotzt das an, mich kotzen diese Nachrichten von getöteten Kindern an. Innerlich verwahrloste Eltern, die zumeist das selbe Bild ergeben. Dämlich passive Weiber, den irgendein nichtsnutziger, brutaler Kerl wichtiger ist als ihr kleines Kind, das auf die Fürsorge der Mutter angewiesen ist.Oder die ihr heimlich geborenes Kind lieber töten, als den Mut aufzubringen, es zur Adoption freizugeben. Und doch habe ich das Empfinden, dass bei den meisten Fällen ein gleichbleibendes Muster zu erkennen ist, dass unsere Gesellschaft, ja jede Einzelne von uns hier mehr gefordert ist und wenn man vom bisherigen Leben der mörderischen Eltern mehr erfährt, auch so etwas wie Mitgefühl und Bedauern für sie in einem aufsteigt. Es reicht eben nicht, menschliches Leben zu schützen, indem eine Abtreibung durch ein Pro Familia Gespräch verhindert wird und wir können die Verantwortung für unsere Mitmenschen nicht an irgendeine unzureichende Behörde einfach abgeben. Familiäre Brutalität ist zumeist wie ein Familienfluch, der von Generation zu Generation weitergeben wird und anwächst.
Nun wurde die Justiz zuständig, die 20 Jahre alte Mutter des Mädchens soll nach Jugendstrafrecht wegen Totschlags durch Unterlassen zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt werden, so der Antrag der Staatsanwältin Simone Laumen am Montag vor dem Kölner Landgericht. Der Lebensgefährte der Mutter habe das Mädchen aus niedrigen Beweggründen ermordet. Er habe seine Frustrationen an dem hilflosen Kleinkind ausgelassen. Das Mädchen war im Dezember in der Wohnung der Mutter brutal misshandelt worden und hatte bis zu drei Tage lang in seinem Bettchen mit dem Tod gerungen.
„Die Mutter hat ihr Kind elendiglich zugrunde gehen lassen und wie Müll weggeschmissen“, hieß es in der Antragsbegründung.