Lässt sich Kindsmord denn wirklich nicht verhindern?


In Köln gibt es gerade einen Gerichtsprozess, ein Kleinkind wurde im Dezember totgeschlagen – und die Staatsanwältin fordert eine lebenslange Haftstrafe für den Täter.
Das Besondere an diesem Fall ist auch nicht mehr so ungewöhnlich, das Kleinkind rang noch drei Tage lang mit um sein Leben ohne ärztliche Betreuung. Die Mutter, die ihrem Kind den schönen Namen Lea Sophie gegeben hatte, half ihm nicht – nun steht sie ebenfalls vor Gericht und könnte zu einer Haftstrafe verurteilt werden.
Mich kotzt das an, mich kotzen diese Nachrichten von getöteten Kindern an. Innerlich verwahrloste Eltern, die zumeist das selbe Bild ergeben. Dämlich passive Weiber, den irgendein nichtsnutziger, brutaler Kerl wichtiger ist als ihr kleines Kind, das auf die Fürsorge der Mutter angewiesen ist.Oder die ihr heimlich geborenes Kind lieber töten, als den Mut aufzubringen, es zur Adoption freizugeben. Und doch habe ich das Empfinden, dass bei den meisten Fällen ein gleichbleibendes Muster zu erkennen ist, dass unsere Gesellschaft, ja jede Einzelne von uns hier mehr gefordert ist und wenn man vom bisherigen Leben der mörderischen Eltern mehr erfährt, auch so etwas wie Mitgefühl und Bedauern für sie in einem aufsteigt. Es reicht eben nicht, menschliches Leben zu schützen, indem eine Abtreibung durch ein Pro Familia Gespräch verhindert wird und wir können die Verantwortung für unsere Mitmenschen nicht an irgendeine unzureichende Behörde einfach abgeben. Familiäre Brutalität ist zumeist wie ein Familienfluch, der von Generation zu Generation weitergeben wird und anwächst.
Nun wurde die Justiz zuständig, die 20 Jahre alte Mutter des Mädchens soll nach Jugendstrafrecht wegen Totschlags durch Unterlassen zu sieben Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt werden, so der Antrag der Staatsanwältin Simone Laumen am Montag vor dem Kölner Landgericht. Der Lebensgefährte der Mutter habe das Mädchen aus niedrigen Beweggründen ermordet. Er habe seine Frustrationen an dem hilflosen Kleinkind ausgelassen. Das Mädchen war im Dezember in der Wohnung der Mutter brutal misshandelt worden und hatte bis zu drei Tage lang in seinem Bettchen mit dem Tod gerungen.
„Die Mutter hat ihr Kind elendiglich zugrunde gehen lassen und wie Müll weggeschmissen“, hieß es in der Antragsbegründung.

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