Grüne Woche


Als ich Kind war, war die Grüne Woche für mich ein nicht fassbares Ereignis, das im Fernsehen stattfand, welches von meiner Großmutter und ihren Bekannten kommentiert und mit Berichten von eigenen früheren Besuchen ausgeschmückt wurde.  Es gibt sie nämlich schon lange, auf wikipedia steht:
Die erste Grüne Woche (damals noch nicht „International“) fand vom 20. bis zum 28. Februar 1926 statt, als ein Mitarbeiter im Berliner Fremdenverkehrsamt die Idee hatte, die traditionelle Wintertagung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft in Berlin mit einer landwirtschaftlichen Ausstellung zu verbinden und so den ohnedies stattfindenden Straßenverkauf landwirtschaftlicher Artikel an die Teilnehmer der Tagung in eine geordnete Form zu bringen. Im ersten Jahr wurden auf einer Ausstellungsfläche von 7.000 m² bereits 50.000 Besucher gezählt. Ihren Namen verdankt die Messe den damals häufig in grüne Lodenmäntel gekleideten Forst- und Landwirtschaftsbesuchern. Bis 1939 fand die Grüne Woche jährlich statt, mit Ausnahme von 1938 wegen der damals grassierenden Maul- und Klauenseuche. Nach kriegsbedingter Pause gab es die Grüne Woche 1948 wieder. Nachdem sie 1950 wegen größerer Bauarbeiten ausfallen musste, fand sie ab 1951 wieder jährlich statt. Die Beteiligung ausländischer Aussteller stieg ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich, im Jahr 1963 machten sie bereits zwei Drittel aller Teilnehmer an der Leistungsschau aus. Seit den 1990er-Jahren erlebte die Grüne Woche durch die deutsche Wiedervereinigung und die Öffnung des Ostblocks einen besonderen Aufschwung. Sonderschauen zu Themen wie „Käse aus Deutschland“ und ein fachliches Rahmenprogramm mit im Jahr 2005 über 250 Vorträgen, Seminaren und Symposien runden die Messe ab.

Seit dem Mauerfall hatte die Internationale Grüne Woche   für mich das Unfassbare verloren, jeder kann sie besuchen und wohl jeder hatte sie einmal besucht – außer mir.
Irgendwie war mir in den Berichten der Besucher das Wort viel viel zu präsent, viele Besucher, viel gegessen, viel getrunken – war irgendwie nicht so meins, zwischen vielen Leuten viel zu essen und viel zu trinken. Somit verging Jahr um Jahr, ohne dass ich mir diese Ausstellung ansah.
Doch dann bekam ich als von der Kleingartenidee Überzeugte eine Gästekarte geschenkt und  ging am letzten Tag mich speziell bei den Blumen und den Landesverbänden der Gartenfreunde umschauen…

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5 Kommentare zu „Grüne Woche

  1. Ich war da als Teenager mal mit meinem Bruder fand es schon damals einerseits toll, andererseits viel zu voll und zu laut.
    Inzwischen mag ich volle, laute Hallen noch viel weniger als früher. Abgesehen davon tun mir die Viecher leid, die da eine Woche lang ständigen Trubel über sich ergehen lassen müssen, und dann heißt die Veranstaltung nicht umsonst im Volksmund die Fressa… kein guter Ort für ne dicke alte Frau wie mich. 😉

  2. Geht mir ähnlich, deshalb habe ich mir die Tiere gleich verkniffen. Eigentlich wollte ich am Samstag hin, denn 10.05 Uhr gab es einen Vortrag über Orichdeenpflege. Davon habe ich zwei Töpfe seit Jahren im Bad am Fenster, sie gedeihen und blühen bisher, ohne dass ich weiß, was ich da richtig mache. Ich würde ihnen gern ein langes, langes Leben gönnen und mir weiter lange Freude daran – aber wie es so ist, das „echte“ Leben kam dazwischen und ich konnte nicht zum Termin.
    Aber so schlecht ist es nicht am letzten Tag zu gehen, bei den Blumenknollen/Zwiebeln die ich kaufte, gab es immer noch was „extra“ dazu.
    Ich habe mir „Blühenden Farn“ , das ist eine Freilandgloxine und verschiedene „Gartenamaryllis“ gekauft, kannte ich zuvor nicht fürs Freiland.

  3. Grüne Woche – nee, auch für mich nix, alles zu künstlich, voll und laut. Aber die Blumenhalle war trotzdem immer das Beste daran. Schöne Fotos!
    Die Orchideen wollen eigentlich nur nicht zu viel gegossen werden, dann sind sie sehr pflegeleicht und dankbar… wenn du aber was wissen willst, kannst du meine mama fragen, die ist Spezialistin, hat nen ganzen Wintergarten voll…

  4. Wunderschöne Aufnahmen. Ich war noch nie auf der grünen Messe, aber auf einer Blumengartenschau in Stuttgart und München. Man kann sich viele Anregungen für den eigenen Garten holen. Obwohl ich nur wenig umgesetzt habe. Mein Garten ist eher ein echter Landgarten.))) Er sieht vielleicht nicht so prachtvoll aus, dafür tummeln sich Eidechsen, Blindschleichen, Igel, ja sogar Hornissen hatten schon ihr Nest bei mir gebaut, aber da war ich froh, als sie wieder weg waren)))
    Ansonsten meide ich eher solche Veranstaltungen.

  5. Stuttgart (und Sangerhausen) stehen bei mir noch auf der gedachten Liste der zu besuchenden Rosen-Ausstellungen.
    Ich liebe Rosen, hab aber nicht soviel Erfolg damit wie ich möchte, da will ich mir doch wenigstens mal ansehen, was Könner so können 😉

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