ausgehört: Stephen King – Das Mädchen


Es handelt sich hier um eine ungekürzte Fassung des Romans. Stephen King hatte den Roman „Das Mädchen“ damals, bevor er im Handel war, ja als pdf-Datei  frei ins Internet stellen lassen – ich weiß nicht warum, eine Kontrolle, wie groß die Lesernachfrage ist, ein Versuch, sich mit den Möglichkeiten des relativ neuen Mediums vertraut zu machen, egal – es war so und war interessant. Für mich – damals gab es noch keine anderen „Lesegeräte“ als den Monitor des PCs – die Erfahrung, dass Bücher nicht zu ersetzen sind, den vor dem PC zu sitzen und zu lesen ist nicht mit dem Lesevergnügen eines Buches gleichzusetzen, es auszudrucken um zu lesen -wird auch buchteuer und  ist doch nur ein Provisorium, es fehlt die Gemütlichkeit, die nur ein Buch anbieten kann.

Also kaufte ich mir dann doch das Buch, las es und konnte dann nicht sagen, wie ich es fand. Bücher sind auch auf die Stimmung des Lesenden angewiesen und damals fiel es mir nicht immer leicht, mich auf die Erlebnisse eines Neunjährigen, die, groß für ihr Alter,  sich im Wald verlaufen hatte und nur auf sich gestellt etliches ausstehen musste zu konzentrieren. Wald , was schreib ich, die sich im amerikanischen Urwald verlaufen hatte. Und doch  schien es mir wohl das Beste gewesen zu sein, was Stephen King geschrieben hatte, ich spürte den „Geist“, der mich aus den frühen Kurzgeschichten des Autors anweht – und der mich so fasziniert.

Nun also das Hörbuch, ungekürzte Fassung, von einer Sprecherin – Franziska Pigulla und einem Sprecher, Joachim Kerzel im CD-Wechsel gelesen. Ab und an wurden auf den CDs noch ein paar Geräusche eingespielt, Vogelzwischern, Hubschraubergeräusche, das Geräusch von fließendem Wasser … und wirklich, ich kann keine Aufnahme nennen, die mich bisher mehr fesselte. Pigulla und Kerzel sind wunderbare Sprecher, die sich auf ihren Job  gut vorbereitet hatten. Jede Betonung sitzt, jede Stimmfarbe hat die richtige Temperatur – ich behaupte: Besser geht es nicht!  Obwohl ich das Buch kenne, es war ein unbeschreiblich spannender Hörgenuss. Beurteilung: eine Milchstraße voll Sterne

6 Kommentare zu „ausgehört: Stephen King – Das Mädchen

  1. Ich dachte „Riding the Bullet“ war die erste Geschichte, die er ins Netz stellte!? Erst Jahre später erschien sie in „Kabinett des Todes“.
    Und warum hast du den Namen in der Überschrift falsch geschrieben? Sieht lustig aus, auch wenn man beim flüchtigen Lesen automatisch den richtigen Namen draus macht. 🙂

  2. zu zweitens, ähmmm – schon verbessert. Da war wohl alle irisch-englisch benannten Stefane und Stephans wie Steven Seagel und andere Steve(n) zu präsent So ist das, wenn man alles nur halb macht, nebenher, da gehts phonetisch über die Fingers 😉 manchmal lande ich aber auch versehentlich in der Überschriftzeile und überschreibe Bruchteile des Titels ohne es gleich mitzubekommen, so kann auch mal ein King zum Kind werden… werd Steven Kind mal als Ersatzpseudonym vorschlagen

    Zu erstens…
    Mein Beitrag ist ein Gedächtnisprotokoll, auf Grund Deiner Frage habe ich versucht, via Google etwas konkretes zu finden – aber nichts brauchbares da – jedenfalls auf die Schnelle.
    Das Mädchen – wird als online-Version gar nicht erwähnt, ansonsten heißt es da:

    Im Jahre 2000 sorgte Stephen King in anderer Weise für Aufsehen, als er seine Kurzgeschichte „Riding the Bullet“ („Achterbahn“) zum Herunterladen ins Internet stellte. Obwohl mehr als 700.000 Leser davon Gebrauch machten und er es immerhin auf den Titel der Zeitschrift „Time“ brachte, beklagte er sich im Vorwort zur Kurzgeschichtensammlung „Im Kabinett des Todes“ darüber, dass sich viele Leute nur für die Art und Weise, wie diese Geschichte veröffentlicht wurde, interessiert hätten, nicht aber für die Geschichte selbst. Trotz der von Stephen King geäußerten Kritik kam es nach „Riding the Bullet“ zur Veröffentlichung eines zweiten Buches im Internet, „The Plant“. Im Februar 2009 veröffentlichte King die Kurzgeschichte Ur, die ausschließlich als E-Buch bei Amazon USA erworben werden kann.

    Das Mädchen gabs jedenfalls in deutsch und kostenlos, das war relativ zeitnah mit der Ankündigung für Amerika und hatte online eine Zeitbeschränkung , wie lange – keine Ahnung mehr, 2 Monate oder 2 Wochen ??? – muss zwischen 2000 und 2002 gewesen sein.

    1. Na ja, alles recht interessante Experimente mit den neuen Medien, die Herr King da veranstaltet, aber ich hoffe doch das das Buch als physisches Objekt nicht aussterben wird. Ich hab dann doch lieber ein schweres, klobiges Buch in der Hand als mich durch ein e-Book zu „blättern“.

  3. ich hab da gemischte Gefühle, ich kann doch keine Bücher wegschmeißen, höchstens verschenken. Und so manches werde ich kein zweites mal lesen, obwohl ich es ganz gern konsumiert habe. So Bücher wie „Der Medikus“ oder „Sakrileg“ zum Beispiel oder auch Stephen King – Romane . Zum Glück haben wir ja das Ferienhaus in Schweden, da kommen die dann für die Gäste hin – die nehmen manches mit und lassen dafür ihr Zeugs da, aber ich fahre da ja auch nicht mehr regelmäßig hin, macht meine Tochter, und so steht hier einiges und macht die Regalböden krum, worauf ich verzichten könnte. Hach, da stelle ich mir so eine elektronische Leseplatte für e-books richtig gut vor.
    Aber grundsätzlich hat es was sinnliches, ein Buch aufzuschlagen, über das Papier zu streichen – darauf wiederum kann ich nur schwer verzichten.

    1. So, so, Ferienwohnung. Wo denn da genau? Und wie teuer? Suche nämlich noch etwas für den Sommerurlaub. Nur Strand muss vorhanden sein, wegen dem Kleinen.

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