Gedicht der Woche 42/2010


Der Hund

Da oben wird das Bild von einer Welt
aus Blicken immerfort erneut und gilt.
Nur manchmal, heimlich, kommt ein Ding und stellt
sich neben ihn, wenn er durch dieses Bild

sich drängt, ganz unten, anders, wie er ist;
nicht ausgestoßen und nicht eingereiht,
und wie im Zweifel seine Wirklichkeit
weggebend an das Bild, das er vergißt,

um dennoch immer wieder sein Gesicht
hineinzuhalten, fast mit einem Flehen,
beinah begreifend, nah am Einverstehen
und doch verzichtend: denn er wäre nicht.

Rainer Maria Rilke
aus: Der neuen Gedichte anderer Teil


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Ein Kommentar zu „Gedicht der Woche 42/2010

  1. ich finde dieses Rilkegedicht sehr schwer zu interpretieren, nur nach dem gelesenen Text greift eine Interpretation zu kurz für mein Empfinden, doch ergibt es eine berührende Aussage über den Stand des Hundes zum Menschen.

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