Die Geduld des Rosenzüchters


Mein Nachbar war ein Rosenzüchter.
Er war ein stiller Mann,
der Glück bei seinen Rosen fand.
Die kreuzte er, ein Ideal vor Augen,
das wir nicht sahen.
Uns war da alles schön, was ihm entstand.
Ihm auch, doch war es  nicht, wonach er suchte.

Damit nicht verkommt,
was ins Leben gezogen,
bepflanzte er die Straßenböschung
mit namenlosen Rosen.
Zweimal in seinem Leben wuchs,
was er erhoffte und das jetzt Namen trägt.
Dank ihm ist unsre Gegend
nun voller Rosensträucher.

Ein Vorbild mir der Nachbar ist
an  Zuversicht und Langmut.
So tröstend der Gedanke ist,
dass auch von meinem Tun
wohl etwas bleibt,
bepflanzter Straßenböschung gleich,
auch wenn damit kein Name  zu erreichen ist.

© Bettina Buske

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