Die Slawenburg in Raddusch


Wer meine vorherigen „Zeitreisen“ mitverfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, wie viel Brandenburger, Sächsische und Thüringer Geschichte des Mittelalters von der Spannung zwischen slawischen und germanischen Volksstämmen erzählt und wie auf diesen Gebieten beide Völker sich bekriegen, miteinander verschmelzen, bzw. nebeneinander leben und sich gegenseitig kulturell bereichern.
Leider gibt es kaum Literatur über slawische Mythologie, so dass ich mich mit Bruchstücken zufrieden geben muss. Desto wichtiger werden alle Artefakte, um die frühmittelalterliche Gedankenwelt und Lebensweise dieser Volksgruppe nachempfinden zu können, die sich längere Zeit der Christianisierung entzogen hatte.

Für diese Spurensuche zeigte sich der landschaftszerstörende Braunkohleabbau von einer guten Seite, denn bevor ein Ort weggebaggert wurde, konnten  Archäologen häufig die Spuren vergangener Kulturen sicherstellen.
Die Idee zur Wiedererrichtung mit integrierter Nutzung der Slawenburg Raddusch stammt vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und  Archäologischen Landesmuseum (heißt wirklich so).
Eigentlich war die Gegend schon zum Abbau vorgesehen.
Die ersten Sanierungspläne des stillgelegten Tagebaus Anfang der 90ger Jahre schlossen den archäologisch untersuchten Standort der slawischen Wallanlage von Raddusch mit ein.

Die Slawenburg Raddusch liegt in der Niederlausitz, dem ehemaligen Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi, in unmittelbarer Nähe zum Ort Raddusch(Spreewald). Diesen Siedlern verdankt die Lausitz ihren Namen. Die hier heute noch als ethnische Minderheit lebenden Sorben/Wenden sind Nachfahren der Lusizi.
In Anlehnung an das Aussehen der slawischen Burganlage, die vor mehr als 1000 Jahren an diesem Ort stand, ist die heutige SLAWENBURG RADDUSCH ein modern gestalteter Funktionsbau mit Ausstellungsbereich, Veranstaltungsräumen, Gastronomie und Burgladen.

Von diesen Burgen konnte man über 30 Stück nachweisen. Sie dienten dem Schutz vor Überfällen und zur Lagerung der Vorräte. Der Burgwall war nicht wie jetzt durchgehend hohl, sondern mit Sand und Lehm aufgefüllt .

auf dem Gelände finden  auch ganz zeitgemäße Veranstaltungen statt

 

weiter zu Teil 2

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