Nutzlose Leiden…


Ich wünschte mir eine Welt ohne Kriege.
Ich wünschte mir, dass es Gewalt gegen Frauen nicht gäbe.
Ich wünschte mir Eltern, die ihren Kindern keinen Schaden zufügen.
Ich wünschte mir Respekt vor der fühlenden Kreatur.
Ich bin mir sicher, dann wäre diese Welt ein Stück mehr ein Paradies,
und alle trotzdem vorhandenen Probleme leichter zu händeln.

Dem Menschen wurde es mit der Technisierung der Gesellschaften  leicht gemacht, das rechte Maß zu missachten, niedere Empfindungen wie Gier und Geiz auszuleben scheint nun erstrebenswert, Hass und Neid verständlich und gedankenloser Umgang mit Lebendigen zwingend notwendig.
Dieser gedankenlose Umgang ist der Grund, warum ich mich im Tierschutz engagiere, Respekt vor allen fühlenden Wesen einzufordern ist mein Anliegen. Respekt, der dem Menschen eigentlich im Wesen liegt, weshalb religiös verbrämte oder wissenschaftlich nicht mehr haltbare  Begründungen für eine Berechtigung der Verstöße herangezogen werden.

Das neueste Beispiel solcher Gedankenlosigkeit, die auf Laster, in dem Falle der Gier in Form von Profilierungssucht wurzelt:
Da hielt ein Gleitschirmhersteller es für eine tolle Marketingidee, einen lebendigen Esel an einem Gleitschirm am Strand von Golubitskaja (Asowschen Meer im Südwesten Russlands) mit  einem Motorboot steigen zu lassen, wie der Fernsehsender Russia Today berichtete.
Die Kinder am Strand quittierten das Spektakel mit entsetztem Weinen, während die Erwachsenen Fotos machten.

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6 Kommentare zu „Nutzlose Leiden…

  1. Und nach 30 Min durfte das verängstigte Tier wieder zurück auf den Boden und schleifte dabei erstmal einige Meter…
    Es ist eine Schande, wie Menschen andere Lebewesen behandeln!

  2. Das arme Tier.
    Und, obwohl ich ihm gerade gerne eine scheuern würde, auch der arme Mensch, der so wenig Mitgefühl und so viel Profit- und Geltungssucht in sich hat.

    1. ja, arm in Form von erbärmlich . Ich hab mich gefragt, was wollte man damit erreichen?
      Den Leuten erklären, Gleitschirmfliegen kann jeder Esel?
      Wer will schon mit einem Esel gleichgesetzt werden und fühlt sich so motiviert?
      Dass nach dem Fliegen das Landen kommt, hätte diesen Aktionisten doch klar sein müssen – und dass der Esel da erst recht keine werbewirksame Wirkung entfalten wird auch – das jetzt mal ganz betriebswirtschaftlich und rational betrachtet, jegliches Mitgefühl ausgeschaltet.

      Die Sucht aufzufallen um jeden Preis treibt stinkende Blüten, erinnert mich an die Käsecremewerbung eines großen Lebensmittelkonzern , für die verschiedene Spots im Werbefernsehen liefen.
      Da ließ eine Frau ihren Liebhaber vor der Tür stehn für ein Käsebrot, die Badewanne überlaufen für ein Käsebrot – soweit noch ok, aber dann ließ jemand für ein Käsebrot ein Baby fallen, dass er zuvor hochwarf …
      Da reichte es der Rezitante und sie suchte nach dem Hersteller der Käsepampe und schrieb eine bitterböse mail, mit einigen nicht ganz ladyliken Bezeichnungen und einem Boykottversprechen .
      Werden auch andere gemacht haben, der Spot verschwand dann und es lief nur noch die Badewanne über.

      Ich aber frage mich noch immer, was denken sich die Leute, die solche Werbung einkaufen?
      Die untalentierten Typen in der Werbeagentur, denen nur noch Perverses als Außergewöhnliches eingefallen ist sei fast verziehen, die machten das für Geld und waren zu schlecht für ihren Job, aber wie sind die Leute drauf, die diese Werbung für ihr Produkt abnehmen und dafür noch Geld ausgeben?! Käse-Sadisten? Also besser nichts von denen kaufen, wer weiß…

  3. Noch etwas geht mir durch den Kopf zu dieser – hm, Eselei? Sauerei? Menschelei?
    Hätten Erwachsene nicht photographiert, wäre die Geschichte nicht in der Presse gelandet (wohin sie gehört, Presse soll informieren über dergleichen!). Was allerdings die Presse dann schreibt: die Erwachsenen griffen nicht ein… tja, ich überlege gerade, wie ich als Strandtourist verhindern soll, daß ein Esel am Gleitschirm mit dem Motorboot in die Luft gezogen wird. Mich todesmutig vor das Motorboot werfen?

    „Die Leute haben nur zugeguckt“ – das hört man oft, und in vielen Fällen ist es das Beste, was die künftigen Zeugen tun können, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen.

    1. nun, denen ging es darum, dass niemand die Polizei wegen sichtlicher Tierquälerei rief. Funktelefone sind auch in Russland in vielen Taschen, die können nicht nur Fotos machen.
      Das ist aber eine weitverbreitete Passivität, hat nichts mit Russland zu tun, das haben wir auch zur Genüge.

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