gestorben 29.06.1855 – 11. märchenhafte Biografie


Johann Wilhelm Wolf

* 23. April 1817 in Köln;
† 28./29. Juni 1855 in Hofheim am Taunus

– war Sammler von Märchen und Sagen.

Am 23. April 1817 wird Wolf als Sohn eines gut situierten Kaufmanns in Köln geboren. Über seine Jugendjahre gibt es keine Informationen,  doch  veröffentlicht er 1852 unter dem Pseudonym Johannes Laicus»Erinnerungen an die Kindheit«so dass davon ausgegangen werden kann, dass er in einem streng katholischem Umfeld aufwuchs.
Wolf  wollte nicht in den väterlichen Betrieb eintreten, brach deshalb mit der Familie und ging nach Brüssel, wo er sich mit dem Studium und der Sammlung volkstümlicher flämischer Überlieferungen beschäftigte.Später lebte er in Gent, wo er in die Auseinandersetzungen zwischen Wallonen und Flamen geriet, (Die Flamen versuchten, ihre kulturelle Eigenständigkeit zu bewahren.)Wolf, beeindruckt von den Arbeiten der Brüdern Grimm, spürte nun seinerseits den älteren niederländischen Quellen nach und publizierte.  In der Zeit von 1843 bis 1847  lebte er  überwiegend in Gent und gründet dort die Zeitschrift »Wodana«, die besonders die historisch-mythologischen Aspekte von Volksüberlieferungen zum Thema hat. Ihr Untertitel lautet: »Tijdschrift voor Nederduitsche Oudheitskunde.« In Leipzig erschien 1843 seine Ausgabe Niederländische Sagen. Im Jahr  1845  kehrte Wolf nach Köln zurück und es ist zu vermuten, dass es zu einer Aussöhnung mit der Familie gekommen ist. Im selben Jahr wurde nach mehrjähriger Sammeltätigkeit seine Ausgabe »Deutsche Märchen und Sagen« verlegt , in der aber überwiegend flämische Volkserzählungen enthalten sind. 1851 erscheinen die »Deutschen Hausmärchen«. Die Texte sind nach eigenen Angaben von Wolf und seinem Schwager, einem in hessischen Diensten stehenden Leutnant, überwiegend im Odenwald und bei den Soldaten aus der Kompanie des Schwagers gesammelt worden oder sie stammten aus anderen, nicht leicht zugänglichen Quellen.

1852 ruft Wolf eine für katholische Leser gedachte Schriftenreihe ins Leben, die »Katholische Trösteinsamkeit,« und gibt Heiligenlegenden in kleinen Heften hinaus. Im gleichen Jahr erscheint parallel zum ersten Band einer zweibändigen Ausgabe, die als »Beiträge zur deutschen Mythologie« gewissermaßen eine Ergänzung zu Jacob Grimms »Deutscher Mythologie« darstellen,ein zweiter Band wird 1857 posthum herausgebracht. 1853 erscheinen »Hessische Sagen«

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