Gedicht der Woche 25/2010


Himmel und Hölle.

Himmelslust und Höllenschrecken,
Sind erst diese überstanden,
Wird der Mensch mit vollen Segeln
In der Freiheit Hafen landen.

Denn nur diese sind’s, nur diese,
Nicht Soldaten und Kanonen,
Nur die große Massendummheit
Schützt den Fürsten ihre Kronen.

Und noch lange wird es dauern,
Macht euch ja kein falsches Hoffen,
Eh’ die Dummheit überwunden,
Eh’ ihr sie zu Tod getroffen.

Schlagt ihr sie auch rastlos nieder
Mit dem Geistesschwert geschäftig,
Immer, wie das Haupt der Hyder,
Wird sie wieder lebenskräftig.

Heinrich Kämpchen

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Ein Kommentar zu „Gedicht der Woche 25/2010

  1. Ein antireligiöses Gedicht auf meinen Board, wo bleibt da meine preußische Toleranz?
    Gerade deshalb, Religionskritik hat immer gute Gründe, die zu ignorieren führt zum Abfall vom Glauben.
    Dieses Gedicht sagt viel über die Wirkung von Religion auf Menschen zur Zeit seiner Entstehung. Ein Mittel der Unterdrückung, oder wie es Karl Marx bezeichnete, Opium fürs Volk.

    Manche Atheisten sind da übrigens nicht besser dran und folgen „ihrem Glauben“ mit geradezu religiöser Besessenheit und missionarischem Glaubenseifer bis hin zu Übergriffen auf Menschen, die ein kleines Kreuz am Halse tragen. Mal ehrlich, wie bekloppt ist das denn?

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