geboren 02.04.1805 – 5. märchenhafte Biografie


Hans Christian Andersen

vermutlich der beliebteste Märchenerzähler, ich finde seine Arbeiten auch gut, zum Teil sogar außerordentlich, und doch berührt er mich persönlich  nicht so. Ich kann  nicht begründen, warum das so ist, eigentlich finde ich alles in den Märchen, was mir wichtig ist und doch, irgendetwas fehlt oder ist zuviel für meinen Geschmack. Ich glaube letzteres. Zuviel Gemüt. Wo ich das jetzt schreibe muss ich sagen, auch ersteres. Es fehlt  an Aktivität des Mächenhelden, die Andersenschen Märchenhelden reagieren oft nur und agieren nicht.
Eine Ausnahme ist da die kleine Gerda in der Schneekönigin und nacherzählte Volksmärchen wie Der Soldat und das Feuerzeug.
Ansonsten  bestimmen seine Märchenhelden  nicht aktiv ihr Leben, ihr Leben widerfahrt ihnen.
Müsste ich mir mal Zeit nehmen um das auszuformulieren, wenn ich mal grad nichts anderes zu Tun habe. Seine Seelenlage, die man in seiner Biografie gut nachvollziehen kann, schimmert durch die meisten seiner Märchen. Ein  Mensch, der trotz aller Glücksumstände, die er erfahren konnte, kein wirkliches Glück fand. Wohl auch, weil er mehr wollte, als ihm gegeben werden konnte.
Ich glaube, in heutiger Zeit würden Leute, die mit ihm Umgang pflegen, ihn einen Energievampir nennen .

Er wurde am 2. April 1805 in Odense als Sohn eines Schumachers und einer Waschfrau geboren.

Andersen durchlebte eine von tiefer Armut geprägte unglückliche Kindheit. Als er 14 Jahre alt war, verstarb sein Vater, er verließ sein Elternhaus und entfloh dem schwierigen Verhältnis zu seiner alkoholkranken Mutter nach Kopenhagen mit der Absicht, dort berühmt zu werden. Nach erfolglosen Bewerbungen als Schauspieler oder als Sänger nahm sich der Leiter des Königlichen Theaters, Jonas Collin, seiner an und gewährte ihm Obdach und Arbeit. Durch diese Hilfe konnte der junge Hans Christian Andersen auch die  Lateinschule besuchen.

Inspiriert durch die Theaterarbeit begann er erste Stücke zu schreiben, die er später zu Bühnenstücken ausbauen wollte. So entstanden zu dieser Zeit erste Erzählungen, Geschichten und Gedichte. 1822 wurden erste Handlungen von Andersen mit großem Erfolg publiziert. Zum anerkannten Schriftsteller stieg er 1829 mit seiner phantastischen Erzählung auf, die ganz dem Vorbild des deutschen Schriftstellers Ernst Theodor Amadeus Hoffmann verpflichtet waren.

Im Jahr 1835 entstand mit „Der Improvisator“ Andersens Romandebüt, das durch Kritiker positiv bewertet wurde.
Ab 1839 wurde Andersen mit einem staatlichen Dichtergehalt ausgestattet.

Finanziell abgesichert bereiste er Europa, Asien und Afrika. Die meiste Zeit verbrachte er jedoch in Deutschland.
Erlebnisse und Erfahrungen hielt er in Dramen, Romanen und Reisebüchern fest. Zum Literaten mit weltweiter Beachtung wurde Anderson durch seine präzise Wiedergabe individueller Charaktere, für die  er in der Literatur damals noch untypische Alltagssprache verwandte. Zur Darstellung kamen geheime Ängste und Sehnsüchte der Figuren, die durch ihr vorbildhaftes Verhalten auch einen erzieherischen Anspruch vertraten.
Während seiner schriftstellerischen Arbeit verfasste Andersen einige der populärsten Kindergeschichten der Neuzeit.
Die gesammelten Märchen und Gedichte von Andersen erschienen zwischen 1835 und 1848 unter dem dänischen Titel „Eventyr, fortalte for børn“.

Zu seinen erfolgreichsten Geschichten gehören „Das hässliche Entlein“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Die Schneekönigin“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“.
Andersens umfangreiche Hinterlassenschaft beinhaltet über 150 Märchen, so auch „Die kleine Meerjungfrau“, die Anlass für die gleichnamige Skulptur zur Erinnerung an ihn im Hafen von Kopenhagen gab.
Andersens Geschichten wurden in über 80 Sprachen übersetzt und dienten als Theater-, Ballett-, Bilderbuch- und später auch als erfolgreiche Filmvorlagen.

Hans Christian Andersen verstarb am 4. August 1875 in Kopenhagen.

3 Kommentare zu „geboren 02.04.1805 – 5. märchenhafte Biografie

  1. Andersen wird für immer als der Märchenerzähler in Erinnerung bleiben und nur die wenigsten wissen und/oder kennen seine anderen Werke, die Romane, Novellen und Gedichte.

    P.S. Wenn er wüsste was gerade mit „seiner“ Meerjungfrau in Kopenhagen passiert würde er sich wohl im Grabe umdrehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s