Die Friedhofslesung am 20.03.2010


Die Autorinnen Ina Sander, Christina Pilot, Andrea Gebert u. Bettina Buske lesen Kurzgeschichten , Stephan Zipser  spielt klassische Gitarrenstücke

So, nun ist die Friedhofslesung „Alter Zwölf-Apostel-Kirchhof“ , Kolonnenstr. 24-25, 10829 Berlin (Schöneberg) vom 20.03.2010 auch vorbei, hat mir sehr gefallen, auch wenn sie nicht im Friedhofscafe, sondern in der Kapelle stattfand. Ich muss zugeben, in solch Umgebung noch nie gelesen zu haben, hatte was!
Schon die Fahrt zum Veranstaltungsort war eigenartig, einen Großteil des Weges fuhr ein Trabantkaravanchen vor mir her, ein unerwarteter Gruß aus alten Zeiten der im Nachhinein irgendwie ein Ohmen war.

Ich war (trotzdem) pünktlich da und konnte mir die Kapelle, ein Bau aus den Fünfzigern, in Ruhe betrachten und ein bisschen Atmosphäre schnuppern., bevor es los ging.

Natürlich, wie vor jeder Lesung stand man vor der Frage, kommen überhaupt Leute?

Kurz nach Drei begannen wir mit dem Programm. Da ich an dem Tag auch noch gearbeitet hatte, war ich zugegebenermaßen ziemlich in Eile aufgebrochen und – habe das falsche Manuskript , die Rohfassung, meiner extra für den Tag geschriebenen Erzählung gegriffen, der noch der letzte Feinschliff fehlte.
Ärgerlich! An anderem, mir bekannten Ort hätte ich damit gut umgehen können, aber hier, in dieser klaren, kühlen Umgebung, vor fremden Veranstalter, fremden Mitstreiterinnen und fremden Publikum? Ich entschied mich für Bewährtes und las „Was bleibt!“

Insgesamt boten wir ein breites Spektrum, von kulturphilosophischen Betrachtungen über eine Friedhofsstatue bis zu einer Kriminalgeschichte. Die Beiträge wurden durch klassische Gitarrenmusik aufgefüllt, es gab eine Pause mit Getränken und Snacks , ich meine, es wurde dem Publikum ein interessanter und angenehmer Nachmittag geboten.

Bei der nächsten Lesung bin ich gern wieder mit dabei – wenn ich schon mal eine Geschichte extra für den Friedhof schrieb…
und einen lustigen Krimi, der mit plötzlichem Tod endet habe ich ja auch noch irgendwo herum zu dümpeln.
Also, auf ein Neues bei den 12 Aposteln!

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8 Kommentare zu „Die Friedhofslesung am 20.03.2010

  1. Aber dem Foto nach scheinen ja einige Leute dagewesen zu sein, Glückwunsch!
    Ich finde die Idee und die Umgebung richtig gut. Und deine Geschichte wird ganz bestimmt noch zur Anwendung kommen!

    1. ja, ich bin auch nicht wirklich ärgerlich, nur ein bisschen 😛 war nett, zeigen auch die Bilder, glaub ich – weiß gar nicht, warum ich nicht daran dachte, jemanden zu bitten, mich mal zu knipsen, nun muss man einfach glauben, dass ich dabei war, die Frauen von der Autorengruppe Quitte (?) sind leseerfahren und der Gitarrist Stephan Zipser war ja ein Erlebnis, hat das Ganze noch aufgehübscht 😉

    1. ab jetzt gibt es eins, die Veranstalterin hatte Fotos gemacht und gerade gemailt, nun habe ich es eingesetzt als unumstößlichen Beweis, leider leicht unscharf, aber für den Zweck reicht es.
      Wie man sieht, ich lese lieber stehend, jedenfalls wenn es nicht stundenlang ist…

  2. Schade, daß ich nicht dabei sein konnte! Hätte Dich gerne gehört – und die anderen sowie die Gitarrenmusik auch.
    Nächstes Jahr wirds hoffentlich was.

  3. nun komme ich endlich dazu, mich hier auch zu verewigen. Auch ich bin erstaunt, dass wir sämtliche Bänke der Kapelle gefüllt haben. Mir ist aufgefallen, dass offensichtlich viele Leute dabei waren, bei denen das Thema Leben/Tod momentan eine zentrale Rolle spielt. Ich habe es, immer wenn ich beim Lesen hochschaute, in den Gesichtern gesehen. Wenn wir diesen Menschen bei der Bewältigung dieser Lebensphase geholfen haben, dann haben wir doch wirklich mit unseren Texten viel geben können, finde ich. Ansonsten wäre ich dafür, dass wir die nächste Lesung auf dem Nachbarfriedhof machen, in dem wunderbaren hier in ganzen Kiez bekannten Friedhofscafé Finovo.

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