Gedicht der Woche 48/2009


Herbstsonnenschein,
Der liebe Abend lacht so still herein,
Ein Feuerlein rot
Knistert im Ofenloch und loht.

So! – Meinen Kopf auf deinen Knien,
So ist mit gut;
Wenn mein Auge so in deinem ruht.
Wie leise die Minuten ziehn! …

Johannes Schlaf


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2 Kommentare zu „Gedicht der Woche 48/2009

  1. Ja finde ich auch. Der Autor – Zeitgenosse von Arno Holz – ist ziemlich unbekannt, unverdient, aber ich denke, er hatte nicht den Ton der Zeit gehabt, nicht den Zeitgeist gespiegelt, seine Gedichte sind lieblich zeitlos, melancholische Seelenstreichler.
    Eins hab ich noch:

    Regen

    Geht ein grauer Mann durch den stillen Wald,
    singt ein graues Lied.
    Die Vöglein schweigen alsbald.
    Die Fichten ragen so stumm und schwül
    mit ihrem schweren Astgewühl.
    In fernen Tiefen vergrollt ein Ton.

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