das Vermächtnis einer großen Märchenerzählerin


Vor 102 Jahren wurde Astrid Lindgren  an einem 14. November geboren. 102 Jahre, da ist den Medienmachern die Gedenkfeier zum 100. Geburtstag noch so in Erinnerung, dass sie fast kein Wort über die große, weise Dame fallen lassen wollen.

Mache ich es eben und empfehle dabei gleich als Novemberlektüre:
Die Brüder Löwenherz,

ein wundervolles Buch, dass Kindern und Erwachsenen hilft, sich mit dem Novemberthema Leben und Sterben auseinanderzusetzen.

 

Was vielen nicht so ins Bewusstsein drang, ist Astrids Lindgrens beeindruckende Rede „Niemals Gewalt“, welche den Veranstaltern, dem Förderverein des deutschen Buchhandels, gar nicht Recht war, denn 1978 gab es noch ein gesetzliches Elternrecht auf körperliche Züchtigung und das wurde von den Leuten für gut befunden, Astrid Lindgren konnte ihr Rede aber durch die Ankündigung, sonst der Preisverleihung fernzubleiben, durchsetzen. Und sie hat einen Anstoß gegeben,  im November 2000 wurde  in Deutschland  das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung eingeführt, der das elterliche „Prügelrecht“ abgeschaffte. Seit dem gilt:

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.

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4 Kommentare zu „das Vermächtnis einer großen Märchenerzählerin

  1. 1978 abgeschafft – das wäre ja fast fortschrittlich gewesen,1978 hielt Astrid Lindgren ihre Rede,1999 dann haben sich SPD/Grüne zu einem Gesetzentwurf aufraffen können…

    http://dip.bundestag.de/extrakt/14/019/14019192.htm

    aber schau mal auf wikipedia, da findest Du unter Züchtigungsrecht:

    Züchtigungsrecht an Schulen

    In der Bundesrepublik Deutschland bestand bis längstens 1973 ein Züchtigungsrecht für Lehrkräfte an Schulen gegenüber den ihnen zur Erziehung anvertrauten Schülern; in einzelnen Bundesländern war die körperliche Züchtigung jedoch bereits vorher untersagt oder zumindest nominell mehr oder weniger stark eingeschränkt worden. Zu den verbreitetsten Körperstrafen gehörten Ohrfeigen, „Kopfnüsse“ sowie die so genannten „Tatzen“ (Schläge mit einem Lineal oder Rohrstock auf die Handflächen des Schülers). Körperstrafen auf das Gesäß, die noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Hauptrolle gespielt hatten, wurden in den Schulen im deutschen Sprachraum seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zunehmend reduziert.

    In der DDR wurden Körperstrafen an den Schulen 1949 abgeschafft.

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