in der Gedenkbibliothek gelesen…


Am 27.10.2009

Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Stalinismus e.V.

Nikolaikirchplatz 5 -7
10178 Berlin ( Nikolaiviertel )
Tel.: +49 / 30 / 283 43 27
Fax: +49 / 30 / 280 97 193
E-mail: th.dahnert@gedenkbibliothek.de

Dienstag, 27.Oktober 2009, 19 Uhr Dr. Tengis Khachapuridse, Schriftsteller aus Georgien, schildert seine Erlebnisse vor und nach dem Fall der Mauer unter dem Titel: „Zwei Steine“
Bettina Buske, (Ost)Berliner Autorin und Rezitatorin, berichtet in ihrer Erzählung: „Ist ja wirklich so!“ mit leichtem Augenzwinkern über erste Erkundungen und Erlebnisse in Westberlin und den Schwierigkeiten der Annäherung. Die Geschichten sind erschienen im Buch Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten, herausgegeben von Bettina Buske und Patricia Koelle. Zwei von siebenundzwanzig Geschichten zur Erinnerung an die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze, die das Land von 1961 bis 1989 in zwei feindliche Lager teilten und bis heute – 20 Jahre danach – tiefe Wunden hinterlassen haben. Autoren aus Ost und West haben ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen in Geschichten geformt. Autoren, die sich noch an den Bau der Mauer im Jahre 1961 erinnern können, und Autoren, die noch Kind waren, als im Jahre 1989 die Mauer fiel. Die in der DDR aufgewachsen sind, und solchen, die gelernt haben, „DDR“ stets nur in Anführungszeichen zu schreiben.

Autorenlesung aus der Anthologie
Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten

und anschließende Diskussion

Es lesen Tengis Khachapuridze und Bettina Buske

Beginn; 18 Uhr

mauerstuecke
Buch kann durch klick aufs Bild beim Verlag bestellt werden

Gestern war die Lesung der Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten in der Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Stalinismus e.V.

Ich möchte mich hiermit bei dem Veranstalter die Organisation bedanken, wir waren gut besucht und es war ein interessiertes Publikum.
Ebenfalls möchte ich mich bei Tengis Khachapuridze bedanken, der diesen Kontakt ermöglicht hat.
Tengis Khachapuridze las seine anrührende, unsentimental zu Herzen gehende Liebesgeschichte, die er extra für unsere Ausschreibung, bei der 12.000 Zeichen die Begrenzung war, aus einer großen Erzählung herausgeschält hat.
Ich glaube, nicht nur Autoren können sich vorstellen, was das für eine Überwindung kostet…
Aber ich bin froh darüber, denn seine Erzählung verbindet Ereignisse in Berlin mit Ereignissen in Georgien und zeichnet deutlich die Einschränkungen des privaten Bereiches beim Leben in einer Diktatur, so dass auch Nachgeborene sich ein lebendiges Bild von den damaligen Verhältnissen machen können.
Ich habe erlebt, wie in der Pause immer wieder Leute kamen und erklärten, wie berührt sie von der Geschichte waren.

Natürlich war es dann für mich schwierig, den Übergang zu gestalten und dem Wunsch des Veranstalters entsprechend Geschichten zu lesen, die dem fröhlichen Anlass – 20 Jahre Mauerfall – entsprechen.

Weil solch Bemühen nach glattem Übergang  den Stimmungsbruch nicht verbergen kann,  habe ich den Hörern  nur eine kurze Pause zur Rückbesinnung gelassen und losgelegt und drei „echt“ Berliner Geschichten aus dem Buch gelesen,
Bornholmer-Ecke Grüntaler von Regina Sander
Ist ja wirklich so von mir und als Zugabe
Gute Freunde von Katja Bär

Das Gelächter und der Beifall des Publikums sagte mir, dass es gut gelaufen ist und die Geschichten gut angenommen wurden.

Schade, dass ich wegen der verlorenen Kamera keine Fotos machen konnte…

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4 Kommentare zu „in der Gedenkbibliothek gelesen…

  1. Oh menno… Kamera wirklich verloren? Schade!
    Aber trotzdem: Schön, daß es so gut gelaufen ist. Ich freue mich schon auf die Lesung am 30. – wobei ich leider nicht mit absoluter Sicherheit (wann gibts die schon) zusagen kann.

  2. gib Dir Mühe Claudia 😉
    Abgesehen davon, dass ich mich freuen würde – ist doch eine tolle Gelegenheit, mal ein paar Forenleute in die Augen zu schauen und deren Stimmen zu hören.
    Ich rechne mit Dir – den Weg kennst Du ja

  3. Ich war da , und ich war einer dieser zutiefst berührten Gäste, die in der Pause kamen….
    Ich bin auch am darauf folgenden Freitag nochmals zur Lesung im Friedrichshain gegangen.
    Ein sehr, sehr schönes Buch, ich habe im Büro und in der Schule daraus vorgelesen, und es in der kurzen Zeit schon 2 Mal verleihen „müssen“.
    Danke 🙂

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