Gedicht der Woche 22/2009


Pfingstbestellung

Joachim Ringelnatz

Ein Pfingstgedichtchen will heraus

ins Freie, ins Kühne.

So treibt es mich aus meinem Haus

ins Neue, ins Grüne.

Wenn sich der Himmel grau bezieht,

mich stört’s nicht im geringsten.

Wer meine weiße Hose sieht,

der merkt doch: Es ist Pfingsten.

Nun hab ich ein Gedicht gedrückt,

wie Hühner Eier legen,

und gehe festlich und geschmückt –

Pfingstochse meinetwegen –

dem Honorar entgegen.

Pfütze

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