Hörbuch: Blutmale von Tess Gerritsen


blutmale

Tess Gerritsen ist eine Autorin, die am laufenden Band Krimi-Bestseller fabriziert.
Sie hat eine eingeschworene Fangemeinde, die begierig jedes neue Buch erwartet. Mit dieser Geschichte hat sie aber viele ihrer alten Fans enttäuscht, da sie zwar die ermittelnden Personen früherer Romane fortführte, sich aber in diesem Buch von den realistischen Kriminalgeschichten fort, hin zur klassischen Gruselgeschichte bewegte.
Sieht man sich die Bewertungen bei amazon an, erkennt man, dass viele ihrer Fans das nicht verziehen haben.
Nun, ich kannte nichts Vorheriges von ihr und konnte mich deshalb ganz auf das Erzählte einlassen.
Ohnehin habe ich, wenn es grausam im Buch hergehen muss, es  lieber übernatürlich als realistisch. Viel lieber.
So wie hier, mit alttestamentarische Zwischenwesen aus dem Buch Hennoch, mit ägyptischen Totenzauber und einer Geheimorganisation, die dem Bösen auf die Spur kommen will.
Die Geschichte ist spannend , gruselig, lässt sich aber trotz Blut gut aushalten und, was alle ablehnenden Kritiker übersehen haben, in einem zweiten Teil kann das Erzählte doch noch auf den Boden der Realität geholt werden und die Geheimorganisation ist eine Vereinigung von intelligenten Leuten, die einem Irrtum nachjagen (sowas soll es ja geben) und die Mörder sind durchgekanllte Serienmörder wie sonst auch.  Alles Erkennen in der Geschichte beruhte auf Meinungen,  Gelesenes, nicht auf wahrgenommene Tatsachen. Es blieben die  ermittelnen Polizisten gegen die „Wächter-Theorie“ auch immer skeptisch.
Jedenfalls, mir hat es gefallen.

Gelesen wurde das Buch von Mechthild Grossmann, bei der ich schon zum Hörbuch „Der Schwarm“ eine Anmerkung zum Duktus machte.

Die Stimme der Mechthild Grossmann war ja immer bemerkenswert tief, jetzt ist sie auch sehr kratzig.
Wenn ich ehrlich bin, ich mag solche Stimmen  nicht so, für mich klingt das immer schwer krank ;  aber ich muss auch zugeben, dass eine „dreckige“ Stimme dem Hörer mehr Abwechslung bietet, man überhört sich nicht so schnell an ihr.
Nur fand ich, wiedermal, dass die Schauspielerin nicht bei jeder gesprochenen Person den richtigen Tonfall erwischte, auch sprach sie nicht jedes Fremdwort richtig aus. Mir erzeugte  manchmal, ganz kurz, ein ungutes Gefühl, wenn sie verliebte Gedanken versuchte wiederzugeben.
Und was sie da für Barry Frost stimmlich als Charakter anlegte… na, lassen wir das.
Trotz dieser kleinen Wunderlichkeiten waren es mehr als sieben Stunden Hörvergnügen, da würde ein Herumgemäkel an Kleinigkeiten ein falsches Bild entstehen lassen.
Wer Gruselgeschichten im Krimigewand oder Kriminalgeschichten im Gruselgewand mag, wird Freude an dem Hörbuch haben.
Von fünf möglichen Sternen erhielte es von mir vier.

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