Gedicht der Woche 14/2009


Kaffee

© Claudia Sperlich

Auf Erden wenig kommt dem Kaffee gleich!
Ich trink ihn morgens, mittags, abends und im Dunkel
der Nacht, er macht die Sinne wach und reich,
er spiegelt Sonnenschein und blitzt im Sterngefunkel.

Du höchste Zier der besten Kuchentafel,
du übertriffst die Kekse und die Torten,
du machst Konversation aus dem Geschwafel,
verleihst Kultur auch den banalsten Worten!

Du wirst kredenzt in jeder Qualität
in mannigfaltger Zubereitungsweise,
in leichtem oder schwererem Gerät,
im Hause, im Bureau und auf der Reise.

Du machst das Leben angenehm und frisch
und ohne dich kaum Arbeit möglich wäre.
Dich stellen Hausfraun auf den Frühstückstisch
und Sekretärinnen auf Sekretäre.

Göttin Coffea, höre mein Gebet,
laß niemals ab, in meinen Hals zu laufen!
Gern will die Dichterin, die zu dir fleht,
Göttin, für dich ihr Honorar versaufen.

kaffeeliebe

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2 Kommentare zu „Gedicht der Woche 14/2009

  1. Das Gedicht spricht mir ganz aus dem Herzen. Es ist wirklich entzückend und so wahr.
    Liebe Grüße von Norella

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