Gedicht der Woche 06/2009


Denen nichts fehlt eigentlich

von Dieter Kerschek

die abends kerzen anzünden
die schlecht einschlafen in ihrem zimmer allein
oder nicht allein
oder doch allein
die aufatmen wenn die kinder schlafen nebenan
oder noch wach sind
oder schon müde.
die abends müde sind aber schlecht einschlafen.
die abends kerzen anzünden und in die flamme sehn
die sich in ihren augen spiegelt
wenn man in ihre augen sieht
und nicht an die wand
oder durch sie hindurch.
die eine flasche wodka aus der küche holen
oder eine flasche wein
oder tee aufbrühn
oder tassen auf den tisch stellen
oder keine tasse
oder eine tasse
oder apfelsaft aus der flasche trinken
oder nicht trinken
oder rauchen
die abends kerzen anzünden und in die flammen sehn
nicht nur wegen der stimmung
aber wegen der stimmung

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3 Kommentare zu „Gedicht der Woche 06/2009

  1. Die schöne Gedichte schreiben
    oder lesen
    und mit den Worten spielen
    nicht laut sprechen
    sondern leise schreiben
    oder laut lesen….

    Schönes Gedicht!

  2. Oho Katrin, der Dieter Kerschek wurde Dir zur Muse und dabei hast Du noch meinen Blog bedacht, freu mich.
    Ganz lieben Dank für Deinen Besuch! Ich muss jetzt Geburtstagfeiern fahren…

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