die ersten zwei Bücher


liegen vor mir - Gedichtbände.

Martin Sperlich “Im Verse wird das Schwere leicht” liegt für  ein kleines Buch schwer in der Hand, 272 Seiten aus guten, weißem Papier mit drei Illustrationen. Das Portrait, das auch den Titel schmückt, die Hagia Sophia um 556 – eine Bleistiftzeichnung von Martin Sperlich und zur Illustration der Bonnacon-Schüttelreime ein Bonnacon aus The Aberdeen Bestary , das sich im Besitz der University of Aberdeen befindet.

Es heißt im Kladdentext: Die Sprache war ihm geradezu etwas Heiliges, ihm der gerne seine Skepsis gegenüber jeder Religiosität demonstrierte. Lüge und Wortbruch, aber auch Phrase und das taktische Reden waren ihm eine Schändung der Sprache…

Und das merkt man, wenn man die Texte liest. Nicht nur, dass hervorragende Gedichte entstanden, die Textsammlung mit all den Erläuterungen gibt auch einen kleinen Einblick in Berlins Kulturpolitik. Auch wenn die Politiker namentlich unbenannt sind, Der eine oder andere gibt mit Sperlichs offenen Blick betrachtet und durch Informationen von Helmut Börsch-Supan und Detlef Heikamp ergänzt, im Auge des Lesers eher eine traurige, wenn nicht schon schäbige Gestalt ab. Letzteres ist natürlich meine ganz persönliche Auslegung der Texte und in keiner Weise so formuliert.

Meeresrauschen – ist ein Gedichtband von Nils Pickert, reichlich mit schwarz-weißen Fotos illustriert, für meinen Geschmack eine edle Mischung. In der Hand ein Leichtgewicht mit 33 Gedichten auf 80 Seiten, ein angenehmes Format für einen Gedichtband.

Vordergründig sind es Meeresgedichte, tiefgründelnd aber Lebensgedichte. Philosophisch, alltäglich, familiär, freundschaftlich, kreuzbergheimisch, sinnlich.

Im Kladdentext heißt es:

Es gibt mehr als einen Weg, um ans Meer zu gelangen. Die von Nils Pickert hier beschriebenen sind allesamt lyrisch. Sie verstören, streicheln, betören und ertränken. Auf manchen kann man schwimmen, an anderen schlägt man leck. Es sind Gedichte in versarmen Zeiten – und doch oder gerade deshalb dürstet es einem nach Meer.

- und ich finde, besser kann man es nicht beschreiben.

1 Gedanke zu “die ersten zwei Bücher”

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