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gestorben 30.01.1916 – 26. märchenhafte Biografie


Joseph Jacobs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Joseph Jacobs
* 29. August 1854 in Sydney;
† 30. Januar 1916

War ein jüdischer Historiker, der sich vor allem mit Literatur befasste. Er war nicht nur einer der Verfasser der Jewish Encyclopedia, sondern zeigte sich auch für einige bemerkenswerte Märchensammlungen verantwortlich.

Jacobs war der Sohn von John und von Sarah Jacobs. Er besuchte die Sydney-Grammar-School und schließlich auch die Universität von Sydney, letztere dank eines Stipendiums für Klassik, Mathematik und Chemie. Er schloss sein Studium allerdings nicht in Sydney ab, sondern reiste im Alter von 18 Jahren nach England und schrieb sich am St. John’s College in Cambridge ein, wo er 1876 seinen Bachelor erwarb. Ab 1877 studierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war von 1878 bis 1884 Sekretär der Gesellschaft für hebräische Literatur. Von 1884 bis 1900 arbeitete er an diversen anthropologischen Studien, Artikeln und Büchern mit.

Zwischen 1890 und 1912 gab er fünf Märchensammlungen heraus: Englische Märchen, Weitere englische Märchen, keltische Märchen, weitere keltische Märchen und europäische Völkmärchen. Er wurde diesbezüglich durch die Brüder Grimm, Charles Perrault und den romantischen Nationalismus beeinflusst. Unter anderem wurden die Märchen Hans und die Bohnenranke und Die drei kleinen Schweinchen durch ihn bekannt.


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geboren 26.01.1859 – 25. märchenhafte Biografie


Richard Wossidlo

Richard (Carl Theodor August) Wossidlo
* 26. Januar 1859 in Friedrichshof bei Tessin (seit 1971 wüst, heute Kreis Güstrow);
† 4. Mai 1939 in Waren (Müritz)

ist Begründer der mecklenburgischen Volkskunde, einer der Väter der deutschsprachigen Volkskunde und einer der bedeutendsten Feldforscher der europäischen Ethnologie.

Seine Sammlung umfasst mehr als 200 Märchen aus Mecklemburg, seine Biografie ist aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie zu finden:

Leben

Richard Wossidlo wurde als viertes Kind des Rittergutsbesitzers Alfred (Ferdinand) Wossidlo in Friedrichshof bei Tessin geboren. Häufig war er zu Besuch auf den Höfen seines Großvaters bei Waren (Müritz) und seines Onkels in Körkwitz bei Ribnitz, wo er zum ersten Mal mit den Volksweisheiten und Bräuchen der einfachen Leute (Tagelöhner, etc.) in Berührung kam.

Nach dem Abitur an der Großen Stadtschule in Rostock im Jahre 1876 studierte er bis 1883 Klassische Philologie in Rostock, Leipzig und Berlin. Er brach seine Dissertation auf dem Gebiet der griechischen Sprache ab und wählte das höhere Lehramt. Wossidlo war, nach seiner Referendariatszeit in Wismar, von 1886 bis 1922 Lehrer für Latein und Griechisch am Gymnasium in Waren (Müritz).

Seine Leidenschaft, der er über 50 Jahre eifrig nachging, war allerdings das volkskundliche Sammeln und Forschen, für das er auch große Teile seines Vermögens opferte. Ab 1883 bereiste Wossidlo nahezu jeden Ort Mecklenburgs und hielt die kulturellen Traditionen, wie zum Beispiel Geschichten, Liedgut, Bräuche, Arbeitsweisen und Lebensformen schriftlich auf kleinen Zetteln fest. Er schrieb das, was ihm von seinen Landsleuten berichtet wurde, auf handtellergroße Notizzettel, die dann gut sortiert nach Sachgruppen und Orten in seinem „Zettelkastenarchiv“ landeten. Daraus entstand eine weite Sammlung, die Grundlage für seinen Beitrag zum Mecklenburgischen Wörterbuch wurde.

Seine etwa 2 Millionen Notizzettel mitsamt den Zettelkästen sind noch heute die Grundsubstanz des Instituts für Volkskunde der Universität Rostock. Die durch Wossidlo gesammelten Utensilien und Trachten kann man heute im Mecklenburgischen Volkskundemuseum in Schwerin betrachten.

Etwa zwei Millionen Dokumente im sogenannten Wossidlo-Archiv, heute in Obhut der Universität Rostock. Das Archiv soll bis 2013 digitalisiert werden.

Monographien, mehrbändige Werke:

* Volkstümliches aus Meklenburg. Rostock, 1885.

* Mecklenburgische Volksüberlieferungen. 4 Bände. Rostock, 1897-1931.

Bd. 1: Rätsel. (1897)

Bd. 2,1: Duie Tiere im Munde des Volkes. (1899)

Bd. 3: Kinderwartung und Kinderzucht. (1906)

Bd. 4: Kinderreime. (1931)

(mehr nicht erschienen)

* Ein Winterabend in einem mecklenburgischen Bauernhause. Volksstück. Rostock, 1901. (4. Aufl.: 1937).

* Aus dem Lande Fritz Reuters. Humor in Sprache und Volkstum Mecklenburgs. Mit einer Einleitung über das Sammeln volkstümlicher Überlieferungen. Leipzig, 1910.

* Buernhochtiet. Volksstück. Rostock, 1926. (Nachdruck: Rostock, 1991).

* Mecklenburgische Sagen. Ein Volksbuch. 2 Bände. Rostock, 1939.

* [Initiator und Mitherausgeber von] Teuchert, Hermann [Hrsg.]: “Mecklenburgisches Wörterbuch.” 7 Bände. 1942-1992. [Nachdruck: 1996]. Bd. 8: Nachtrag und Index. 1998.

Mehr als 600 bekannte Aufsätze und andere Kleinschriften.

Ehrungen

Richard Wossidlo erhielt zahlreiche Preise. Darunter zweimal den John-Brinckman-Preis der Hansestadt Rostock, die Große Medaille für Kunst und Wissenschaft des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin, die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft der Regierung Mecklenburgs (1934) und die Leibniz-Medaille.  Wossidlo war sowohl Ehrensenator als auch Ehrendoktor der Universität Rostock, sowie Ehrenbürger der Stadt Waren (Müritz).

In Ludwigslust, Rostock, Schwerin und Waren (Müritz) gibt es eine Wossidlostraße. In Lübeck ist der Wossidloweg nach ihm benannt. Mehrere Schulen tragen seinen Namen.

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