gleich mal an Claudia und Patricia weitergeworfen. Dieses Stöckchen warf der Herr Teddy mit dem Zwiebeleis nach mir, der hat es von der Frau Pampashase erhalten, diese wiederum von der Frau Neosens und die von Frau Quadratmeter und…
Jedenfalls ist an dem Stöckchen eine Aufgabe gebunden, man soll seine Kamera aus dem Fenster zu halten und drauf los knipsen.
Mach ich doch glatt, werdet schon sehen…



2. November 2009 um 11:28
Ich bin immer wieder erstaunt über die großzügig angelegten Straßen im ehemaligen Ostteil Berlins. Und die Gleichmäßigkeit des Straßenbildes.
Ich bin im Westteil aufgewachsen und Fußgänger. Bei meinen ersten „Expeditionen in den Osten“ hatte ich es immer extrem schwer mich zu orientieren. Ich kannte es so, ich frage einfach jemanden oder ich laufe bis zur nächsten Kreuzung und schaue auf das Straßenschild, dort sind dann ja der Straßenname und auch die Hausnummern in diese Richtung vermerkt.
Bei meinen Ausflügen in unbekannte Gebiete stand ich nicht nur einmal irgendwo an einer riesigen Kreuzung, wußte die Straßennamen nicht, kein Fußgänger weit und breit und an diesen ewig langen Gebäuden keine Hausnummer in Sicht. Bis ich den nächsten Orientierungs-Punkt hatte mußte ich laufen, laufen, laufen…und es war natürlich garantiert die falsche Richtung gewesen!
2. November 2009 um 11:54
Ach, die wunderschöne Karl-Marx-Allee. So grau sieht das trotz des Nieselregens gar nicht aus.
2. November 2009 um 14:44
Ha, sag ich doch, im Osten sieht jetzt alles viel gepflegter aus…!
2. November 2009 um 19:24
Eindrucksvolle Bilder! Ich kann zwar mit dieser „Monumentalarchitektur für alle“ nicht warm werden – aber die Photos haben was.
Ich werde das Stöckchen demnächst aufheben.
3. November 2009 um 11:26
Monumentalarchitektur für alle – ja hat was.
ich wohne in einem Baudenkmal. Mein persönliches Verhältnis zur Karl-Marx-Allee ist… ambivalent, wie das von Übergewichtigen zur Schokolade ( ich schreibe auch das aus Erfahrung).
Ich bin in der KMA aufgewachsen, meine ersten sechs Lebensjahre war es noch die Stalinallee, und die weißen/cremefarbenen Kacheln sind mit allen posiven Kindheitserlebnissen verknüpft, mein Herz und meine Seele sind davon besetzt und für mich ist das hier: Zuhause – dem ich ab und an entfliehen muss um es weiter zu lieben.
Die KMA ist eine ganz normale Straße, gerade Hausnummern auf der einen Seite, ungerade Hausnummern auf der anderen Seite, hier orientiert es sich leicht, auch wenn die Allee recht lang ist.
Aber ich kenne das von Frau Pampashase geschilderte in den Plattenbaugebieten (von uns übrigens lange Prärie oder Pampas genannt,) die ich hasste wie die Seuche. Wohnhäuser ohne Geschäfte drin, das ist doch öde, wie soll man da schaufensterbummeln?
Ich kann mich noch erinnern, meine Tochter hatte mal am Wochenende einen Wettkampf in einer Turnhalle in Hellersdorf oder Marzahn – Murzahner Ring war die Adresse.
Wir mit Auto sie hingebracht – aber wo war die Turnhalle? Alle Straßenschilder waren Murzahner Ring, egal in welche Richtung sie zeigten und die gesuchte Hausnummer war nie dabei – ich glaube, wir haben da eine dreiviertel Stunde herumgesucht, bis wir endlich eine richtige Auskunft erhielten.
4. November 2009 um 07:59
[...] 4. November 2009 · Kommentar schreiben Die Rezi-Tante reichte mir ein Stöckchen, das ich dankend annehme. Ich sollte meine Kamera aus dem Fenster halten [...]
6. November 2009 um 16:30
[...] Bettina warf mir ein Stöckchen zu: wir sollten mal alle aus dem Fenster knipsen. Nach ein paar trüben Tagen erlaubte heute das Morgenrot dieses. Ich habe aus meinen Fenstern nicht so einen schönen Überblick wie Ronald oder Claudia oder eben auch Bettina. Früher habe ich im Dachgeschoß einer hundertjährigen Villa gewohnt, komplett mit sehr schrägen Wänden, Balken quer durchs Zimmer, knarzenden Dielen und zugigen Fenstern, sehr romantisch. Insgeheim habe ich mich aber immer nach einer ebenerdigen Wohnung gesehnt. Dann verliebte ich mich in meinen Mann, und siehe da, er wohnte ebenerdig – aufgrund seines Rollstuhls. Ich genieße das: wir gehen kaum je durch die Wohnung ohne auch durch den Garten zu gehen. Das oben ist der Blick aus dem Küchenfenster. [...]