Morgen gehen wir wählen und werden uns nun entscheiden, ob wir für Frauen die Abendkleider sowie verschiedenfarbige Blazer oder einen hellen Labrador besitzen stimmen , für weißhaarige alte oder ältere Herren mit zutiefst freundlichem Lächeln auf den Lippen, für einen extrem dynamischen Mann, welcher irgendwann mal einen Besenstiel verschluckt hatte oder für ein energiegeladene Herrenduo unsere Stimme abgeben werden.
Zumindest die in Berlin gezeigten großen Wahlplakate geben an Information nicht mehr her und eigene Ansichten müssen den Wähler leiten.
Was aber macht der, dem das alles nur Theater scheint, nicht wählen und somit politischen Extremisten eine Chance einräumen?
Dann wohl besser, man stimmt, wenn man es nicht besser weiß, für ganz kleine, unbekannte Parteichen, wie die MUT, die durch die Mitglieder und Protestwähler einen Anteil am finanziellen Wahlkampfausgleich bekommen und so ihre Arbeit finanzieren können.
Meine Kollegin Claudia Sperlich hat in weiser Voraussicht und Auswertung des stattgefundenen Wahlkampfes schon die “Siegesrede” vorweggenommen, die so universell wie die Wahlkampfparolen zu gebrauchen ist.




