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aus der Brauchtumsmappe: Adventsfasten


Zur Vorbereitung auf Weihnachten kennt die Westkirche eine ursprünglich  40-tägige Bußzeit, den Advent.

Die adventliche Fastenzeit umfasste ursprünglich 40 Tage und begann nach dem 11. November, dem Martinstag. Die Sitte, an diesem Abend noch eine Martinsgans zu essen, ist ebenso wie der Beginn der Karnevalssession am 11. November in Parallele zu den Fastnachtsbräuchen vor Aschermittwoch zu sehen. Da die Sonntage bei den Fastenzeiten ausgenommen sind, beginnt die weihnachtliche Fastenzeit mit dem 11. November und endet am 1.Weihnachtsfeiertag, am Abend des 24. Dezember.

Die Anzahl der Fastentage erinnert an das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4,2 EU),

Die Zahl 40 findet sich in der Bibel öfter, 40 Tage dauerte die Sintflut (Gen 7,4–6 EU),  40 Jahre, zog das Volk Israel durch die Wüste (Ex 16,35 EU), 40 Tage, verbrachte Mose auf dem Berg Sinai in Gottes Gegenwart (Ex 24,18 EU),  eine 40 Tagefrist verkündete der Prophet Jona der Stadt Ninive, deren Einwohner durch  Fasten und Büßen den Untergang abwendeten (Jona 3,4 EU).

Die mittelalterlichen Fastenregeln erlaubten nur eine Mahlzeit am Tag, in der Regel am Abend. Der Verzehr von Fleisch, Milchprodukten, Alkohol und Eiern war verboten. Darauf geht die Tradition zurück, in den Fastnachtstagen Backwerk mit Zutaten wie Milch, Eiern, Zucker oder Schmalz herzustellen, wie etwa Krapfen, um die verderblichen Vorräte aufzubrauchen. Der Fastnachtsdienstag heißt im französischsprachigen Raum dementsprechend Mardi Gras (fetter Dienstag), im englischsprachigen Pancake Tuesday (Pfannkuchendienstag). Erst 1486 erlaubte Papst Innozenz VIII. auch den Verzehr von Milchprodukten in der Fastenzeit.

In der heutigen Zeit bedeutet die Fastenzeit für viele ein selbstauferlegter Verzicht auf Genussmittel wie Süßigkeiten, Alkohol, Kaffee als Willensprobe oder Bußübung.


2 Kommentare

Benno Pludra – ein Autor für die Kinder


Bettina:

Hier habe ich einen kompetenten Blog in Sachen Kinderliteratur entdeckt, den ich auch gern meinen Lesern vorstellen möchte. Ich entschied mich für einen Beitrag über Benno Pludra, weil mir dieser wunderbare Autor, der die schwierige Kunst für Kinder zu schreiben wirklich beherrschte, mir gerade erst durch ein Video über die Rettung eines Hundes von einer Eisscholle ins Bewusstsein kam.

Quizfrage, welches Buch war das wohl?

und hier das Video (man muss sich anmelden, aber das lohnt)

http://www.tierherz.com/er-trieb-auf-einer-winzigen-scholle-eis-in-der-kaeltesten-region-dieser-erde-und-hoffte-auf-hilfe/

Ursprünglich veröffentlicht auf Geschichtenwolke - Kinderbuchblog:

In den Nachrichten habe ich es gesehen: Benno Pludra ist in der Nacht zum 27. August im Alter von 88 Jahrenverstorben. Benno Pludra, ein bekannter Kinderbuchautor. Hm, komisch, bekannter Kinderbuchautor? Der Name sagte mir irgendwie gar nichts und dabei denke ich eigentlich schon, dass ich mich in der Kinderbuchszene einigermaßen auskenne. Als ich dann aber eine Liste mit Werken von Benno Pludra gesehen habe, stellte ich fest: Ich kenne doch ein Buch von ihm! Als Kind hatte ich das Buch „Das Herz des Piraten“ geschenkt bekommen. Genau kann ich mich an die Geschichte nicht mehr erinnern, aber sie hat mich berührt und ich weiß, dass ich sie traurig fand. Außerdem sehe ich das Buch mit dem typischen orangen Rand des Beltz & Gelberg-Verlags vor mir, den ich nie so richtig mochte. Ich hatte mal ein Buch aus dem Verlag gelesen, wobei ich keine Ahnung habe, welches es war, welches ich…

Original ansehen noch 766 Wörter


Ein Kommentar

Nachlese “Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten” am 01. und 02.November 2014


leer.

Die Aufregung vor einer Lesung kennt wohl jeder Autor, kommt überhaupt jemand, der das hören möchte, oder läuft irgendwo vermeintlich interessanteres?

Doch  die Skepsis  war unnötig und die gute Vorbereitung der Veranstaltung durch Silvia Friedrich konnte Früchte tragen: volles Haus, oder besser gesagt,  ein Grenzwachturm voll mit interessierten Publikum, sogar der Bürgermeister von Kleinmachnow war darunter, welcher die Veranstaltung eröffnete. Es wurde nicht nur aus den “Mauerstücken – Erinnerungsgeschichten” gelesen , sondern auch Gedichte gelesen von Rainer Hans Drodz, der in ihnen seine Erlebnisse nach dem Ausreiseantrag verarbeitete.

Buergermeister

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Dass die Veranstaltung gut gelungen war, zeigt, glaube ich, das Gruppenfoto der daran beteiligten Autoren:

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                                                                                 von li nach re:
Silvia Friedrich; Ingeborg Wrobel; Rainer H. Drozd, Regina Sander, Christiane Schlenzig,  Bettina Buske und Thomas Stefan

          Auch am nächten Abend in der Villa Schöningen in Potsdam standen wir vor der Frage:  Ob wohl jemand kommen wird?

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Auch wenn es nicht so viele waren wie am Abend zuvor, so  konnten wir uns doch über Publikum freuen.
Dieses mal lasen wir nicht nur unsere Beiträge aus  “Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten” sondern auch andere unserer Arbeiten, welche diese Zeit betrafen.
So wurde der Abend  für die  Autoren  sehr interessant durch bisher unbekannte Texte. Schade, dass wir soweit auseinander wohnen, solche Veranstaltungen könnte man gut öfter machen.

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