laut und leise literatur lesen

die Rezi-Tante zeigt Erlebtes und Erdichtetes, Geschichten und Geschichte


Hinterlasse einen Kommentar

Petition für Tauben


Bettina:

Sabine vertritt hier ein auch mir wichtiges Anliegen

Ursprünglich veröffentlicht auf Katzen-Heimat-Blog:

In der folgenden Bitte um Unterzeichnung einer Petition, zwei Beispiele aus Erlebnissen von dieser Woche:

Locke

Taube “Locke” saß tagelang auf dem Hinterhof eines Hochhauses. Locke hatte Glück, denn die Bewohner nahmen Rücksicht und gaben ihr Futter. Sogar einen Apfel entdeckte ich.

Irgendwann rief eine der Bewohnerinnen eine Tierschutzorganisation an und da ich in der Nähe wohne, wurde ich gebeten mich zu kümmern. Eine großes Handtuch, Katzentransporter und das Tier war schnell gefangen – denn es konnte nicht fliegen. Woher kam diese Taube? War sie von Irgendwo zu Fuß zu diesem Hinterhof gelaufen? Alles ist möglich. Die Anruferin antwortete auf meine Nachfrage, weshalb sie die Taube nicht längst eingefangen habe, dass Tauben Krankheitsüberträger seien … man würde soviel davon hören. Ich fragte interessiert, während wir zu dieser Taube gingen, um welche Krankheiten es sich handeln würde? Die Antwort war ein unsicheres Schulterzucken. Trotzdem geht mein Dank an diese Frau und an…

Original ansehen noch 866 Wörter


Ein Kommentar

Es gibt Tage, an denen man dünnhäutiger ist


Dünnhäutigkeit an manchen Tagen zu haben – das kennen viele. Ich habe sie zur Zeit öfter, gerade auch. Das geht soweit, dass ich keine Nachrichten oder journalistische Sendungen mehr sehen kann oder will.

Letztens fiel mir ein Gedicht von Erich Kästner in die Hände, das mein augenblickliches Empfinden gegen diesen täglichen Wahnsinn in den Nachrichten auf den Punkt bringt.

TROSTLIED IM KONJUNKTIV
Wär ich ein Baum, stünd ich droben am Wald.
Trüg Wolke und Stern in den grünen Haaren.
Wäre mit meinen dreihundert Jahren
noch gar nicht sehr alt.

Wildtauben grüben den Kopf untern Flügel.
Kriege ritten und klirrten im Trab
querfeldein und über die Hügel
ins offene Grab.

Humpelten Hunger vorüber und Seuche.
Kämen und schmölzen wie Ostern und Schnee.
Läg ein Pärchen versteckt im Gesträuche
und tät sich süss weh.

Klängen vom Dorf her die Kirmesgeigen.
Ameisen brächten die Ernte ein.
Hinge ein Toter in meinen Zweige
und schwänge das Bein.

Spränge die Flut und ersäufte die Täler.
Wüchse Vergissmeinnicht zärtlich am Bach.
Alles verginge wie Täuschung und Fehler
und Rauch überm Dach.

Wär ich ein Baum, stünd ich droben am Wald.
Trüg Wolke und Stern in den grünen Haaren.
Wäre mit meinen dreihundert Jahren
noch gar nicht sehr alt….

Erich Kästner


Hinterlasse einen Kommentar

gerade kostenlos auf amazon


wirklich schöne Kurzgeschichten über Tiere und Menschen – Leseempfehlung auch wenn die Kostenlosaktion beendet ist

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 27 Followern an